Perry plant Großes

LAS VEGAS, NV - JULY 07: <a href='../fighter/mike-perry'>Mike Perry</a> punches <a href='../fighter/paul-felder'>Paul Felder</a> in their welterweight fight during the UFC 226 event inside T-Mobile Arena on July 7, 2018 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Christian Petersen/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)Nach seinen ersten sechs Monaten bei Jackson-Wink-MMA könnte Mike Perry kaum glücklicher sein.

Das polarisierende Weltergewicht brach in diesem Jahr seine Zelte in Florida ab, um ab sofort in Albuquerque, Neu-Mexiko zu trainieren. Das war zwei Monate vor UFC 226, wo er ursprünglich auf Yancy Medeiros hätte treffen sollen, bevor ein Mix aus Verletzungen und sonstigen Planänderungen dafür sorgte, dass ihm im Octagon am Ende Paul Felder gegenüberstand.

„Ich bin dorthin umgezogen, weil ich schon immer mal in einigen den besten Gyms der Welt trainieren wollte“, sagt Perry. „Ich kannte Jackson-Wink wegen des großartigen Jon „Bones“ Jones, und ich dachte mir, ‚wenn ich so sein will wie Jon „Bones“ Jones, dann können sie mir dort bestimmt ein paar seiner Tricks beibringen und ich kann lernen, wie ich die für mich nutze.“

„Dann bin ich da „Frank the Tank“ über den Weg gelaufen, das war eine Schicksalsbegegnung. Wir haben ziemlich gut (zusammengearbeitet), und nach den ersten zwei Monaten dort habe ich einen Kampf gegen einen sehr, sehr guten Kämpfer gewonnen, nämlich Paul Felder.“

„Frank the Tank“ heißt eigentlich Frank Lester und ist ein ehemaliger Teilnehmer bei The Ultimate Fighter. Die Abrissbirne aus dem Mittelgewicht wurde irgendwann zum Trainer, und Perry sah in ihm schnell einen Gleichgesinnten. Das Duo knüpfte über ihre gemeinsame Affinität zu Körperkunst, Schuhen und der Leidenschaft, Leuten so hart wie möglich ins Gesicht zu schlagen, postwendend eine Verbindung. Schon nach der kurzen Zeit, die die beiden bis dahin zusammen verbracht hatten, waren bei UFC 226 Verbesserungen in Perrys Herangehensweise an seine Kämpfe zu erkennen.

Der 27-jährige K.o.-Spezialist war mit zwei Niederlagen im Rücken in den Kampf gegangen. In dem aber zeigte er mehr Ruhe und Geduld als zuvor, wartete auf seine Gelegenheiten und ließ Felder zuerst ihn angreifen, anstatt ihn sofort mit Schwingern zu attackieren und zu versuchen, den Knockout zu erzwingen. Perry trat als verfeinerte Version seines alten, ultra-aggressiven, auf Kraft basierenden Selbst auf, das ihn im Laufe seiner ersten zwei Jahre im Kader der UFC zu einer Kultfigur hat werden lassen. Eines, von dem er hofft, dass es ihn in den nächsten Jahren auf luftige Höhen befördern wird.

„Wir sind beide ziemlich tätowiert und wir stehen auf schicke Schuhe“, sagt Perry über Lester“, aber er ist ein erwachsener Mann, der in den Krieg gezogen ist. In einen echten Krieg. Und danach im Kampfsport natürlich auch. Davon bekommt man eine mentale Einstellung zum Kämpfen, die ich nie lernen konnte, weil ich nicht beim Militär war, und er hat mir in dieser Richtung Dinge gezeigt und Geschichten erzählt. Seine Einstellung ist eine völlig andere. Er hat die Einstellung eines Killers. Und er kann gut Schlagpratzen halten.”

“Ich war immer auf der Suche nach jemandem, der ein bisschen ist wie ich. Einer, der das Wilde in mir versteht“, so Perry weiter, der im MMA-Sport eine 12-3-Bilanz hält und jeden bis auf einen seiner Siege durch K.o. holte. „Diese Einstellung kann man verlieren, wenn man gut lebt, gut isst, wenn man Fans hat und jeder sich freut, einen zu sehen. Man vergisst, dass man den Sport mit all diesem aufgestauten Ärger in sich angefangen hat. Man vergisst, warum man mit dem Kämpfen angefangen hat. Er erinnert mich an solche Dinge, und das hält mich auf der Spur.“

Nach einem starken ersten Auftritt seit seiner Begegnung mit Lester und dem Start seines Trainings beim Jackson-Wink-Team verspricht Perry eine noch bessere Leistung in seinem zweiten Kampf als Repräsentant seines neuen Teams. Der findet an diesem Wochenende statt, und zwar gegen einen Kämpfer, der Perrys neuem Team sehr nahesteht.

