Barboza macht einen Neuanfang


Während in New Jersey ein eisiger Dezember herrscht, sprach das Leichtgewicht Edson Barboza mit einem Lächeln im Gesicht über offene Türen, sonnige Himmel und das Leben im warmen Südflorida.

„Dort ist es gerade perfekt“, sagte Barboza, der nicht länger in Toms River, New Jersey mit Mark Henry, Ricardo Almeida und der Iron Army trainiert, sondern in Coconut Creek, Florida, der Heimat des American Top Teams.

Dem Weggang von seinem alten Gym waren keine Streitereien vorausgegangen – und auch die Niederlagen in seinen letzten beiden UFC-Kämpfen hatten damit nichts zu tun. Stattdessen ging es dabei nur um seine Familie, die 2019 noch einmal Zuwachs erhält.

„Am Wichtigsten ist mir, dass meine Familie glücklich ist“, sagte Barboza, der in der Nacht zum Sonntag bei der „UFC Fight Night“ in Milwaukee, Wisconsin gegen den aufstrebenden Neuseeländer Dan Hooker antritt. „Meine Frau ist schwanger, sie ist gerade in der 26. Woche. Meine Familie freut sich wirklich sehr über den Umzug und das ist mir am Wichtigsten.“

Natürlich schadet es nicht, in der Nähe eines Weltklasseteams mit hochkarätigen Trainern und Trainingspartnern zu wohnen.

„Ich freue mich sehr, in Florida und beim ATT zu sein“, sagte der 32 Jahre alte Brasilianer, der ursprünglich in Jupiter, Florida lebte, bevor er nach New Jersey zog. „Alles ist neu und anders und mir gefällt das.“

„Ich wohne fünf Minuten vom Gym entfernt und trainiere daher sehr viel“, fügte er hinzu. „Ich liebe die Trainer und die Sportler. Sie alle helfen mir enorm. Das macht mich sehr glücklich, denn ich fühle mich jeden Tag besser.“

Seit Jahren steht Barboza in der Top 10 der Leichtgewichtsklasse, er hat den ehemaligen Weltmeister Anthony Pettis sowie Veteranen wie Gilbert Melendez, Paul Felder und Evan Dunham geschlagen. Doch um den Gürtel hat er bisher noch nicht gekämpft.

Im Laufe seiner 19 Kämpfe umfassenden Karriere in der UFC hatte er schon die eine oder andere Gelegenheit, sich eine Titelchance zu verdienen. Doch vor seinem Auftritt in Milwaukee steht er an einem Scheideweg. Vor einem Jahr unterlag er dem heutigen Weltmeister Khabib Nurmagomedov einstimmig nach Punkten, im April verlor er zuhause in New Jersey gegen Kevin Lee.

Barboza sah gegen Lee stellenweise gar nicht schlecht aus und er hatte ein paar Möglichkeiten, den Kampf zu seinen Gunsten zu beenden. Doch letzten Endes konnte er sie nicht nutzen und Lee erzwang in der fünften Runde den Kampfabbruch.

„Der Kampf am Wochenende ist der wichtigste Kampf meiner Karriere“, sagte Barboza, dessen Gegner zuletzt viermal in Folge vorzeitig gewann. „Ich zeige immer unterhaltsame Kämpfe, aber mit den Ergebnissen bin ich nicht zufrieden. Ich will meine Kämpfe gewinnen.“

„Ich bin bereit, wieder zu gewinnen“, fügte Barboza hinzu. „Ich muss niemand anderem etwas beweisen, aber ich muss mir selbst beweisen, dass ich es noch drauf habe. Ich muss diesen Kampf unbedingt gewinnen. Ich habe hart trainiert und bin gut vorbereitet.“

Samstagnacht wird sich zeigen, welche Änderungen und Anpassungen er seit seinem Wechsel zum American Top Team vorgenommen hat und wo sich sein Platz in der stark besetzten Leichtgewichtsklasse befindet.

Gehört er noch immer in die Top 5, weil er lediglich gegen einen späteren Weltmeister und einen Titelkandidaten verloren hat? Oder wird er den Rest seiner Karriere damit verbringen, aufstrebenden Leichtgewichten als letzte Hürde vor dem Titelgeschehen zu dienen?

„Dan Hooker ist ein großartiger Kämpfer“, sagte Barboza. „Er will seine Fähigkeiten gegen die besten Kämpfer der Welt auf die Probe stellen. Er will sich gegen die Besten der Welt beweisen – und das finde ich super, denn ich weiß, dass ich einer der Besten der Welt bin.“

„Ich weiß, dass ich in dieser Gewichtsklasse jeden schlagen kann“, fügte er hinzu. „Ich habe das Gefühl, dass ich gerade kurz vor einem Neuanfang stehe. Das wird mein 20. Kampf in der UFC und bisher bin ich immer gegen die Besten der Welt angetreten.“

Obwohl er gegen einen Gegner kämpft, der derzeit einen großartigen Lauf hat und obwohl mittlerweile einige an ihm zweifeln, ist Barboza vor der „UFC Fight Night“ in Milwaukee entspannt. Er freut sich einfach auf die Gelegenheit, in die Erfolgsspur zurückkehren zu können.

Ein Sieg ist immer sein Ziel, aber er setzt sich wegen seiner Negativserie nicht selbst unter Druck, sondern konzentriert sich auf die bevorstehende Aufgabe: einen unterhaltsamen Kampf zu zeigen, aus dem er als Sieger hervorgeht.

„Es ist schon witzig, ich habe zwar angekündigt, dass ich diesen Kampf gewinnen will und dass ich mich beweisen will, aber ich spüre keinen Druck“, sagte Barboza. „Ich werde mein Bestes geben und diesen Kampf gewinnen. Ich spüre keinen Druck von meinem Team oder von anderen Menschen – und auch nicht von mir selbst. Ich weiß, dass ich mein Bestes geben werde.“

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