Mark Hunt verändert kämpfend die Welt

Wenn der Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Auckland, Neuseeland zwischen Mark Hunt und Derrick Lewis die Vorlage für einen Hollywoodfilm wäre, dann wäre das die Eröffnungsszene:

(AUFBLENDE)

Ein Veteran des Kampfsports sitzt in der Umkleidekabine, den Kopf gesenkt, die Faustschützer über die Hände gestreift. Im Hintergrund läuft auf einem Fernseher die TV-Übertragung, der aufgedrehte Kommentator spricht über den Hauptkampf der Veranstaltung.

Er spricht über den Lokalmatador – alt, selbst für ein Schwergewicht – und dessen Auftritt vor heimischem Publikum, der erste Kampf nach einer enttäuschenden Niederlage, ein Kampf gegen einen aufstrebenden Star, der sechsmal in Folge gewonnen und dabei fünf Gegner vorzeitig besiegt hat.

Der Kommentator fragt sich, ob der Lokalmatador am Ende seiner Karriere angelangt ist. Ob er nach 15 Jahren und mehr als 50 Kämpfen die Chance nutzen wird, sich vor seinen Freunden, seiner Familie und einem begeisterten Publikum in den Ruhestand zu verabschieden.


Die Sprechchöre der Zuschauer übertönen den Fernseher. Sie rufen ihren Helden herbei, schreien immer wieder seinen Namen, lauter und lauter.

Schließlich erhebt er sich und beginnt seinen Einlauf in die lärmende Halle, er zieht ein weiteres Mal in die Schlacht.

(ABBLENDE, SOUNDTRACK SETZT EIN, VORSPANN)

Diese Details – das Alter, die KO-Niederlage gegen Alistair Overeem, der gefährliche Gegner, die Frage nach dem Ruhestand – sind ein Teil der Geschichte, die den Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Auckland zwischen Mark Hunt und Derrick Lewis so spannend macht. Es sind auch Details, über die Hunt in der Vorbereitung auf sein Duell mit dem schlagkräftigen US-Amerikaner nachgedacht hat.

Kurz vor seinem 15. UFC-Kampf macht sich Hunt einige Gedanken – über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Der 43 Jahre alte Kampfsport-Superstar aus Neuseeland, der im K-1 und in der UFC Erfolge feierte, äußert sich allerdings nur sehr vage zu allem, was die Zukunft anbelangt.

„Ich glaube, das könnte mein letzter Vertrag sein, aber sicher weiß ich es nicht“, sagte Hunt über ein Thema, das genauso vielschichtig ist wie er selbst. „Ich halte immer noch mit den besten Kämpfern der Welt mit. Ich glaube nicht, dass ich nur wegen meines Alters aufhören sollte.“

„Das könnte einer meiner letzten Kämpfe in Neuseeland sein“, fügte Hunt hinzu. „Es könnte auch mein allerletzter Kampf sein. Letzten Endes lasse ich mir von niemandem vorschreiben, wann ich aufhöre. Ich höre zu meinen eigenen Bedingungen auf und wenn ich dazu bereit bin.“

„Das Gefühl beim Kämpfen ist mit nichts zu vergleichen“, sagte Hunt weiter. „Die Höhen und Tiefen – die Belastung des Körpers und des Geistes. Das ist ursprünglich. Ich liebe das Kämpfen noch immer.“



Bei seiner Liebe für das Kämpfen ging es nie um Siege oder Niederlagen. Der selbsternannte „alte Hase“ will den Menschen zeigen, dass man etwas erreichen kann, egal was einem am Anfang zur Verfügung steht.

„Das habe ich mehrfach bewiesen“, sagte Hunt, der schon viele Male von seiner harten Kindheit und Jugend erzählt hat, am eindrucksvollsten in seiner Autobiographie „Born to Fight“. „Es spielt keine Rolle, was Gott einem mit auf den Weg gegeben hat – man kann sich immer ändern.“

„Wenn man etwas ändern will, muss man hart arbeiten und genau das habe ich getan“, sagte Hunt weiter. „Man kann alles schaffen, alle Jungen und Mädchen können alles schaffen. Es muss nicht Kampfsport sein, es kann irgendetwas sein, man muss es nur finden. Was für ein Talent man auch hat, man muss es finden und einsetzen.“

„Ich finde das ziemlich toll“, sagte Hunt über seine Rolle als Vorbild. „Für mich ergibt das einen Sinn, dafür hat sich alles gelohnt. Es ging mir nie um Geld, sondern darum, zu helfen und etwas zurückzugeben. Es ist großartig, dass ich das tun kann, denn es liegt mir wirklich am Herzen.“

Ein höheres Ziel, eine höhere Mission zu verfolgen, erlaubt es Hunt, das Octagon völlig ohne Druck zu betreten – selbst an diesem Wochenende, wenn er in seine Heimat zurückkehrt.

„Es ist schon komisch, zuhause zu kämpfen und keinen Druck zu spüren“, sagte Hunt. „Ich fühle mich gesegnet, dass ich in meinem Alter noch kämpfen kann. Egal ob Sieg oder Niederlage, solange ich mein Bestes geben kann, bin ich stolz und glücklich. Das Ergebnis ist mir dann egal.“

„Die Welt ein kleines bisschen zum Positiven zu verändern, ist großartig“, sagte Hunt. „Ich verwandle Negatives in Positives und versuche dabei, anderen zu helfen.“

(ABSPANN)

Die „UFC Fight Night“ in Auckland, Neuseeland läuft in der Nacht zum 11. Juni live und exklusiv auf UFC FIGHT PASS.

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