Neues von Paige VanZant

Das vergangene Jahr war für Paige VanZant definitiv ein interessantes, wenn auch nicht auf die Art und Weise, wie sie es sich erhofft hätte.

Im Januar 2018 stand sie zum letzten Mal im Octagon, bei der „UFC Fight Night“ in St. Louis verlor sie gegen Jessica-Rose Clark einstimmig nach Punkten. Sie verlor aber nicht nur den Kampf, sondern auch Zeit. In der ersten Runde brach sie sich den Arm und musste sich daraufhin mehrere Operationen unterziehen. Samstagnacht kämpft sie nach einem Jahr Verletzungspause bei der „UFC Fight Night“ in Brooklyn gegen Rachael Ostovich.

2018 war aber nur aus sportlicher und gesundheitlicher Sicht verkorkst, denn in diesem Jahr veröffentlichte VanZant auch ihr populäres Buch „Rise: Surviving the Fight of My Life“ und sie heiratete ihren Verlobten, den Profikämpfer Austin Vanderford.

Nach den schönen Momenten in ihrem Privatleben kann sie es nun nicht erwarten, ins Octagon zurückzukehren und auch dort wieder schöne Momente zu erleben.

UFC: In deinem letzten Kampf hast du dir ziemlich früh den Arm gebrochen, aber trotzdem weitergemacht – das ist schon ziemlich beeindruckend.

PVZ: Ja, ich habe sofort gemerkt, dass mein Arm gebrochen war. Ich habe das auch meinen Trainern erzählt. Ich habe eine hohe Schmerztoleranz, aber es tat schon ziemlich weh. Doch ich wollte unbedingt gewinnen, daher habe ich weitergekämpft.

UFC: Du wurdest operiert und wir dachten alle, du würdest schnell zurückkehren. Was ist dann passiert?
 
 
 
 
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PVZ: Ich musste zweimal operiert werden, denn die erste OP schlug fehl. Aus irgendeinem Grund ist mein Arm nicht richtig zusammengewachsen. Daher hatte ich sechs Monate lang einen Riss in meinem Arm. Der war sechs Monate lang gebrochen und heilte einfach nicht. Daher musste ich ein zweites Mal operiert werden und diese OP war viel invasiver. Die eingesetzte Platte reicht fast von meinem Ellenbogen bis zu meinem Handgelenk und stabilisiert nun meinen Arm. Die mussten Knochenspan aus meiner Hüfte abtragen und in meinem Arm einpflanzen, um die Knochenheilung zu unterstützen. Jetzt geht es mir viel besser. Die zweite OP hat funktioniert. Meinem Arm geht es besser und ich darf wieder kämpfen.

UFC: Fühlt es sich nun normal an, wenn du trainierst?

PVZ: Ja. Jetzt wo der Bruch verheilt ist, merke ich deutlich den Unterschied. Ich kann so hart schlagen wie früher, ohne dass mir etwas wehtut. Mein Arm ist wieder fast wie vorher.

UFC: Du hast zwar nicht gekämpft, warst 2018 aber trotzdem fleißig. Du hast unter anderem ein Buch veröffentlicht und geheiratet. Wie fandst du die Auszeit vom MMA-Sport?

PVZ: Es war furchtbar. Ich weiß, dass die Ärzte sich fragten, ob ich vielleicht zu früh ins Training eingestiegen bin, vielleicht habe ich den Heilungsprozess beeinträchtigt, weil ich mich zu viel bewegt habe. Nach der zweiten OP haben sie mir daher absolute Ruhe verordnet. Ich durfte nicht mal joggen. Ich durfte überhaupt nichts tun, dabei hatte ich gedacht, nach einer solchen OP dürfte ich zumindest ein bisschen was tun. Ich konnte wirklich nichts tun, das war sehr hart für mich. Ich war deprimiert. Ich habe viel gegessen. Aber jetzt fühle ich mich viel besser. Das Warten hat sich gelohnt, meine Geduld hat sich gelohnt, denn ich darf jetzt hier in New York kämpfen.

UFC: Willst du 2019 dann verlorene Zeit nachholen?

PVZ: Oh ja, 2019 habe ich viel vor. Hoffentlich verletze ich mich nicht. Ich will sehr aktiv sein und hoffentlich mindestens zwei oder drei Kämpfe bestreiten.

UFC: Deine Gegnerin, Rachael Ostovich, musste zuletzt einige private Probleme bewältigen und du warst einer der ersten Menschen, der ihr öffentlich Mut zugesprochen hat.

PVZ: Ja, ich bin jemand, der gerne den Mund aufmacht. Manchmal fällt es Frauen schwer, sich Gehör zu verschaffen. Natürlich fand ich es gut, dass der Kampf trotzdem stattfinden konnte, denn ich freute mich sehr auf meine Rückkehr. Aber es braucht definitiv viel Mut, um sich über bedeutende Ereignisse hinwegzusetzen, egal ob sie emotionaler, physischer oder mentaler Natur sind. Es ist schwer, mit so etwas zurecht zu kommen. Aber es ist noch schwerer, das öffentlich zu tun. Sie konnte das nicht verstecken oder innerhalb ihrer Familie bewältigen. Das stand alles ziemlich schnell im Internet, so ist das heutzutage. Ich freue mich, wenn ich hin und wieder meine Stimme erheben kann.

UFC: Wo siehst du in diesem Kampf deine Vorteile und was kann deine Gegnerin besonders gut?

PVZ: Wir sind beide sehr zäh und das wird sich in diesem Kampf bemerkbar machen. Ich muss im Kampf herausfinden, wo ich einen Vorteil habe und diesen dann nutzen. Ich muss alles, was ich im letzten Jahr gelernt und geändert habe, einsetzen. Ich denke, die Menschen werden von mir geschockt sein, denn ich bin eine brandneue Kämpferin. Ich habe versucht, meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln und werde viel reifer kämpfen und nicht mehr einfach nur drauflos kämpfen.

UFC: Wenn dich Samstagnacht jemand zum ersten Mal kämpfen sieht, was wird ihm dann auffallen?

PVZ: Es heißt, dass ich eine zähe Kämpferin wäre. Ich liebe den offenen Schlagabtausch. Ich versuche immer, meine Gegnerin zu verhauen und sie in einen echten Kampf zu verwickeln. Samstagnacht werde ich genauso beharrlich und entschlossen kämpfen wie immer, aber viel technischer.

UFC: Wenn du dir aussuchen könntest, wie der Kampf verlaufen wird, wie wird er dann enden?

PVZ: Ich bin eine sehr vielseitige Kämpferin, ich komme in allen Bereichen klar. Deswegen habe ich schon nach Punkten, durch Aufgabe, Knockout und TKO gewonnen. Mir ist egal, wie der Kampf verläuft. Ich werde einfach versuchen, ihn vorzeitig zu gewinnen.

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Samstag, April 20
St Petersburg, Russia

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