Die Inoffiziellen Halbjahresawards 2011: Die Kämpfe

Die höchst inoffiziellen Halbjahresawards ehren die bislang besten Kämpfe des Jahres 2011…

Die Inoffiziellen Halbjahresawards 2011 sind beinahe an ihrem Ende angelangt. Nach den Überraschungen, den Aufgabegriffen und den Knockouts des Jahres ist es nun an der Zeit, die Kämpfe zu wählen, die die erste Jahreshälfte bestimmt haben und euch sagen ließen: „Genau darum bin ich ein Fan des MMA-Sports.“

 

5 – Barboza und Njokuani zeigen die brutale Schönheit des Muay Thai

Es sagt etwas über Anthony Njokuanis Charakter aus, dass er sich nach Edson Barbozas Sieg gegen Mike Lullo, den er durch Lowkicks herbeigeführt hat, freiwillig auf dieselbe Art von körperlichen Qualen einlässt. Aber hey, das würde ein wahrer Thaiboxer nun mal für einen Kampf gegen seinesgleichen auf sich nehmen. Und seine Bereitschaft, das bei UFC 128 im März zu tun, führte zu einer der schönsten Vorführungen der „Wissenschaft der acht Gliedmaßen“, die man jemals im Octagon sehen wird. Für Anhänger des Standkampfs war dieser Kampf, den Barboza knapp nach Punkten gewann, Gold wert.

 

4 – Kingsbury und Maldonado liefern sich harte Schlacht

Der ehemalige College-Football-Spieler Kyle Kingsbury gehörte nicht gerade zu den am höchsten gehandelten Teilnehmern der achten Staffel von The Ultimate Fighter. Doch langsam aber sich begann „KingsBu“, sich in der UFC Respekt zu verschaffen. Besonders mit seinem „Kampf des Abends“ gegen Jared Hamman und dem 21 Sekunden schnellen TKO-Sieg gegen Ricardo Romero. Gegen den Brasilianer Fabio Maldonado, einem unbesiegten Profiboxer, zeigte Kingsbury nicht nur seine wachsenden Fähigkeiten, sondern auch seinen Kampfgeist. Er und Maldonado lieferten sich eine jener erbitterten Schlachten, nach deren Ende man aufspringt und lauthals für beide Kämpfer jubelt. Kingsbury gewann den Kampf einstimmig nach Punkten. Auch wenn man diese beiden Halbschwergewichte nach ihrer fünfzehnminütigen Glanzleistung am liebsten sofort wieder gegeneinander kämpfen sehen möchte, brauchen sie derzeit bestimmt eine kleine Pause voneinander.

 

3 – Sanchez gewinnt knappen Klassiker gegen Kampmann

Einer von Diego Sanchez‘ Kollegen aus der Weltergewichtsklasse sagte mir Anfang des Jahres in einem Gespräch, dass der furchtlose Krieger aus Albuquerque schon in so vielen Schlachten gekämpft hat, dass seine „Narben anfangen, sich miteinander zu unterhalten“. Nie war das offensichtlicher als bei seinem Kampf im März gegen den präzisen Standkämpfer Martin Kampmann, der das Gesicht seines Gegners in der Mitte der zweiten Runde an mehreren Stellen geöffnet hatte und sich auf bestem Wege befand, einen vorzeitigen Sieg einzufahren. Aber Sanchez weigerte sich aufzugeben. Seine schnellen Schlagsalven und seine rücksichtslosen Offensivaktionen fügten seinem Gegner nicht nur ebenfalls Schaden zu, sondern sie halfen ihm auch dabei, einen knappen Punktsieg herauszuschlagen. Es war ein Kampf, der zeigte, weswegen die Fans niemals enttäuscht nach Hause gehen, wenn „The Dream“ ins Octagon steigt. UFC-Präsident Dana White war derselben Meinung und gab den Kämpfern jeweils einen Bonus in Höhe von 160.000 US-Dollar.

 

2 – Cruz und Faber zeigen, warum Fans die Bantamgewichte lieben

Die gegenseitige Abneigung zwischen den Bantamgewichtsstars Dominick Cruz und Urijah Faber war echt. Vor ihrem Hauptkampf bei UFC 132 in diesem Monat gab es Befürchtungen, die Kämpfer würden eine Niederlagegegen ihren Rivalen so sehr vermeiden wollen, dass sie zu verhalten kämpfen. Falsch gedacht. Stattdessen bekriegten sich Cruz und Faber mit ihrem gesamten Arsenal und kämpften mit genau dem hohen Tempo, für das die Bantamgewichte bekannt sind. Sie lieferten den Fans einen denkwürdigen 25-minütigen Kampf, den Cruz einstimmig nach Punkten gewann. In Zuge dessen glich er mit dem einzigen Mann aus, der ihn je besiegt hat und bereitete damit einen möglichen dritten Kampf vor, auf den die Fans schon begierig warten.

 

1 – Edgar und Maynard läuten das Jahr 2011 gebührend ein

Apropos dritte Kämpfe: Die Kampfsportfans dürfen sich nach ihrem Unentschieden im Januar bei UFC 125 auf ein weiteres Duell zwischen dem UFC Leichtgewichtsweltmeister Frankie Edgar und dem Herausforderer Gray Maynard freuen. Ihr Kampf am Neujahrstag endete beinahe in der ersten Runde, als „The Bully“ den Weltmeister anklingelte, niederschlug und ihm auf dem Boden weiter zusetzte. Edgar rettete sich bemerkenswerterweise in die Rundenpause. Anschließend war es ihm nicht genug, den Kampf nur zu überstehen, sondern er versuchte, das Blatt zu wenden, um seinen Titel zu verteidigen. Das ist ihm dann auch gelungen. Er verblüffte die Zuschauer in Las Vegas mit seiner Widerstandsfähigkeit, die seinen Platz an der Spitze der Leichtgewichtsklasse definitiv zementierte. Hut ab auch vor Maynard, der nach seiner unbarmherzigen Attacke in der ersten Runde geschwächt war, aber Edgar dennoch weiterhin auf die Pelle rückte, um seinen ersten Sieg gegen „The Answer“ zu wiederholen und den Titelgürtel mit nach Hause zu nehmen. Am Ende waren beide Kämpfer wegen des Urteils enttäuscht, aber kein Zuschauer, der diese 25 Minuten lange Schlacht gesehen hat, würde behaupten, dass es ihm genauso ginge.

 

Ehrenvolle Erwähnung: Yves Edwards-Cody McKenzie, Donald Cerrone-Paul Kelly, Brian Ebersole-Chris Lytle, Michael Bisping-Jorge Rivera, Jon Jones-Mauricio Rua, Michael McDonald-Edwin Figueroa, Jose Aldo-Mark Hominick, Joey Beltran-Aaron Rosa, Dave Herman-John Olav Einemo, Mark Munoz-Demian Maia, Nik Lentz-Charles Oliveira, Cheick Kongo-Pat Barry

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