Alvarez kämpft am besten nach Instinkt


Eddie Alvarez, der ehemalige Weltmeister im Leichtgewicht, kann seinen Auftritt bei UFC 218 in Detroit nicht mehr erwarten.

„Es soll endlich Samstag sein, verdammt“, sagt Alvarez, der in der Nacht zum 3. Dezember im Hauptprogramm der Veranstaltung gegen den unbesiegten Justin Gaethje kämpft.

Alvarez meint, der Sieger ihres Duells könne getrost als der „brutalste Kämpfer in der UFC“ bezeichnet werden. Betrachtet man ihre Kampfstile und ihre bisherigen Erfolge fällt es schwer, dem Mann aus Philadelphia zu widersprechen.

Bevor Alvarez in die UFC kam, trat er mehr als ein Jahrzehnt lang in allen Teilen der Welt an und bestritt dabei etliche denkwürdige Duelle. So erarbeitete er sich den Ruf, einer der zähesten und härtesten Kämpfer im Leichtgewicht zu sein.

In seiner bisherigen Karriere hat Gaethje bewiesen, dass er aus demselben Holz geschnitzt ist. Die Fans lieben ihn für seine Bereitschaft, sich freiwillig und rücksichtslos in gefährliche Situationen zu begeben, nur um einen unterhaltsamen Kampf zu zeigen – selbst wenn er dafür angeklingelt und niedergeschlagen wird. Sein Risiko hat sich aber bislang immer gelohnt, denn noch hat es niemand geschafft, Gaethje zu besiegen. Als er Michael Johnson im Juli in seinem UFC-Debüt stoppte, feierte er seinen 18. Sieg als Profi. Selbstredend ist ihr Duell ein Kandidat für den „Kampf des Jahres“.

Alvarez freut sich darauf, mit jemandem wie Gaethje im Octagon zu stehen.

„Diese Art von Gegner lässt mich emotional werden – und ich kämpfe gut, wenn ich nach Instinkt kämpfe und ein bisschen emotional bin“, sagt Alvarez, der Gaethje bereits als Trainer bei „The Ultimate Fighter 26“ gegenüberstand. „Ich mache diesen Sport seit fünfzehn Jahren. Ich bin schon so lange dabei, dass es mir vor einem Kampf schwerfällt, emotional zu werden. Wenn mir also jemand gegenübersteht, der das Tier in mir weckt und mich emotional trifft, dann hilft mir das.“

„Ich habe die Champions aus allen möglichen Organisationen weltweit besiegt“, fügt er hinzu. „Von Strikeforce über UFC bis zu Bellator und WEC – ich habe alle Champions besiegt. Gaethje war der König einer anderen Organisation, daher konnte ich ihn mir nie schnappen. Es kam nie ein Kampf zustande. Ich habe in meiner Karriere schon einige Champions besiegt. Er ist als nächstes an der Reihe.“

Eddie Alvarez (left) takes on Justin Gaethje on the main card of UFC 218 on Saturday Dieser Kampf gibt Alvarez die Gelegenheit, die Uhr ein bisschen zurückzudrehen. Er will wieder wie früher kämpfen und zu dem Kämpfer werden, der den Weltmeistertitel im Leichtgewicht gewonnen hat – zu dem Kämpfer, der sich den Spitznamen „Underground King“ verdiente.

„Ich habe neulich ein uraltes UFC-Poster gesehen, darauf stand: ‚Das blutigste und barbarischste Event auf der Erde‘“, sagt Alvarez. „Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber ich will wieder mehr Härte zeigen. Die Menschen sollen sich auf meine Kämpfe freuen, das war schon immer mein Ziel.“

„Ich will mich aber auch weiterentwickeln – und Kämpfe wie dieser bringen das Beste aus mir heraus, denn es geht nicht nur darum, wer besser ringen oder boxen kann“, fügt Alvarez hinzu. „Es wird eine spirituelle Schlacht und ich denke, damit kann man die Fans emotional packen. Ich freue mich darauf und ich hoffe, die Fans freuen sich ebenso.“

Siebzehn Monate sind vergangen, seit Alvarez das Octagon zum letzten Mal als Sieger verließ, und etwas mehr als zwölf Monate, seit er seinen Weltmeistertitel bei UFC 205 an Conor McGrevor verlor. Im Mai dieses Jahres lieferte er sich mit Dustin Poirier einen aufregenden Kampf, der nach neun Minuten kontrovers und ohne Wertung endete.

Nach den Dreharbeiten zu „TUF 26“ konzentrierte sich der 34 Jahre alte US-Amerikaner auf sein Duell mit Gaethje und auf eine spektakuläre Rückkehr ins Octagon, die alle Menschen daran erinnern wird, wieso er viele Jahre als einer der unterhaltsamsten Kämpfer der Welt galt.

Im Octagon zeigte er keine schlechten Leistungen, schließlich besiegte er den ehemaligen Titelherausforderer Gilbert Melendez und die ehemaligen Weltmeister Anthony Pettis und Rafael Dos Anjos. Aber er bedauert, dass er nicht so wild und entschlossen kämpfte wie der alte Eddie Alvarez.

„Der Kampf am Samstag bedeutet mir alles“, sagt Alvarez. „Ich werde loslegen wie die Feuerwehr. Ich werde den Kampf genießen und die Ergebnisse werden für sich selbst sprechen. Ich habe in den letzten drei bis vier Monaten unglaublich hart gearbeitet. Jetzt will ich endlich kämpfen. Ich will, dass es endlich Samstag ist.“

Und damit ist er nicht der Einzige.

Das Hauptprogramm von UFC 218 in Detroit läuft in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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