Die Evolution des Demian Maia

Er ist einer der besten Bodenkämpfer der Welt. Doch Demian Maia weiß, dass man in mehr als nur einer Disziplin hervorragend sein muss, um es in der UFC bis an die Spitze zu schaffen. In letzter Zeit hat er deswegen verstärkt an seinen Fähigkeiten im Standkampf gearbeitet. Das Ergebnis will er am 4. Dezember beim Ultimate Fighter 12 Finale präsentieren.
Als Demian Maia im Oktober 2007 in die UFC kam, war er zweifacher Weltmeister im brasilianischen Jiu-Jitsu, dreimaliger Gewinner des World Cups, mehrfacher Staats- und Landesmeister und Sieger der prestigeträchtigen ADCC Bodenkampfweltmeisterschaft. Maia ist nicht nur ein Schwarzgurt, er lässt andere Schwarzgurte wie Weißgurte aussehen. Seine erstklassigen Fähigkeiten auf der Matte setzte der 33 Jahre alte Brasilianer auch im Octagon erfolgreich um: Maia gewann seine ersten fünf Kämpfe durch Aufgabe und bekam dafür viermal den Bonus für den „Aufgabegriff des Abends“.

Währenddessen feilte er mit seinem Freund Wanderlei Silva, einem der am meisten gefürchteten Standkämpfer in der Geschichte des Sports, an seinen Fähigkeiten im Boxen und Muay Thai. Im Kampf gegen Nate Marquardt, im August 2009 bei UFC 102, wollte Maia zeigen, wie sehr er sich im Stand weiterentwickelt hatte. Doch dazu sollte es nicht kommen: Marquardt konterte Maias ersten Kick mit einer krachenden Gerade, die diesen schlafen schickte. Maias erste Niederlage als Profi, und das nach nur 21 Sekunden.

„Nach diesem Kampf unterhielt ich mich mit Minotauro Nogueira, und wir entschieden uns, gemeinsam in Kuba zu trainieren“, erinnert sich Maia. „Aber dann konnte er doch nicht gehen, und so schlug er mir vor, nach Bahia zu fliegen und im Champion Gym von Luiz Dorea zu trainieren. Das Training dort war großartig. Ich habe nicht nur meine Fähigkeiten im Boxen, sondern auch meine anderen Fähigkeiten verbessern können. Dort konnte ich mich mehr meinem Training widmen als in Sao Paulo, wo ich noch andere Verpflichtungen habe. In Bahia drehte sich alles nur um Training, Essen, Erholung und dann wieder Training. “

Der Erfolg dieser Arbeit machte sich im Februar dieses Jahres bemerkbar. Gegen Dan Miller, ebenfalls ein BJJ-Schwarzgurt und auch ein sehr guter Ringer, führte Maia den Kampf im Stand und gewann einstimmig nach Punkten. Seine Kombinationen waren flüssiger, seine Meidbewegungen effektiver und seine Beinarbeit leichtfüßiger. Dieser Sieg bescherte Maia im April einen Mittelgewichtstitelkampf gegen den dominanten UFC Champion Anderson Silva. Auch wenn es noch nicht für einen Mann seines Kalibers reichte, hielt Maia immerhin fünf Runden durch. Ein weiterer einstimmiger Punktsieg über seinen Landsmann Mario Miranda bei UFC 118 im August führt Maia nun am 4. Dezember zum Ultimate Fighter 12 Finale. Dort trifft er auf den fast zwei Meter großen Hawaiianer Kendall Grove, den Gewinner von The Ultimate Fighter 3.

„Über Kendall Grove kann ich nur Gutes sagen“, erzählt Maia. „Seine Verteidigung gegen Takedowns ist gut, seine Fähigkeiten im Stand und auf dem Boden sind gut. Wegen seiner Größe trainierte ich mit dem 1,94 Meter großen Antonio Peinado und dem zwei Meter großen Edinaldo Oliveira – um die Probleme nachzuahmen, die mir Grove bereiten kann.“

„Ich nehme meine Arbeit sehr ernst und bin sehr gewissenhaft“, fährt Maia fort. „Ich weiß, dass ich das Privileg besitze, für eine Organisation kämpfen zu dürfen, in der viele andere Kämpfer gerne kämpfen würden. In der UFC zu sein ist für viele ein Traum. Als ich verpflichtet wurde, wusste ich das sehr zu schätzen. Ich kann das tun, was ich liebe und ich nehme meine Arbeit nicht auf die leichte Schulter. Ich versuche, von den besten Trainern zu lernen und bin stets mit ganzem Herzen bei der Sache. Wir kämpfen für die Fans, deswegen versuche ich, sie mit meinen Leistungen zu erfreuen. So einfach ist das.“

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