Ngannou kündigt Knockout an


Die Kampfsportgemeinde betrachtet Francis Ngannou voller Ehrfurcht. Er sieht aus wie ein fleischgewordener Superheld und verfügt über eine Schnelligkeit und Power, die man in der Schwergewichtsklasse schon lange nicht mehr gesehen hat – wenn überhaupt.

In der UFC gewann er bislang fünf von fünf Kämpfen, vier davon durch Knockout. Das nimmt er als gegeben hin. Der Hype ist Realität, aber der „Predator“ aus Kamerun lässt sich durch nichts beunruhigen – weder durch Aufmerksamkeit noch durch Druck oder Erwartungen.

Ngannou, der zuvor jahrelang in Paris lebte, hat in Las Vegas eine neue Heimat gefunden und trainiert dort seit einigen Monaten im UFC Performance Institute. Samstagnacht will er im Hauptprogramm von UFC 218 in Detroit einen weiteren Schritt zur Verwirklichung seines Traums machen und sich mit einem Sieg über Alistair Overeem für einen Weltmeisterschaftskampf im Schwergewicht empfehlen.

„Ich bin hier, um alles abzuräumen“, sagt Ngannou. „Wenn ich kämpfe, wenn ich schlage, dann glaube ich an mich. Es ist immer mein Ziel, zu gewinnen. Ich tue alles für mein Ziel. Ich werde bald der Weltmeister sein.“

Ngannou hat ein unermessliches Selbstvertrauen, denn er geht mit einer Einstellung an den Sport heran, als habe er nichts zu verlieren. Seine zerstörerische Power ist nur ein Teil seines Erfolgs, aber wer den härtesten je gemessenen Schlag abgefeuert hat, muss sich vor nichts fürchten.

Nach nur vier Jahren Training hat Ngannou die Chance, sich einen Titelkampf in der UFC zu verdienen. Sein Potential scheint unerschöpflich zu sein, aber Samstagnacht steht er erst einmal vor der größten Herausforderung seiner jungen Karriere. Overeem hat schon überall auf der Welt bedeutende Titel gewonnen und will den Senkrechtstarter bei UFC 218 auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Ngannou respektiert Overeem, aber er fürchtet ihn nicht.

DETROIT, MI - NOVEMBER 29: Francis Ngannou of Cameroon holds an open training session for fans and media at the Fillmore on November 29, 2017 in Detroit, Michigan. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC via Getty Images)„Manche Kämpfer glauben nicht an sich selbst und brauchen die berühmtesten Teams und die berühmtesten Trainer“, sagt Ngannou. „Sie brauchen jemanden, der ihnen einredet, dass sie bereit sind und den Kampf gewinnen werden. Ich brauche das nicht. Ich werde den Kampf gewinnen. Ich weiß einfach, dass ich gewinnen werde.“

„Ich habe gehört, Alistair hätte angekündigt, er werde mich in der zweiten Runde ausknocken“, fügt Ngannou hinzu. „Ich finde das witzig, denn um in die zweite Runde zu kommen, muss er die erste Runde überstehen. Und da werde ich ihn packen.“

Dem Sieger des Duells zwischen Ngannou und Overeem wäre ein Titelkampf gegen den Weltmeister Stipe Miocic nur schwer zu verwehren. Ngannou weiß schon, wie der Kampf gegen Overeem ausgehen wird.

„Selbst ein Blinder sollte wissen, dass Ngannou ein harter Gegner sein wird“, sagt er. „Wir müssen abwarten, was passiert, aber ich bin mir sicher, dass ich ihn treffen werde und dass er zu Boden gehen wird. Ich gewinne durch Knockout in der ersten Runde.“

Das Hauptprogramm von UFC 218 in Detroit läuft in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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