Die 10 besten Kämpfe im Januar

Egal ob ihr noch von der wahnsinnigen UFC 207 erschlagen seid oder euch Silvester noch in den Knochen steckt – lange könnt ihr euch nicht mehr ausruhen, denn im Januar liefern wir euch eine geballte Ladung UFC-Action.

Mit nur zwei Veranstaltungen im Januar startet die UFC vergleichsweise gemächlich ins neue Jahr 2017. Doch es steigen diesen Monat viele aufstrebende Titelanwärter, ehrgeizige Nachwuchstalente und schlachterprobte Veteranen ins Octagon, die eure volle Aufmerksamkeit benötigen.

Auf diese 10 Kämpfe solltet ihr im Januar besonders achtgeben:

UFC Fight Night: Rodriguez vs. Penn (Sonntag, 15. Januar – Phoenix, Arizona)

John Moraga vs. Sergio Pettis

Dieser Kampf ist für beide Sportler von großer Bedeutung, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen.

Der ehemalige Titelherausforderer Moraga muss eine Negativserie von zwei Niederlagen in Folge beenden und seine Position in der Top 10 im Fliegengewicht behaupten – und das als kurzfristiger Ersatz für Jussier Formiga. Ein Sieg über Pettis würde ihn in die Erfolgsspur zurückbringen und ihm einen Kampf gegen einen anderen Veteranen oder Titelanwärter ermöglichen, ohne dass er dabei mit dem Rücken zur Wand steht.

Eine Begegnung wie diese muss Pettis gewinnen, um in der Karriereleiter hochzusteigen und sich als Titelanwärter zu etablieren. Nach Siegen über Chris Cariaso und Chris Kelades gelang ihm der Sprung in die Top 15 und ein weiterer Sieg über Moraga würde den Einstieg in die Top 10 bedeuten – sodass für ihn 2017 sogar eine Einmischung ins Titelgeschehen drin wäre.

Jimmie Rivera vs. Bryan Caraway

Jeder Kampf, bei dem zwei Sportler gegeneinander antreten, die nur einen Sieg von einer Titelchance entfernt sind, erzeugt großes Interesse. Die Wortgefechte, die sich die beiden in den sozialen Medien liefern, schüren dieses Interesse zusätzlich.

Im September erhöhte Rivera seine Siegesserie auf 19 Kämpfe ohne Niederlage, als er Urijah Faber einstimmig nach Punkten besiegte. Damit bewies er, dass er für einen Titelkampf im Bantamgewicht bereit ist. Wenige Monate zuvor erkämpfte sich Caraway einen geteilten Punktsieg über den Senkrechtstarter Aljamain Sterling – sein sechster Sieg im achten UFC-Kampf.

Bei UFC 207 begann eine neue Ära im Bantamgewicht, als Cody Garbrandt dem Weltmeister Dominick Cruz den Gürtel abnahm. Auf Garbrandt warten schon einige Herausforderer, aber der Sieger des Kampfes zwischen Rivera und Caraway wird sich mit Sicherheit dazugesellen.

Joe Lauzon vs. Marcin Held

Die Menschen wissen Joe Lauzon nicht genug zu schätzen.

Es ist egal, welche Kampfbilanz er hat oder dass er schon länger keine Siegesserie mehr erstellen konnte. Lauzon ist durch und durch ein Action-Kämpfer, bei dem man sich stets darauf verlassen kann, dass er sich und seinen Gegnern alles abverlangt. Wenn sein Name im Programm steht, ist Spannung angesagt.

Held ist ein gefährlicher Bodenkämpfer, der Anfang November sein UFC-Debüt gegen Diego Sanchez nach Punkten verlor und nun in die Erfolgsspur zurückkehren möchte. Nach einem guten Start ging dem polnischen BJJ-Ass die Puste aus und er musste sich dem „The Ultimate Fighter“-Pionier geschlagen geben. Doch jetzt weiß Held, wo in der UFC der Hase lang läuft und er ist motiviert, seinen ersten Sieg im Octagon zu feiern.



Yair Rodriguez vs. BJ Penn

Zwei Kämpfe, zwei Siege und zwei Boni – das ist die Bilanz von Rodriguez im Jahr 2016. Ins neue Jahr startet der junge Mexikaner mit der Aussicht auf den größten Sieg seiner Karriere.

