Weltmeister gegen Weltmeister: Eine UFC-Geschichte

Vor GSP vs. Carlos Condit gab es bereits mehrere Duelle zwischen zwei Weltmeistern.
Wenn Georges St. Pierre und Carlos Condit nächsten Monat bei UFC 154 aufeinander treffen, werden zum ersten Mal seit über zwei Jahren zwei Sportler mit einem Weltmeistergürtel um ihre Hüften zum Octagon marschieren.

Ihr Kampf um den unangefochtenen Weltmeistertitel im Weltergewicht wird 2013 von einem ähnlichen Duell in der Bantamgewichtsklasse gefolgt. Der Interimsweltmeister Renan Barao entschied sich dazu, geduldig auf die Rückkehr von Dominick Cruz zu warten, dem verletzten Bantamgewichtsweltmeister, der aufgrund eines Kreuzbandrisses seit dem Frühjahr pausieren muss.

Mit diesen beiden „Weltmeister gegen Weltmeister“-Kämpfen vor uns, dachten wir, es wäre der richtige Zeitpunkt, um einmal auf die bisherigen „Weltmeister gegen Weltmeister“-Kämpfe in der UFC zurückzublicken.

Tito Ortiz vs. Randy Couture – UFC 44 (26. September 2003)


Das Duell zwischen diesen beiden späteren Mitgliedern der UFC-Ruhmeshalle war ein Titelvereinigungskampf im Halbschwergewicht.

Couture ging als Interimsweltmeister in den Kampf, nachdem er drei Monate zuvor aus der ersten seiner drei Schlachten gegen Chuck Liddell als Sieger hervorgegangen war. Ortiz war seit April 2000 der Weltmeister gewesen. Er hatte seinen Titel fünf Mal in Folge verteidigt, ehe er nach seinem Sieg über Ken Shamrock bei UFC 40 eine Pause einlegte.

Was auf dem Papier wie eine ziemlich ausgeglichene Paarung aussah, entwickelte sich im Octagon zu einer sehr einseitigen Angelegenheit. Der einstimmige Punktsieg ging mit 50-44, 50-44 und 50-45 an Couture.

„The Natural“ hat Ortiz im wahrsten Sinne des Wortes den Hintern versohlt: Er demütigte den „Huntington Beach Bad Boy“ in den letzten Sekunden ihres Kampfes mit einigen Klapsen auf dessen Po.

Quinton „Rampage“ Jackson vs. Dan Henderson – UFC 75 (8. September 2007)


Henderson kehrte als PRIDE-Titelträger im Weltergewicht (bis 83 Kilogramm) und Mittelgewicht (bis 93 Kilogramm) zur UFC zurück und traf direkt auf den Weltmeister im Halbschwergewicht, Jackson, der sich den Gürtel vier Monate zuvor bei UFC 71 erkämpft hatte.

In einem unterhaltsamen und ausgeglichenen Duell etablierte sich „Rampage“ als das beste Halbschwergewicht der Welt, indem er Henderson einstimmig nach Punkten besiegte. Jackson verlor den Gürtel in seinem nächsten Kampf bei UFC 86 an Forrest Griffin, während Henderson eine Gewichtsklasse nach unten wechselte und einen weiteren Titelvereinigungskampf bestritt.

Anderson Silva vs. Dan Henderson – UFC 82 (1. März 2008)


Sechs Monate nach der Niederlage gegen Jackson stand Henderson erneut einem Weltmeister gegenüber. Diesmal setzte er seinen Weltergewichtstitel von PRIDE gegen Silvas Mittelgewichtstitel aufs Spiel.

Silva hatte seinen Gürtel damals erst zweimal verteidigt, und viele glaubten, Henderson hätte den richtigen Stil, um den brasilianischen Thaiboxspezialisten zu entthronen. Henderson kontrollierte Silva in der ersten Runde auf dem Boden und saß in der Half Guard, während Silva aus der Rücklage darauf aus war, Hendersons Arme festzuhalten.

In der zweiten Runde zeigte Silva, warum er das beste Mittelgewicht der Welt ist, als er Henderson zehn Sekunden vor dem Ringgong mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe zwang. Für Silva war es der fünfte Sieg in Folge in der UFC (seit dem Sieg über Stephan Bonnar bei UFC 153 sind es 16), für Henderson war es seine zweite Niederlage in einem Weltmeisterschaftskampf in Folge seit seiner Rückkehr aus Japan.

