Die Inoffiziellen Halbjahresawards 2011: Die Knockouts

Die höchst inoffiziellen Halbjahresawards gehen mit den bislang besten Knockouts des Jahres 2011 weiter…

Aufgrund der Tatsache, dass 40 Prozent dieser fünf besten Knockouts des Jahres 2011 seinen Lehren zu verdanken sind, hätten wir diese Liste vielleicht nach Steven Seagal benennen sollen. Aber Kanada ist mit 40 Prozent ebenfalls gut vertreten. Die letzten 20 Prozent stellt die Schlagkraft aus Paris, Frankreich.

 

5 – Machida verdirbt Coutures Abschiedskampf

Randy Couture, ein Mitglied der UFC-Ruhmeshalle, wusste, dass sein letzter MMA-Kampf gegen den schwer zu entschlüsselnden Lyoto Machida kein einfacher sein würde. Aber genau darum hat er darauf bestanden. Keine leichten Gegner für „The Natural“, das ist seit jeher einer der Gründe, weswegen ihn die Fans so lieben. Aber wenn der frühere Halbschwergewichtsweltmeister Machida weiterhin seine Kämpfe mit spektakulären Aktionen wie dem eingesprungenen Frontkick beendet, von dem er behauptet, dass er ihn von Actionfilmstar Steven Seagal gelernt habe, werden unzählige Fans dem nächsten Kampf von „The Dragon“ gespannt entgegenfiebern.

 

4 – Seagal führt Silva zu Sieg gegen Belfort

Als Lyoto Machida Steven Seagal für seinen vorzeitigen Sieg gegen Randy Couture dankte, fingen die Fans an, solche Kommentare von Brasiliens besten Kämpfern ernst zu nehmen. Aber als der UFC Mittelgewichtsweltmeister Anderson Silva es zum ersten Mal tat, waren alle schockiert. Egal, wer „The Spider“ den Frontkick zum Kopf lehrte, mit dem er Vitor Belfort im Februar bei UFC 126 ausknockte – letzten Endes sieht es so aus, dass diese verheerende Technik zum derzeit beliebtesten Tritt für all diejenigen MMA-Sportler wurde, die darauf hoffen, eines Tages den schnellen Knockout vom König aller Gewichtsklassen nachmachen zu können.

 

3 – Makdessi begeistert heimisches Publikum mit KO gegen Watson

Im letzten Dezember zeigte John Makdessi bei seinem UFC-Debüt gegen Pat Audinwood vielseitige Offensivaktionen im Stand, die er in seinen Jahren als ungeschlagener Kickboxer erlernte. Im April knüpfte er in seinem Kampf gegen den „Ultimate Fighter 12“-Teilnehmer Kyle Watson dort an, wo er im Dezember aufgehört hatte. Aber als er in der dritten Runde die Möglichkeit sah, noch viel spektakulärer zu sein, nutzte er sie mutig aus. Er täuschte einen Tritt mit rechts an, marschierte aber weiter nach vorne und bretterte eine Spinning-Backfist an Watson Kopf, die ihn unmittelbar ausknockte. Es ist einer dieser Knockouts, die man immer und immer wieder ansehen kann und nie genug davon bekommt.

 

2 – Stout macht seinem Spitznamen alle Ehre

Als die neueren Fans des MMA-Sports die Rückkehr von Yves Edwards sahen, sahen sie vermutlich einen Veteranen, der versuchte, noch einmal an die Leistungen vergangener Tage anzuknüpfen. Und obwohl das stimmt, erinnerten sich die eingefleischten Fans an Edwards als einen Mann, der einst für lange Zeit als eines der fünf besten Leichtgewichte galt und der der vor seinem Kampf im Juni gegen Sam Stout noch immer gefährlich ist. Sein eiskalter Knockout zu Händen des Kanadiers, der den passenden Spitznamen „Hands of Stone“ trägt, war für viele nicht leicht mitanzusehen. Aber man muss den Hut vor Stout ziehen, der seinen ersten KO-Sieg seit dem Jahr 2007 feierte, und das auf eine sehr eindrucksvolle Weise – mit einem krachenden linken Haken zum Kopf, der den Kampf beendete, sobald er gelandet war.

 

1 – Kongo gelingt gegen Barry das Comeback des Jahres

Cheick Kongo vs. Pat Barry. Aufgrund all der enttäuschenden Momente in den vergangenen Jahren, wenn Standkämpfer gegeneinander antraten, aber ihr Duell sich in einen Ringkampf verwandelte, gingen die meisten davon aus, dass Kongo Barry in ihrem Kampf im Juni zu Boden bringen würde oder dass „HD“ gar versuchen würde, seine verbesserten Bodenkampffähigkeiten gegen den Franzosen zu demonstrieren. Dankenswerterweise entschieden sich die beiden dazu, ihr Können im Stand zu zeigen. Es folgten ein angespannter Schlagabtausch und einige harte Lowkicks, ehe der Teufel los war, als Barry Kongo gleich zweimal niederschlug. Beide Male schien Barry nur Sekunden von einem vorzeitigen Sieg entfernt zu sein. Aber als die Lage für Kongo aussichtslos erschien, kam er auf die Beine zurück und feuerte zwei Rechte ab. Die erste klingelte Barry an, die zweite holte ihn von den Beinen. Als der Ringrichter Dan Miragliotta den Kampf abbrach, feierte Kongo den spektakulärsten Comebacksieg seit dem Duell zwischen Scott Smith und Pete Sell aus dem Jahr 2006. Es war ein ziemlich starkes Ende für Kongo und der bislang beste Knockout des Jahres.

 

Ehrenvolle Erwähnung: Guillard-Dunham, Kingsbury-Romero, Hunt-Tuchscherer, Roller-Tavares, Schaub-Cro Cop, Browne-Struve, Roop-Grispi, Ferguson-Nijem, Mitrione-Morecraft, Dos Anjos-Sotiropoulos, Leben-Silva, Guillard-Roller, Condit-Kim

Sonntag, Oktober 26
3AM
CEST
Rio de Janeiro, Brazil

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