Nachdem er Andrei Fili mit einem Flying Switchkick zum Kopf ausnockte, erkämpfte sich „El Pantera“ im August in seinem ersten Hauptkampf einen geteilten Punktsieg über Alex Caceres. Damit erhöhte er seine Siegesserie auf sechs Kämpfe ohne Niederlage, fünf davon in der UFC. Jetzt hat er die Chance, sich gegen eine lebende Legende zu beweisen.

Penn wollte bereits 2016 zurückkehren, aber irgendwie klappte das nicht so richtig. Im Januar 2017 steigt er erstmals seit Juli 2014 wieder ins Octagon – diesmal nach einem intensiven Trainingslager beim Team Jackson-Winkeljohn. Es wird spannend zu sehen sein, in welcher Form sich der zweifache Weltmeister befindet, besonders wenn er einem aggressiven und unorthodox kämpfenden Überflieger wie Rodriguez gegenübersteht.

UFC Fight Night: Shevchenko vs. Pena (Samstag, 28. Januar – Denver, Colorado)

Eric Shelton vs. Alexandre Pantoja

Das Duell zwischen Shelton und Pantoja ist quasi der Kampf um den 3. Platz von „The Ultimate Fighter 24“, wo die beiden Fliegengewichte im Halbfinale ausschieden.

Shelton, die Nummer 15 von 16 der „TUF 24“-Rangliste, überraschte im Achtelfinale mit seinem Sieg über den an Nummer 2 gesetzten Yoni Sherbatov und bezwang dann Ronaldo Candido im Viertelfinale, ehe er dem Turniersieger Tim Elliott im Halbfinale nach Punkten unterlag. Pantoja hingegen wurde als Nummer 1 gelistet, da er mit neun Siegen in Folge in den Wettbewerb gegangen war. Nach Siegen über Brandon Moreno und Kai Kara France verlor er im Halbfinale einen engen Kampf gegen Hiromasa Ogikubo, den viele Beobachter als Unentschieden gewertet hatten.

Trotz ihres Ausscheidens dürfen sich Shelton und Pantoja im Octagon auf großer Bühne beweisen. Betrachtet man den Erfolg, den Moreno nach „TUF 24“ in der UFC hatte, sollte man nicht überrascht sein, wenn auch Shelton und Pantoja in diesem Jahr für Aufsehen sorgen.

Nate Marquardt vs. Sam Alvey

Bei seinem zweiten Lauf in der UFC war Marquardt bislang eher unbeständig. Der ehemalige Titelherausforderer im Mittelgewicht wurde im Mai von Thiago Santos ausgeknockt, kehrte aber im September stark zurück und fertigte Tamdan McCory mit einer Schlag-Tritt-Kombination ab.

Obwohl Alvey im vergangenen Jahr nicht so häufig kämpfte, wie er wollte, kann er doch auf vier Kämpfe und drei Siege zurückblicken. Nach seiner Niederlage gegen Elias Theodorou gewann er hintereinander gegen Eric Spicely, Kevin Casey und Alex Nicholson. Der Dauer-Grinser entwickelte sich in den letzten zwei Jahren zum absoluten Publikumsliebling – und es gelang ihm mit seinen Einmärschen, „Hey Soul Sister“ von Train erträglich zu machen.

Startet Alvey mit einem Sieg über einen Veteranen wie Marquardt ins neue Jahr, könnte er endlich in die Top 15 einsteigen. Und wenn man bedenkt, wie aktiv er seine Karriere vorantreibt, könnte schon im Februar oder März ein Duell mit einem großen Namen folgen. Mal abwarten, was 2017 mit ihm geschieht.

Raphael Assuncao vs. Aljamain Sterling

Ursprünglich für die „UFC Fight Night“ in Albany angesetzt, musste Sterling den Kampf gegen Assuncao aufgrund einer Verletzung absagen, sodass nun die Fans in Denver, Colorado in den Genuss dieser hochkarätigen Begegnung kommen.

Nach fast zweijähriger Verletzungspause feierte Assuncao im Juli bei UFC 200 sein Comeback, doch Ex-Weltmeister TJ Dillashaw ist kein Gegner, gegen den man zu diesem Anlass gerne kämpft. Gegen Dillashaw kassierte Assuncao nach sieben Siegen seine erste Niederlage im Bantamgewicht, doch er erinnerte uns daran, zu was er in Top-Form im Octagon fähig ist.

Sterling will sich gegen den Brasilianer mit einer beeindruckenden Leistung für die erste Niederlage seiner Profi-Karriere rehabilitieren und nach dem Misserfolg gegen Bryan Caraway beweisen, dass er zurecht als Zukunft des Bantamgewichts gehandelt wurde. Gegen Caraway begann Sterling stark und ließ dann stark nach. Es wird interessant zu sehen sein, ob er im Gym die notwendigen Anpassungen vorgenommen hat, um mit den Besten im Bantamgewicht mithalten zu können.