„Ich kann die ganzen Dinge, die wir im Kampf gegen Felder ausprobiert haben, mittlerweile viel besser und fühle mich mit ihnen viel wohler“, so Perry, der am Wochenende im Co-Hauptkampf der Jubiläumsshow der UFC anlässlich ihres 25. Geburtstages in Denver, Colorado auf Donald “Cowboy” Cerrone trifft. “Ich glaube nicht, dass “Cowboy” Cerrone sich so gut bewegen wird wie Felder, und dabei ist Felders gebrochener Arm schon eingerechnet, der ihn gezwungen hat, sich noch mehr zu bewegen.“

„Er hätte sich mir eher in der Mitte des Käfigs gestellt, um dort zu kämpfen, wenn er sich nicht seinen Arm an meinem Schädel gebrochen hätte – oder, anders gesagt: wenn mein Schädel nicht seinen Arm durchgebrochen hätte.“

Perry wollte diesen Kampf, und als er offiziell wurde, sorgte das für Irritationen beim renommierten Team in Albuquerque.

Nach Jahren, in denen Cerrone zum Training zwischen Jackson-Wink und seiner eigenhändig gebauten BMF Ranch im nahen Edgewood pendelte, verließ er nun kürzlich sein langjähriges Team. In den folgenden Wochen taten es ihm einige etablierte Mitglieder des Gyms gleich.

Für Perry indes ging es bei dem Kampf gegen Cerrone nicht darum, eine Spaltung innerhalb des Gyms zu verursachen und dort Katalysator für eine Reihe an Veränderungen zu werden. Eigentlich hatte er nur auf einen etablierten Veteranen angelegt, der auch noch einen aufregenden Kampfstil mitbringt, um auf dem Weg ins neue Jahr und darüber hinaus dessen Platz in der Rangliste einzunehmen.

„Er hat die ganze Aufmerksamkeit bekommen und jede Menge Fans, weil er hart gekämpft hat und im Laufe der Jahre ein paar großartige Schlachten abgeliefert hat, aber jetzt bin ich an der Reihe“, so Perry auf die Frage, warum er den Kampf gegen Cerrone haben wollte, der zusammen mit Georges St-Pierre und Michael Bisping mit 20 Octagon-Triumphen den Rekord die meisten Siege in der UFC hält. „Irgendwann muss das Zepter weitergegeben werden. Ich bin hier, um es aufzuheben, meinen Weg in Richtung Titel freizukämpfen und vielleicht ein paar Dinge zu tun, die bisher noch nie jemand geschafft hat.“

„Dazu gehört auch, dass in ein paar Jahren vielleicht ich derjenige mit den meisten Siegen in der Geschichte der UFC bin“, fährt er fort. „Ich habe in zwei Jahren fast zehn Kämpfe gemacht. Noch zwei Jahre weiter, und wir werden sehen, ob ich es auf 20 Siege oder so schaffe.“
 
 
 
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After 25 years of fighting it’s coming down to Saturday night! It’s gonna get CRAZY !!! LETS GO !!!!!

Ein Posting von Platinum Mike Perry (@platinummikeperry) am 6. November 2018

In den ersten zwei Jahren seiner UFC-Karriere hat Perry einen Terminkalender aufrechterhalten, der an Cerrone erinnert: acht Kämpfe in zwei Jahren. Und er zeigt keinerlei Anzeichen, in nächster Zeit auf die Bremse treten zu wollen. Aber ständig zu kämpfen und dem Rekord für die meisten Siege in der Geschichte der UFC näherzukommen sind zwei verschiedene Dinge. Perry ist sich sehr bewusst, dass eine Menge Arbeit vor ihm liegt, um aktiv zu bleiben und dabei noch regelmäßig Siege einzufahren.

„Ich muss einfach meinen Körper gesund halten, ich muss sicherstellen, dass ich körperlich in der Lage bin, meine Kraft auch an den Mann zu bringen und so zu kämpfen, wie ich kämpfen will“, sagt er. „Ich weiß nicht, wie sich mein Körper in drei Jahren anfühlen wird, aber ich gehe einfach davon aus, dass ich mich großartig fühlen werde. Ich werde jung, stark, gesund und hungrig sein. Ich muss nur hungrig bleiben.”

“Ich muss im Spiel bleiben“, so Perry weiter. „Ich muss diesen Kampf am Samstag gewinnen und den nächsten danach auch. Ich muss weiter planen und vernünftig trainieren; so, wie ich es mache, seit ich Frank getroffen habe und zu Jackson-Wink gegangen bin.“
LOS ANGELES, CA - AUGUST 03: (L-R) Opponents Donald 'Cowboy' Cerrone and Mike Perry face off during the UFC press conference inside the Orpheum Theater on August 3, 2018 in Los Angeles, California. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)Und genau das plant er, wenn er an diesem Wochenende gegen den „Cowboy“ ins Octagon steigt.

„Ich bringe am Samstagabend diese Fäuste hier gegen „Cowboy“ mit ins Octagon“, so Perry. „Diese Fäuste werden den Unterschied machen, und wenn er sein Kinn oben hat und es nicht nach links und rechts bewegt, dann halte ich mich von seinen Kicks fern und schaffe es danach in die Nahdistanz.“

„Dann bin ich da, ganz plötzlich, direkt vor ihm, mache ihn mit Ellbogen und Aufwärtshaken fertig, mit linken Haken und rechten Geraden, und er geht Schlafen.“

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