Bisping und GSP lassen die Fetzen fliegen

A view of the stage during the UFC 217 news conference inside T-Mobile Arena on October 6, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)
Der Countdown zu UFC 217 hat offiziell begonnen.

Vor sieben Monaten kündigten Michael Bisping und Georges St-Pierre an, dass sie irgendwann in diesem Jahr um den Weltmeistertitel im Mittelgewicht kämpfen werden. Vor UFC 216 kamen sie nach Las Vegas, um ihr Duell bei UFC 217 im Madison Square Garden in New York City zu bewerben, welches in der Nacht zum 5. November stattfindet.

(L-R) Opponents <a href='../fighter/cody-garbrandt'>Cody Garbrandt</a> and <a href='../fighter/TJ-Dillashaw'>TJ Dillashaw</a> face off during the UFC 217 news conference inside T-Mobile Arena on October 6, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC)Erneut saßen sie links und rechts von UFC-Präsident Dana White – der Weltmeister im Mittelgewicht und der zurückkehrende Ex-Weltmeister im Weltergewicht waren jedoch von vier weiteren Kämpferinnen und Kämpfern flankiert: von Joanna Jedrzejczyk und Rose Namajunas, die um den Weltmeistertitel im Strohgewicht antreten werden sowie von den ehemaligen Teamkollegen Cody Garbrandt und TJ Dillashaw, die den Weltmeistertitel im Bantamgewicht zum Ziel haben.

Es überrascht nicht, dass Bisping am meisten Zeit mit dem Mikrofon in der Hand verbrachte und St-Pierre schon mal verbal attackierte, um ihre Rivalität weiter anzuheizen.

„Er wirkt wie der größte Georges St-Pierre, den wir je gesehen habe, aber er ist trotzdem noch der kleinste Gegner, gegen den ich je gekämpft habe“, sagte der redefreudige Brite. „Im Halbschwergewicht hatte ich eine Bilanz von 15-0, im Mittelgewicht bin ich Weltmeister und er ist nur ein aufgeblasenes Weltergewicht.“

Als St-Pierre jahrelang die Weltergewichtsklasse dominierte, war lediglich ein Kampf gegen den früheren Mittelgewichtskönig Anderson Silva im Gespräch, der jedoch nie zustande kam. Es stellte sich daher die Frage, wieso St-Pierre nun als Mittelgewicht und nicht als Weltergewicht zurückkehrt.

UFC strawweight champion Joanna Jedrzejczyk of Poland walks onto the stage during the UFC 217 news conference inside T-Mobile Arena on October 6, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC)Der ruhige Kanadier beantwortete die Frage in gewohnter Art und Weise, wie er sie schon unzählige Male beantwortet hatte, aber Bisping war damit nicht zufrieden und lieferte selbst eine Erklärung ab.

„Er will nur gegen mich kämpfen, gegen sonst niemanden“, sagte Bisping über St-Pierres Wechsel ins Mittelgewicht. „Er denkt, er könne mich zu Boden bringen und dort kontrollieren. Er hat nicht die Eier, um gegen jemand zu kämpfen, von dem er denkt, er könne ihn nicht schlagen – wie Anderson Silva zum Beispiel.“

„Mir wurde der Kampf gegen Anderson Silva erst nach meinem Kampf gegen Johny Hendricks offiziell angeboten“, erklärte St-Pierre, der zuletzt zwölfmal in Folge gewann. „Dana rief mich an und fragte, ob ich gegen Anderson Silva kämpfen wolle, aber ich wollte damals gegen gar niemanden kämpfen.“

„Wenn ich eine Gewichtsklasse nach oben wechsle, muss ich Masse aufbauen und meinen Körper auf die neue Herausforderung vorbereiten“, sagte St-Pierre weiter. „Ich bereite mich seit über sechs Monaten auf den Kampf gegen Bisping vor. Ich habe etwas Gewicht zugenommen und fühle mich gut, ich fühle mich wie ein echtes Mittelgewicht. Ich bin bereit.“

Weniger als einen Monat vor ihrem Kampf standen sie zum letzten Mal vor UFC 217 gemeinsam auf einer Bühne. Beide nutzten die Gelegenheit, um den Fans und Journalisten mitzuteilen, wie es ausgehen wird.