Andrei Arlovski vs. Francis Ngannou

Mit sechs Siegen in Folge startete Arlovski hoffnungsvoll ins Jahr 2016, doch dann kassierte der Ex-Weltmeister im Schwergewicht drei Niederlagen hintereinander. Im neuen Jahr will Arlovski einige Dinge richtigstellen – und um das zu tun, muss er einen der vielversprechendsten Newcomer der letzten Jahre stoppen.

Allein aufgrund seiner Masse und seiner Power ist Ngannou überall ein gefürchteter Gegner. Was ihn jedoch auszeichnet, ist seine Fähigkeit, sich in kürzester Zeit erheblich weiterzuentwickeln. In jedem Kampf sehen wir einen neuen Ngannou. Nachdem er Curtis Blaydes und Bojan Mihajlovic im Stand auseinandernahm, riss er Anthony Hamilton im letzten Monat mit seinem Kimura beinahe den Arm ab.

Wenn er gegen Arlovski seinen fünften Sieg im Octagon einfährt, wird sich der 30 Jahre alte Franzose bald im Titelgeschehen wiederfinden.

Donald Cerrone vs. Jorge Masvidal

Selbst wenn man ihre jüngsten Leistungen nicht berücksichtigen würde, müsste man das Duell der beiden Veteranen unbedingt in diese Liste aufnehmen, denn sie sind stets unterhaltsam und immer für einen packenden Kampf gut. Die Tatsache, dass sie 2016 in der Weltergewichtsklasse für Furore gesorgt haben, macht ihr Duell nur noch spannender.

Cerrone wollte Anfang 2016 eigentlich nur einen kurzen Abstecher ins Weltergewicht wagen. Vier vorzeitige Siege später ist er plötzlich die Nummer 5 der offiziellen Rangliste. Aktuell ist er in der Form seines Lebens und nicht mehr weit vom Titelgeschehen entfernt. Masvidal wechselte die Gewichtsklasse im vergangenen Sommer und zeigte zuletzt mit Siegen über Ross Pearson und Jake Ellenberger, dass er im Weltergewicht genauso stark ist wie im Leichtgewicht.

Cerrone und Masvidal kämpften Anfang Dezember und wollten sofort wieder ins Octagon steigen – insbesondere Cerrone, da Colorado sein Heimatstaat ist. Masvidal liebäugelt seit Jahren mit einem Kampf gegen Cerrone, sodass die Unterschrift unter dem Kampfvertrag eine reine Formsache war.



Valentina Shevchenko vs. Julianna Pena

Indem sie Ronda Rousey in nur 48 Sekunden zerstörte, untermauerte Amanda Nunes bei UFC 207 ihre Stellung als das beste weibliche Bantamgewicht der Welt. Ihre nächste Herausforderin machen womöglich Shevchenko und Pena im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Denver unter sich aus.

Shevchenko unterlag Nunes im März nach Punkten und fordert seitdem einen Rückkampf. Im Juli bezwang sie die Ex-Weltmeisterin Holly Holm im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Chicago nach Punkten. Die Weltklasse-Kickboxerin bewies damit, dass sie fünf Runden lang Gas geben und auch auf großer Bühne ihre Leistung abliefern kann.

Bei UFC 200 fuhr Pena gegen Cat Zingano den vierten UFC-Sieg in Folge ein. Pena ist eine kräftige Bodenkämpferin, die vor allem aus der Oberlage viel Druck machen kann. So gewann sie ihre bisherigen Duelle im Octagon. Wenn ihr das auch gegen Shevchenko gelingt, dürfte sie die Titelchance bekommen, die sie im vergangenen Jahr permanent gefordert hat.

Multimedia

Kürzlich
Dana White recaps Season 2 of Dana White's Tuesday Night Contender Series.
08.08.2018
Watch as Dana White hands out four contracts during Week 8 of Season's Dana White's Tuesday Night Contender Series.
07.08.2018
Re-live the thrill and the agony from an incredible night of fights at UFC 227: Dillashaw vs. Garbrandt 2 with this UFC FIGHT PASS Original series.
07.08.2018
The wait is finally over as former two-division champion Conor McGregor returns to the Octagon to face undefeated lightweight champion Khabib Nurmagomedov in an epic main event that headlines UFC 229 on October 6 live on Pay-Per-View.
07.08.2018