Johnson arbeitet an seinem Vermächtnis

LOS ANGELES, CA - AUGUST 02: UFC flyweight champion <a href='../fighter/Demetrious-Johnson'>Demetrious Johnson</a> interacts with media during the UFC 227 <a href='../event/Ultimate-Brazil'>Ultimate </a>Media Day at Sheraton Grand Los Angeles on August 2, 2018 in Los Angeles, California. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)
Demetrious Johnson hat keine Probleme damit, dass er Samstagnacht bei UFC 227 in Los Angeles zum zweiten Mal gegen Henry Cejudo kämpfen muss. Seiner Ansicht nach ist das der Preis seines Erfolges.

„Wenn man ein dominanter Champion ist, kommt es früher oder später zu Rückkämpfen“, sagte der erste und einzige Weltmeister im Fliegengewicht, der seit 2012 elf erfolgreiche Titelverteidigungen bestritt.

Wieso sollte er auch einen Rückkampf gegen den Olympiasieger von 2008 ablehnen? Schließlich stoppte er den amerikanischen Ringer im April 2016 in weniger als drei Minuten. Ein Blick in seine Bilanz zeigt zudem, dass Johnson in Rückkämpfen bärenstark auftritt.

Ian McCall
Erster Kampf: Unentschieden
Zweiter Kampf: einstimmiger Punktsieg für Johnson

Joseph Benavidez
Erster Kampf: geteilter Punktsieg für Johnson
Zweiter Kampf: Knockout-Sieg in der ersten Runde für Johnson

John Dodson
Erster Kampf: einstimmiger Punktsieg für Johnson
Zweiter Kampf: noch dominanterer einstimmiger Punktsieg für Johnson

Alles spricht für Johnson und gegen Cejudo, zumal der Titelverteidiger viel Größeres im Sinn hat als sein Herausforderer.

„Jeder Kampf ist bedeutender als der vorherige“, sagte Johnson. „Viele Weltmeister gewinnen den Gürtel, verteidigen ihn zweimal und verlieren ihn dann. Ich habe meinen Gürtel elfmal hintereinander verteidigt – das ist noch niemandem in der UFC gelungen. Jetzt peile ich meine zwölfte Titelverteidigung an, in einem Rückkampf gegen einen großartigen Gegner, der in der Fliegengewichtsklasse auf dem ersten Rang geführt wird. Ich habe mir vorgenommen, ihn schnell aus dem Weg zu räumen.“

Bei manchen Kämpfern würde das klischeehaft klingen, aber Johnson hat seinen Worten bisher immer Taten folgen lassen. Aufgrund dieser Beständigkeit betrachten ihn viele als den besten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Daher musste er seit der ersten Begegnung mit Cejudo auch nicht viel verändern.

„Mein Training ist im Prinzip gleichgeblieben“, sagte der langjährige Schützling von Matt Hume und Brad Kertson. „Beim Kampfsport geht es darum, der beste Kämpfer zu werden, der man sein kann und dann seine Strategie umzusetzen und die Fähigkeiten zu zeigen, die man im Gym gelernt hat. Das ist immer so.“

„Ich blühe in meinem Umfeld auf, weil ich jemand bin, der schnell und viel lernt“, fügte Johnson hinzu. „Ich wuchs dort auf, ich fühle mich dort wohl, ich habe meine Familie während der Vorbereitung bei mir. Das bedeutet mir sehr viel.“

Wer nun denkt, der 31 Jahre alte US-Amerikaner aus Parkland, Washington habe sich in all den Jahren nicht verändert – hat Recht. Er liebt noch immer Videospiele, genießt neben dem Training die Zeit mit seiner Familie und überzeugt im Octagon mit Leistungen, anstatt im Vorfeld mit Sprüchen. So wie immer.

„Ich habe in einer Lagerhalle gearbeitet und dann führte eines zum anderen und ich übertraf meine Erwartungen“, sagte Johnson. „Ich bin immer dankbar und werde weiter hart arbeiten und neue Rekorde aufstellen. Im Gym sage ich mir immer, ich müsste so trainieren, als sei ich pleite. Wir trainieren, als hätten wir alle kein Geld auf der Bank und müssten kämpfen, um unsere Kinder zu ernähren. Mit dieser Einstellung gehe ich an mein Training und meine Kämpfe heran. Und bisher hat das funktioniert.“

Das ist eine Übertreibung. Wenn ihr wissen wollt, wie gut er wirklich ist, müsst ihr einfach nur seinen ersten Kampf gegen damals ungeschlagenen Cejudo ansehen.

„Das war nur ein Kampf von vielen“, sagte Johnson. „Er konnte mich zu Boden bringen, ich stand wieder auf, fixierte ihn im Thaiclinch, traf ihn an der Leber und besiegte ihn.“

Das dauerte weniger als drei Minuten. Johnson hat schon viele Weltklassesportler wie Amateure aussehen lassen, die garantiert schon mal Champion gewesen wären, wenn es ihn nicht geben würde. Aber es gibt ihn – und so schnell geht er auch nicht weg. Das sind schlechte Neuigkeiten für die Federgewichtsklasse.

„Ich kämpfe seit 13 Jahren und bin in meiner Gewichtsklasse gegen die Besten der Besten angetreten“, sagte Johnson. „Ich habe Cejudo schon besiegt und bin in Rückkämpfen immer besonders gut, weil ich schon weiß, was mein Gegner kann. Ich weiß, wie er sich bewegt, wie schnell er ist und dass ich ihn besiegen kann. Wenn ich jemanden schon besiegt habe, dann weiß ich einfach, dass ich das noch einmal schaffen kann.“

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