„Ich werde dich verhauen, Georges, und dann wirst du wieder zurücktreten“, sagte Bisping und tadelte den früheren Weltmeister anschließend, weil er ein schlechtes Beispiel für die Kinder abgeben würde. „Er meinte, wenn er nicht gewinnt, dann wird er zurücktreten. Liebe Kinder, hört mir zu. Das Sprichwort lautet: ‚Wirf die Flinte nicht gleich ins Korn!‘ – und nicht ‚Wirf die Flinte ins Korn und laufe heulend davon!‘ Daher sitze ich hier mit einem Gürtel und er nicht.“

(L-R) Opponents Michael Bisping and Georges St-Pierre face off during the UFC 217 news conference inside T-Mobile Arena on October 6, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)„Er wird am 4. November verlieren“, antwortete St-Pierre. „Er wird mich nicht besiegen, davon bin ich überzeugt. Ich garantiere es euch. Wasser ist nass, Feuer ist heiß und ich werde Michael Bisping bezwingen.“

Zwar spielten Garbrandt und Dillashaw während der Bisping-Show nur die zweite Geige, doch auch sie ließen keine Gelegenheit aus, ein bisschen zu sticheln – wie etwa Garbrandt, der wieder einmal über Dillashaws Teamwechsel herzog.

„Du meinst wohl, du bist von Gym zu Gym getingelt?“, fragte der Weltmeister im Bantamgewicht seinen Herausforderer, nachdem dieser erzählte, was er nach „TUF 25“ gemacht hat. „Du hast Colorado verlassen. Jetzt bist du wieder in Kalifornien. Du bist wie eine Prostituierte, die von Straßenecke zu Straßenecke tingelt.“

„Wenigstens lerne ich neue Dinge“, konterte Dillashaw, der noch ein Mitglied von Team Alpha Male in Sacramento war, als der ungeschlagene Garbrandt sich dort vor einigen Jahren anschloss.

Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen verhielten sich die Frauen freundlich. Namajunas wusste die netten Worte, die Jedrzejczyk für sie übrig hatte, zu schätzen und sprach über ihre Weiterentwicklung als Kämpferin. „Joanna Champion“ erzählte von ihren Zielen und der Konkurrenzsituation im Strohgewicht.

„Ich habe schon alle Strohgewichte besiegt, das wird mein neunter Kampf in der UFC“, so Jedrzejczyk. „Ich arbeite hart und harte Arbeit macht sich bezahlt. Darum bin ich hier, darum werde ich im Madison Square Garden kämpfen.“

„Sie ist sehr raffiniert, sehr trickreich“, sagte sie über Namajunas. „Wir alle wissen, dass sie im Jiu-Jitsu spitze ist, aber ich bin nur eine Standkämpferin. Ich trainiere mit dem Besten der Welt, Gezery Matuda, dem BJJ-Weltmeister. Ich bin auf alles vorbereitet, aber niemand ist auf mich vorbereitet.“

„Ich weiß die netten Worte der Weltmeisterin zu schätzen, das bedeutet mir viel“, antwortete Namajunas, die sich ihre Titelchance im April mit einem Aufgabesieg über Michelle Waterson verdiente. „Ich fühle mich geehrt, hier zu sein und allen Menschen meine Fähigkeiten zeigen zu können.“

„Jeder nimmt an, dass ich mentale Probleme hätte oder meint, dass ich noch genügend Zeit hätte, mich zu entwickeln, aber ich bin hier, um zu beweisen, dass ich immer stärker und stärker werde“, so Namajunas. „Mit jeder Erfahrung werde ich selbstsicherer und mein Siegeswille wird größer und größer.“

Noch sind es knapp vier Wochen bis UFC 217, aber die Kämpferinnen und Kämpfer haben schon mal die Zündschnur für das Feuerwerk angezündet, das sie in der Nacht zum 5. November im Octagon abbrennen werden.

Samstag, Dezember 30
10PM/7PM
ETPT
Las Vegas, Nevada

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