Die Inoffiziellen Halbjahresawards 2011: Die Neulinge

Die höchst inoffiziellen Halbjahresawards beginnen mit den bislang besten Neulingen des Jahres 2011…

Die anhaltende Zuwanderung der besten Kämpfer von World Extreme Cagefighting in die UFC hat im Jahr 2011 nicht nur für mehr Action im Octagon gesorgt, sondern auch vier der sechs besten Neulinge hervorgebracht, mit denen wir unsere Höchst Inoffiziellen Halbjahresawards einleiten.

 

5 (Gleichstand) – Brian Ebersole

Es ist etwas seltsam, einen Veteran mit der Erfahrung aus 63 Profikämpfen einen Neuling zu nennen, aber Brian Ebersole war den UFC-Fans neu, als er im Februar gegen Chris Lytle in der Organisation debütierte. Nachdem der Kampf bei UFC 127 vorbei war, hatte er mit seinem ungewöhnlichen, aber ziemlich unterhaltsamen Kampfstil einen dauerhaften Eindruck hinterlassen. Nach diesen fünfzehn Minuten ging er mit einem überraschenden Sieg gegen „Lights Out“ und sogar einer Auszeichnung für den „Kampf des Abends“ nach Hause. Mit seinen 30 Jahren ist der amerikanische Wahl-Australier noch lange nicht am Zenit seiner Leistungsfähigkeit angelangt. Es wird interessant zu sehen sein, was der Mann mit der kreativsten Brustbehaarung im MMA-Sport in der Zukunft noch erreichen wird.

 

5 (Gleichstand) – Jose Aldo

Jose Aldo ist ein weiteres Beispiel für einen Kämpfer, der nur von der Begrifflichkeit her ein Neuling ist, vor allem, wenn man betrachtet, dass der amtierende UFC Federgewichtsweltmeister bei World Extreme Cagefighting den Titel in der Gewichtsklasse unter 66 Kilogramm hielt und als einer der Gewichtsklassen übergreifend besten Kämpfer gilt. Obwohl er während seines fünf harte Runden langen Kampfes gegen Mark Hominick bei UFC 129 im April in gewohnt glänzender Form war, ist er in dieser Liste nur auf Platz fünf geführt, weil er, wie Ebersole, im Jahr 2011 nur einmal gekämpft hat. In der Vergangenheit war das für gewöhnlich Grund für einen Ausschluss aus der Liste, aber die Leistungen von ihm und Ebersole waren so gut, dass es ein Verbrechen wäre, sie hier nicht zu würdigen.

 

4 – Dustin Poirier

Jeder, der Dustin Poiriers letzten WEC-Kampf im November gesehen hatte – ein 53 Sekunden schneller Sieg gegen Zack Micklewright – wusste, dass der Junge aus Louisiana ein vielversprechendes Nachwuchstalent war. Aber hebt eure Hand, wenn ihr der Meinung gewesen seid, dass er im Januar bei UFC 125 den Senkrechtstarter Josh Grispi vermöbeln würde. Dachte ich mir. Aber genau das hat er getan – er fuhr einen dominanten Punktsieg ein, in einem Kampf, der so einseitig war, wie ein Kampf nur sein kann, ohne dass es zu einem Knockout kommt. Im Juni feierte „The Diamond“ seinen zweiten Sieg in Folge im Octagon, indem er den hoch gehandelten Briten Jason Young nach Punkten besiegte. Obwohl Poirier noch ein ungeschliffener Rohdiamant ist, ist er doch ein Kämpfer, den man im Auge behalten sollte.

 

3 – Chris Weidman

Chris Weidman aus Long Island, New York gilt seit seinem Profidebüt im Jahr 2009 als eines der hoffnungsvollsten Talente in der Mittelgewichtsklasse. Aber selbst seine größten Befürworter waren etwas besorgt, als er im März mit nur zwei Wochen Vorbereitungszeit (und mit einer Rippenverletzung) einen Kampf gegen den Veteranen Alessio Sakara annahm. Weidman bewies jedoch, dass die hohen Erwartungen an ihn gerechtfertigt waren und erkämpfte sich in Louisville einen klaren Punktsieg gegen „Legionarius“. Danach traf er im Juni auf Jesse Bongfeldt. In diesem Kampf gelang ihm sein erster vorzeitiger Sieg in der UFC, als er den Kanadier sechs Sekunden vor Schluss der ersten Runde zur Aufgabe zwang. Wenn er sich kontinuierlich so weiterentwickeln kann, ist er vielleicht eines Tages das zweite Mitglied des Serra-Longo Fight Teams, das einen Weltmeisterschaftsgürtel von der UFC besitzt.

 

2 – Michael McDonald

Mit 20 Jahren ist Michael McDonald aktuell der jüngste Kämpfer in der UFC. Wenn er den Pfad, auf dem er sich gerade befindet, konsequent weiterverfolgt, wird er früher oder später zu einem der besten Bantamgewichte in der Organisation. Der WEC-Veteran benötigte nur 2:42 Minuten, um Clint Godfrey in seinem einzigen Kampf im blauen Käfig zu besiegen. Im März debütierte McDonald im Octagon. Für seinen Punktsieg gegen Edwin Figueroa erhielt er die Auszeichnung für den „Kampf des Abends“. Besonders beeindruckend waren McDonalds Vielseitigkeit in der Offensive und Figueroas Widerstandsfähigkeit, nachdem er im Laufe des Kampfes mehrere Male beinahe gestoppt wurde. Im Mai gewann McDonald seinen zweiten UFC-Kampf, indem er den zähen Chris Cariaso nach Punkten besiegte. Angesichts seiner jugendlichen Energie, seines aggressive Kampfstils und seiner vielseitigen Fähigkeiten ist sein Potential fast grenzenlos.

 

1 – Demetrious Johnson

Demetrious Johnson ist ein 1,60 Meter großes Energiebündel. Im Jahr 2011 kam er scheinbar aus dem Nichts und besiegte die Weltklassebantamgewichte Kid Yamamoto und Miguel Torres. Aber berücksichtigt man, dass er seine Fähigkeiten beim legendären Matt Hume erlernt hat, ist es keine Überraschung, dass er auf der größten Bühne der Welt mithalten kann. Drei WEC-Kämpfe, in denen er Damacio Page und Nick Pace besiegte und knapp gegen Brad Pickett verlor, bereiteten ihn für sein Leben im grellen Scheinwerferlicht der UFC vor. Als er im Februar zum ersten Mal ins Octagon stieg, wirkte er in seinem Kampf gegen Yamamoto wie ein abgebrühter Profi und holte sich einen Punktsieg. Sein Sieg gegen den früheren WEC-Champion Torres war bedeutend knapper, aber letzten Endes zeigte der 24 Jahre alte Johnson, der sich in der Zukunft garantiert noch um einiges verbessern wird, dass er das Zeug dazu hat, sich mit jedem Kämpfer in dieser Gewichtsklasse zu messen.

 

Ehrenvolle Erwähnung: Donald Cerrone, Dave Herman, Nick Ring, Anthony Njokuani, Scott Jorgensen, Tony Ferguson, Ben Henderson, Brian Bowles, Jeff Hougland, Renan Barao, Ricardo Lamas, Joseph Benavidez, Chad Mendes, Erik Koch, Danny Castillo, Javier Vazquez, Mackens Semerzier, Chan Sung Jung

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