Matt Serra vs. Georges St. Pierre II – UFC 83 (19. April 2008)

Nachdem er den Titel bei UFC 69 an Matt Serra verlor, gewann St. Pierre den Interimstitel bei UFC 79 mit seinem zweiten Sieg über Matt Hughes, da Serra aufgrund einer Verletzung ausgefallen war und seinen Titel nicht verteidigen konnte.

Vier Monate später marschierte Serra in feindliches Gebiet im Bell Centre in Montreal, Quebec, wo er gegen den kanadischen Superstar zum Rückkampf antrat. Zur großen Freude der Zuschauer war ihr zweites Aufeinandertreffen genauso einseitig wie ihr erstes, diesmal aber zugunsten von St. Pierre, der Serra zwei Runden lang dominierte und anschließend stoppte.

Nach dem Kampf begruben die beiden Rivalen das Kriegsbeil. St. Pierre hat seinen Weltergewichtstitel seitdem sechs Mal hintereinander verteidigt, darunter auch gegen einen anderen Weltmeister.

Georges St. Pierre vs. BJ Penn – UFC 94 (31. Januar 2009)

Zu der Zeit war BJ Penn der Leichtgewichtsweltmeister, in seinem letzten Kampf hatte er den früheren Weltmeister Sean Sherk bei UFC 84 als Häufchen Elend zurückgelassen. Dennoch war der stolze Hawaiianer noch immer wegen seiner geteilten Punktniederlage gegen St. Pierre bei UFC 58 frustriert, und so traten die beiden Titelträger im ersten Kampf zwischen zwei Weltmeistern unterschiedlicher Gewichtsklassen gegeneinander an.

Der zweite Kampf verlief überhaupt nicht wie der erste. Duell Nummer eins war eine enge Angelegenheit, über die die Fans heute noch diskutieren. Duell Nummer zwei war eine dominante Vorstellung von St. Pierre, der Penn zwanzig Minuten lang auf dem Boden zusetzte, ehe die Ecke des Leichtgewichtsweltmeisters den Kampf nach der vierten Runde abbrach.

Brock Lesnar vs. Frank Mir II – UFC 100 (11. Juli 2009)

Frank Mir hieß Brock Lesnar bei UFC 81 im Octagon Willkommen – es war ein schmerzhafter Empfang, denn der frühere „NCAA Division I“-Landesmeister im Ringen musste in der ersten Runde in einem Kniehebel aufgeben. Im Laufe der nächsten Monate gewannen beide einen Titel.

Nach einem Triumph über Heath Herring durfte Lesnar den Rückkehrer Randy Couture bei UFC 91 herausfordern und krönte sich mit einem TKO-Sieg in der ersten Runde zum neuen Schwergewichtsweltmeister. Währenddessen ebnete Frank Mir mit dem Gewinn des Interimstitels gegen Antonio Rodrigo „Minotauro“ Nogueira den Weg für ihren epischen Rückkampf.

Das Titelduell wurde die Hauptattraktion von UFC 100, und der größte Kampf bei der größten Veranstaltung in der Geschichte der UFC hielt, was er sprach. Lesnar revanchierte sich für seine erste Niederlage mit einer souveränen Leistung und stoppte Mir in der zweiten Runde.

Brock Lesnar vs. Shane Carwin – UFC 166 (3. Juli 2010)

Nach seinem Sieg über Mir sollte Lesnar seinen Titel gegen Shane Carwin verteidigen, erst bei UFC 106, dann bei UFC 108. Beide Male musste Lesnar aufgrund einer mysteriösen Krankheit absagen, die sich später als Divertikulitis herausstellte.

Da der Weltmeister pausieren musste, demolierte Carwin stattdessen Lesnars Erzfeind Frank mir bei UFC 111, um Interimsweltmeister zu werden. Der immer noch angeschlagene Lesnar gratulierte ihm im Octagon – ihr Kampf stand wieder.

Die beiden Monster betraten schließlich bei UFC 116, fast ein Jahr nach Lesnars Kampf gegen Mir, das Octagon. Carwin dominierte die erste Runde, er setzte Lesnar so schwer zu, dass viele schon an einen neuen Weltmeister glaubten. Aber der Kampf ging weiter, und als die zweite Runde begann, war Carwin so erschöpft, dass es Lesnar ein Leichtes war, in auf den Boden zu bringen und einen Arm Triangle Choke anzusetzen, mit dem er seinen Titel zum ersten und einzigen Mal erfolgreich verteidigte.
Sonntag, Oktober 26
3AM
CEST
Rio de Janeiro, Brazil

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