Dillashaw: Ich werde ihn plattmachen



Kaum hatte Henry Cejudo den langjährigen König der Fliegengewichtsklasse, Demetrious Johnson, bei UFC 227 entthront, da nahm er auch den Weltmeister der Bantamgewichtsklasse ins Visier. Er forderte noch im Octagon den Sieger des Titelduells heraus, das nur wenige Momente später stattfand. Und das war TJ Dillashaw, der seinen Gürtel gegen seinen Rivalen Cody Garbrandt verteidigte.

Ursprünglich sollte Cejudo ins Bantamgewicht wechseln und Dillashaw herausfordern, doch dann wurde entschieden, dass Dillashaw ins Fliegengewicht wechselt und Cejudo herausfordert. Damit hat Dillashaw nach Conor McGregor, Daniel Cormier und Amanda Nunes die Chance, der vierte Doppel-Champion der UFC-Geschichte zu werden.

In der Fight Week vor der „UFC Fight Night“ in Brooklyn, wo Samstagnacht der Superfight zwischen Dillashaw und Cejudo stattfindet, sprachen wir mit dem Weltmeister im Bantamgewicht über Cejudo und über sein Vermächtnis.

UFC: Danke, dass du dir die Zeit für uns genommen hast. Wie oft hat man dich in dieser Woche schon nach deinem Gewicht gefragt?

TJ: Diese Frage wird als erstes und am häufigen gestellt. Ich fühle mich großartig. Ich bin sehr fokussiert. Ich habe das Gewichtslimit bald erreicht. Ich bin bereit, loszulegen.

UFC: In der Vergangenheit hat es in der UFC schon drei Doppel-Champions gegeben, aber du wärst der erste Kämpfer, der eine Gewichtsklasse nach unten wechselt und dort den Titel holt.

TJ: Wenn es bei meinem UFC-Debüt schon eine Fliegengewichtsklasse gegeben hätte, dann wäre ich wahrscheinlich dort angetreten. Ich gehöre nicht zu den größten Bantamgewichten, ich musste hart arbeiten, um mich dort zu etablieren – genauso hart, wie ich jetzt arbeiten musste, um das Gewichtslimit für das Fliegengewicht zu schaffen. Im Laufe der Jahre habe ich einige Kilogramm zugenommen. Jetzt habe ich zwölf Wochen damit verbracht, dieses Gewicht wieder zu verlieren.

UFC: Musstest du dein Training anpassen, um deine Power und Schnelligkeit nicht zu verlieren?

TJ: Es klingt verrückt, aber an dem Samstag, bevor ich nach New York geflogen bin, habe ich einen Blick auf meine persönlichen Bestwerte im Kraftbereich geworfen. Ich bin stärker als nach meinem letzten Trainingslager – dabei bin ich leichter. Meine Kraft und meine Power sind also auf einem guten Niveau. Die Power misst man über das Verhältnis von Kraft und Gewicht und das ist bei mir wirklich unglaublich. Ich fühle mich großartig.

UFC: Du und Henry Cejudo habt beide bei UFC 227 gekämpft. Seid ihr euch da auch direkt begegnet?

TJ: Henry Cejudo hat mich ja herausgefordert. Er wollte gegen mich kämpfen, er wollte im Bantamgewicht gegen mich kämpfen. Damit hatte ich kein Problem, aber dann hat er gekniffen. Er hatte Angst, ins Bantamgewicht zu wechseln. Daher wechsle ich nun ins Fliegengewicht und nehme ihm seinen Gürtel ab. Ich freue mich sehr, dass ich dazu die Chance habe.



UFC: Was denkst du, warum wollte er nicht mehr im Bantamgewicht kämpfen? Glaubst du, du bist nun mental im Vorteil?


TJ: Zu 100 Prozent. Er hat Angst, gegen mich zu kämpfen. Daher sagte er immer, er wolle nicht, dass ich das Gewichtslimit schaffe. Er spricht nur darüber, ob ich das Gewichtslimit verpasse oder nicht. Die beten, dass ich das Gewichtslimit verpasse, denn die wissen, dass ich ihn plattmachen werde.

UFC: In welchem kämpferischen Bereich siehst du dich im Vorteil? Nach deinem letzten Kampf gegen Cody Garbrandt hast du gesagt, du hättest gerne mehr von deinen Fähigkeiten auf dem Boden gezeigt. Willst du das jetzt nachholen?

TJ: Das werden wir herausfinden müssen. Ich habe mit Philipe Della Monica von Gracie Barra sehr intensiv Jiu-Jitsu trainiert und warte schon lange darauf, das endlich zeigen zu können. Ich habe mir den Hintern aufgerissen. Natürlich will ich den Kampf vorzeitig beenden. Aber zunächst muss er im Stand an mir vorbei, gegen einen Bang-Muay-Thai-Kämpfer ist das sehr schwer. Dank dieser tödlichen Kombination werde ich den Kampf vorzeitig beenden, ich weiß nur noch nicht wie.

UFC: Henry Cejudo ist Olympia-Sieger im Ringen, schüchtert dich das ein?

TJ: Das ist ein völlig anderer Sport. Ich habe großen Respekt davor, dass er unser Land repräsentiert und eine Goldmedaille gewonnen hat. Aber das ist ein völlig anderer Sport. Wir ringen nicht. Das Ringen im Octagon und das Ringen auf der Matte sind nicht miteinander zu vergleichen und das werde ich beweisen.

UFC: In Brooklyn kämpft auch Donald „Cowboy“ Cerrone, der vor kurzem erstmals Vater wurde. Nach seinem letzten Kampf sagte er, er wüsste nun endlich, wofür er kämpfe. War das bei dir genauso?

TJ: Ich habe immer gekämpft, um der Beste zu sein. Ich verdiene mein Geld damit und ich weiß, warum ich dieses Geld verdiene. Ich habe mein Geld gespart, weil ich will, dass meine Familie mal ein gutes Leben hat. Als Kämpfer hat mich das Vatersein aber nicht verändert. Ich wollte schon immer der Beste sein und ich will diesen Sport als der Beste aller Zeiten verlassen. Ich habe nie eine zusätzliche Motivation gebraucht.

UFC: Du sprichst öfters über dein Vermächtnis und hast gerade wieder betont, dass du der Beste aller Zeiten werden willst. Wie willst du das schaffen?

TJ: Ich will Rekorde brechen. Ich will der erste UFC-Kämpfer werden, der drei Weltmeistertitel gewinnt. Um als der Beste aller Zeiten angesehen zu werden, muss man besondere Dinge leisten. Und das werde ich.

Watch Past Fights

Samstag, April 20
St Petersburg, Russia

Multimedia

Kürzlich
Take a sneak peek behind the scenes of UFC 235: Jones vs Smith.
05.03.2019
Derrick Lewis earned a Performance of the Night bonus with a knockout victory over Marcin Tybura at Fight Night Austin last year. Lewis faces former heavyweight champion Junior Dos Santos in the main event of Fight Night Wichita on March 9.
05.03.2019
Take a slow-motion trip through some of the highlights from UFC 235 this past weekend featuring Jon Jones, Kamaru Usman and more.
04.03.2019
Watch Jon Jones backstage after his victory at UFC 235.
02.03.2019