Als ich zum ersten Mal gegen ihn kämpfte, wusste ich, dass ich ihn schlagen konnte, und ich wollte ihn schlagen. Es lief dann anders, aber jetzt habe ich die Chance auf Vergeltung. Darauf bin ich schon sehr gespannt, soviel ist sicher.“ - Dominick Cruz

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Dominick Cruz vor seiner ersten Amtshandlung als Bantamgewichtskönig

Als ich zum ersten Mal gegen ihn kämpfte, wusste ich, dass ich ihn schlagen konnte, und ich wollte ihn schlagen. Es lief dann anders, aber jetzt habe ich die Chance auf Vergeltung. Darauf bin ich schon sehr gespannt, soviel ist sicher.“ - Dominick Cruz

Der Legende nach fing diese ganze Rivalität zwischen Dominick Cruz und Urijah Faber, die am 2. Juli im Hauptkampf von UFC 132 in Las Vegas ein und für allemal geklärt wird, nicht am 24. März 2007 an – der Nacht, in der Faber seine Federgewichtskrone von World Extreme Cagefighting in nur 98 Sekunden mit einem Aufgabesieg gegen Cruz verteidigte. Tatsächlich fing sie zu Beginn dieser März-Woche an, als Cruz seine Unterschrift auf dem Veranstaltungsplakat auf Fabers Gesicht setzte.

Nach diesem Kampf setzte Faber seinen Aufstieg zum Aushängeschild von WEC fort, verlor seinen Titel, wechselte ins Bantamgewicht und kämpfte sich in der UFC wieder bis an die Spitze vor. Cruz wechselte früher als er ins Bantamgewicht, wurde ein WEC-Star und gewann den Bantamgewichtstitel der Organisation. Letzten Dezember wurde er der erste Weltmeister der UFC in der Gewichtsklasse unter 61,2 Kilogramm.

In den vergangenen vier Jahren ist viel geschehen, aber die Gefühle, die die beiden Kämpfer für einander hegen, haben sich nicht verändert. Also Dominick Cruz, Bantamgewichtsweltmeister der UFC, bevor Du Deinen Rückkampf gegen Faber bestreitest, wirst Du wieder auf Fabers Gesicht unterschreiben, um der guten alten Zeiten Willen?

„Die haben jetzt tatsächlich eine Regel aufgestellt, dass man das nicht mehr tun darf“, sagt er lachend. „Das bekommt man jetzt gesagt, bevor man die Poster unterzeichnet. Ich schreibe mir das Entstehen dieser Regel zu und denke, dass sie wegen mir aufgestellt wurde, deswegen werde ich nicht auf seinem Gesicht unterschreiben. Ich hasse den Typen nicht. Ich denke einfach, dass er ein Scheißkerl ist. Ich wünsche ihm nichts Böses. Ich will ihn einfach besiegen und beweisen, dass ich besser bin. So einfach ist das.“

Die Geschichte von Cruz, der sich für die einzige Niederlage in seiner Kampfbilanz von 17-1 rächen und das Gespenst des „California Kids“ aus seinem Kopf verjagen will, ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Er gibt bereitwillig zu, dass er vier Jahre lange über die Niederlage und den Mann, der sie ihm zufügte, nachdenken musste.

„Das hat eine ganze Weile an mir genagt“, sagt Cruz, der im Bantamgewicht noch ungeschlagen ist. „Ich denke seit vier Jahren ständig an diesen Kampf. Als ich zum ersten Mal gegen ihn kämpfte, wusste ich, dass ich ihn schlagen konnte, und ich wollte ihn schlagen. Es lief dann anders, aber jetzt habe ich die Chance auf Vergeltung. Darauf bin ich schon sehr gespannt, soviel ist sicher.“

Was die Sache noch besser macht, ist die Tatsache, dass er es vor der ganzen Welt im Hauptkampf der wohl größten Veranstaltung des Sommers tun wird. So macht man auf sich aufmerksam.

„Ich erwarte nie etwas, aber ich habe wirklich darauf gehofft“, sagt er über seinen ersten Kampf in der UFC. „Ich hatte darauf gehofft, dass wir einen Hauptkampf bestreiten würden oder dass wir als Trainer bei The Ultimate Fighter fungieren würden. Ich bin also ein glücklicher Mensch.“

Solch ein hoher Platz im Programm bringt natürlich auch große Verantwortung mit sich, und Cruz und Faber mussten in den vergangenen Wochen einen Medienmarathon absolvieren. Von dem „Dominator“ bekommt man allerdings keine Beschwerden zu hören. Er genießt den Rummel und sagt ganz einfach: „Ich akzeptiere die Herausforderung und liebe sie.“

Vielleicht weil es seine Chance ist, sich auf der größten Bühne der Kampfsportwelt hervorzutun. Natürlich ist er auch von seinen WEC-Kämpfen bekannt, bei denen dreimal ein Titel auf dem Spiel stand, aber jetzt ist er in der UFC, wo die Uhren etwas anders ticken. Und er trifft auf Faber, der jahrelang der unangefochtene König der leichteren Gewichtsklassen war und wahrscheinlich immer noch der bekannteste Kämpfer aus diesem Bereich ist. Nun kann sich Cruz den Massen vorstellen, und wenn diese Massen ihn sehen, werden sie voraussichtlich unmittelbar von seinem ungewöhnlichen, aber brillant effektiven Standkampfstil und seiner Beinarbeit begeistert sein.

