Blachowicz prophezeit anderes Ergebnis

WINNIPEG, CANADA - DECEMBER 15: <a href='../fighter/Jan-Blachowicz'>Jan Blachowicz</a> of Poland poses on the scale during the <a href='../event/UFC-Silva-vs-Irvin'>UFC Fight Night </a>weigh-in on December 15, 2017 in Winnipeg, Canada. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)
Es war nicht der Rückkampf, den Jan Blachowicz erwartet hatte, aber die Aussicht, seine Niederlage gegen Jimi Manuwa vergessen zu machen, freut ihn umso mehr. Samstagabend stellt er sich dem Lokalmatador bei der „UFC Fight Night“ in London, England.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte Blachowicz, der Manuwa im Mai 2015 bei der „UFC Fight Night“ in Krakow einstimmig nach Punkten unterlag. „Ich will gegen jeden kämpfen, der mich mal besiegt hat. Daher freue ich mich auf den Kampf gegen Jimi. Ich bin mittlerweile ein völlig anderer Kämpfer, aber er ist das genauso – daher können sich die Fans auf einen besseren Kampf freuen.“

Zum Zeitpunkt ihres ersten Duells hatte Blachowicz sechs Kämpfe in Folge gewonnen und dabei Ilir Latifi in seinem UFC-Debüt ausgeknockt. Manuwa wollte hingegen nach der ersten Niederlage seiner Karriere in die Erfolgsspur zurückkehren und reiste dafür in die Heimat des Polen. Manuwa siegte einstimmig nach Punkten. Blachowicz ist somit immerhin der einzige Kämpfer, den Manuwa nicht vorzeitig bezwingen konnte.

„Der Druck liegt ganz bei ihm“, sagte Blachowicz, der diesmal auf feindlichem Gebiet antritt. „Mir ist egal, wen er ausgeknockt hat, denn gegen mich ist ihm das nicht gelungen.“

Aber hat Manuwa die härtesten Schläge, die er je gespürt hat?

„Im MMA-Sport? Vielleicht“, sagte Blachowicz. „Aber ich habe mit Boxern und Kickboxern trainiert, die besser sind als er. Natürlich habe ich seine Schläge gespürt, aber ich wurde schon von Sportlern getroffen, die deutlich härter zuhauen.“

Die Niederlage gegen Manuwa war der Auftakt einer Negativserie, während der Blachowicz nur einen von fünf Kämpfen gewann. In den zwei Jahren fragte sich der Pole, ob er es je an die Spitze der Halbschwergewichtsklasse schaffen würde. Aber zuletzt zeigte er mit seinen Siegen über Devin Clark und Jared Cannonier, dass er nach wie vor zu den besten Halbschwergewichten der Welt gehört. Mit einem Sieg über Manuwa, die aktuelle Nummer 4 der Rangliste, wären sämtliche Zweifel beseitigt.

„Ich habe das Team gewechselt“, erklärte Blachowicz seinen Aufschwung. „Ich bin zu meinem alten Trainer zurückgekehrt. Als ich mit ihm trainierte, habe ich alles gewonnen. In meinen letzten beiden Kämpfen hat man den Unterschied gesehen. Ich fühlte mich gut. Seit ich wieder mit ihm trainiere, habe ich zwei Kämpfe gewonnen. Ich bin wieder bei meinem alten Mentor gelandet.“

War sein Trainer Robert Jocz genauso froh, wieder mit ihm arbeiten zu können?

WINNIPEG, CANADA - DECEMBER 16: (L-R) Jan Blachowicz of Poland punches Jared Cannonier in their light heavyweight bout during the UFC Fight Night event at Bell MTS Place on December 16, 2017 in Winnipeg, Manitoba, Canada. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)„Ja, natürlich“, sagte Blachowicz. „Wir haben hier in Polen ein wirklich gutes Gym, ich denke, sogar eines der Besten in Europa. Er ist glücklich, ich bin glücklich, alle in unserem Gym sind glücklich.“

Die Rückkehr zu Jocz spielte sicherlich eine große Rolle, aber für seinen Aufschwung fällt mir noch eine andere Theorie ein: Nachdem er endlich mit dem dritten Teil seines Lieblingsvideospiels „The Witcher“ fertig ist, hat er wieder mehr Zeit, um zu trainieren.

„Vielleicht“, sagte Blachowicz mit einem Lachen. „Ich spiele nicht mehr, sondern bin wieder im wahren Leben angekommen Aber der Hexer ist ein Monsterkiller und für mich ist Jimi ein Monster und ich muss ihn – nicht killen, aber zumindest besiegen.“

Was fasziniert Blachowicz an dem Hexer Geralt von Riva, der von Andrzej Sapkowski geschaffen und in Büchern und Videospielen verewigt wurde?

„In den USA gibt es Spiderman und Superman“, sagte er. „In Polen haben wir den Hexer. Er ist der beste Superheld aller Zeiten. Die Bücher sind großartig, das Videospiel ist gerade das Beste der Welt und sogar Netflix dreht eine Serie über ihn. Er ist einer meiner Lieblingshelden aus sämtlichen Büchern und Videospielen.“

Samstagabend muss Blachowicz die Fähigkeiten eines Superhelden an den Tag legen, um Manuwa vor heimischer Kulisse in London zu besiegen. Wenn ihm das gelingt, steht ihm ein interessantes Jahr 2018 bevor, auch wenn er darüber noch nicht nachdenken will.

„Zu allererst muss ich diesen Kampf gewinnen und nach diesem Kampf sehen wir weiter“, sagte Blachowicz. „Ich konzentriere mich gerade nur auf Jimi – keine Ahnung, was danach kommt. Vielleicht ja sogar eine Titelchance.“

Oder vielleicht ein neues „Witcher“-Spiel?

„Vielleicht geben sie mir ja eine Schauspielrolle in der Serie“, sagte er mit einem Lachen.

Das Hauptprogramm und das Vorprogramm der „UFC Fight Night“ in London, England laufen am 17. März live auf ranFIGHTING.de und auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, Oktober 6
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