„Das habe ich mir alles die letzten Jahre über erarbeitet“, sagt der 26 Jahre alte Kalifornier aus San Diego. „Wenn sich jemand die Mühe macht und meinen Kampf gegen Charlie Valencia ansieht, meinen ersten Bantamgewichtskampf nach der Niederlage gegen Urijah, kann man sehen, wie sich mein Kampfstil seit damals entwickelt hat. Er hat sich über die Jahre hinweg definitiv verändert. Ich konzentriere mich darauf, mich mit jedem Kampf zu verbessern und in jedem Kampf etwas Neues zu zeigen. Genau das verblüfft die Menschen. Bei mir gleicht kein Kampf dem anderen.“

Im Bantamgewicht hatte Cruz eine Kampfbilanz von 3-0, als er im Jahr 2009 Fabers Teamkollegen Joseph Benavidez überraschend besiegte. Im Jahr 2010 gelang ihm der Durchbruch, indem er Brian Bowles in der zweiten Runde stoppte und den WEC-Titel gewann, ehe er ihn mit einem Punktsieg im Rückkampf gegen Benavidez verteidigte und danach auch Scott Jorgensen schlug. Seine letzten beiden Kämpfe waren für Cruz enorm wichtig, da er bewies, dass er problemlos fünf harte Runden lang seinen Kampfstil durchziehen kann. Faber hat drei Titelkämpfe über die vollen Distanz von fünf Runden bestritten, aber zwei davon verloren – gegen Mike Brown und Jose Aldo.

„Ich weiß, dass ich fünf Runden lang kämpfen kann, und ich weiß, dass ich es sehr schnell und in einem fast unvergleichlichen Tempo tun kann“, sagt Cruz. „Ich denke, dass das ein großer Grund ist, weswegen ich diesen Kampf an mich reißen werde, denn in meinem ersten Kampf hatte ich noch nicht so viel Erfahrung. Jetzt habe ich an einigen großen Veranstaltungen teilgenommen, ich bin einige Male im Hauptkampf gestanden und ich habe einige fünf Runden lange Schlachten bestritten. Ich weiß, was ich tun muss und ich weiß, wie ich die ganze Zeit über ruhig bleiben kann. Das wird am Samstag einen großen Unterschied ausmachen.“

Aber was diesen Kampf wirklich spannend macht, ist die Tatsache, dass das Selbstbewusstsein beider Kämpfer unerschütterlich ist. Seht euch ihre bisherigen Kämpfe an und ihr werdet es merken. Im Fall von Cruz kommt sein Selbstbewusstsein von seiner Arbeit mit dem Team Alliance in San Diego. Nennt ihn bloß nicht großspurig.

„Mein Wissen über das, was ich während meiner Vorbereitung auf den Kampf durchgemacht habe, verleiht mir mein Selbstbewusstsein“, erklärt Cruz. „Meine Trainingslanger sind unglaublich fordernd. Tief in meinem Herzen weiß ich, dass keiner meiner Gegner so hart trainiert hat wie ich. Vielleicht trainieren sie genauso hart, aber es ist unvorstellbar, dass sie härter trainieren. Das gibt mir viel Selbstvertrauen. Und die Tatsache, dass ich in einem fünf Runden langen Kampf nicht erschöpft werde, gibt mir noch mehr Selbstvertrauen, denn meiner Meinung nach ist es so: Wenn ich nicht müde werde, werde ich nicht besiegt. Das hat nichts mit Angeberei zu tun. Ich kenne die Fähigkeiten des Gegners, gegen den ich kämpfen werde. Ich weiß, was er drauf hat. Aber die Dinge, die ich während meines Trainingslagers tue, bereiten mich auf alles vor, was meine Gegner machen könnten. Darin habe ich viel Vertrauen, und das ist weit von Angeberei entfernt.“

Wenn man ihn direkt darauf anspricht, lobt er Faber sogar. Er weiß, dass er es am Samstagabend nicht leicht haben wird, aber ist etwas, das es Wert ist, dass man darum kämpft, jemals leicht? Nicht nach der Meinung von Dominick Cruz.

„Wenn jemand schon so viele Kämpfe hatte wie Faber, weiß man, dass er eine Bedrohung darstellt“, sagt der Weltmeister. „Er gehört zu den besten Kämpfern in dieser Gewichtsklasse. Die Dinge, die er im MMA-Sport bislang erreicht hat, geben ihm das Recht auf einen Titelkampf. Im Endeffekt freue ich mich darauf, gegen jemanden zu kämpfen, der an der Spitze dieser Gewichtsklasse steht, denn ich will gegen die Besten der Welt kämpfen. Darüber hinaus kann ich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen und denjenigen besiegen, der mir meine einzige Niederlage zugefügt hat. Es gibt viele Menschen, die sich eine solche Situation, wie die, in der ich gerade bin, höchstens erhoffen können. Ich freue mich darauf, den Menschen zu zeigen, was ich alles drauf habe.“

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