Alexander Volkov löst das Struve-Rätsel


Es gibt einfachere Wege, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten als mit Kampfsport – selbst für Menschen, die zwei Meter groß sind und ihn seit ihrer Kindheit trainieren.

Alexander Volkov hat vor sechs Jahren an der Technischen Universität Moskau seinen Abschluss in Ingenieurswesen gemacht – und auch wenn das mit Sicherheit keine leichte Arbeit ist, würde sie zumindest seinen Körper weniger strapazieren. Volkov war das egal. Er war ein Kämpfer und er machte sich keine Gedanken darüber, falls jemand eine andere Meinung hatte.

„Ingenieuren wird beigebracht, für ihre Handlungen die persönliche Verantwortung zu übernehmen und schwere Entscheidungen zu treffen“, sagt Volkov. „Ich habe eine Entscheidung getroffen und meine Familie hat sie akzeptiert.“

Als Volkov seinen Abschluss machte, war es schon zu spät. 2011 hatte der Russe bereits eine Profibilanz von 9-3 und er hatte sich in Europa einen Namen gemacht. Am Ende des Jahres hatte er fünf weitere Siege erzielte und zwei Monate später besiegte er Ricco Rodriguez, einen ehemaligen UFC-Weltmeister im Schwergewicht.

Samstagabend steht Volkov bei der „UFC Fight Night“ in Rotterdam zum ersten Mal im Hauptkampf einer Veranstaltung der UFC und trifft dort auf den Lokalmatador Stefan Struve – eine völlig neue Erfahrung für „Drago“, dessen Kampfname einen offensichtlichen Ursprung hat.

„Ich habe diesen Spitznamen bekommen, weil ich der Figur Drago aus dem Film Rocky IV ähnlich sehe – oder eher Dolph Lundgren, der den Ivan Drago spielte“, sagt er.

Im Gegensatz zu dem fiktionalen russischen Zerstörer, dem der Anblick seines eigenen Blutes zu schaffen machte, hat der 28 Jahre alte Volkov bisher alle Höhen und Tiefen seiner Kampfsportkarriere bravourös gemeistert. In der Schwergewichtsklasse der UFC stehen ihm alle Türen offen, vor allem, wenn er Samstagabend gegen Struve gewinnt.

„Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Titelkampf“, sagt Volkov über einen möglichen Sieg gegen Struve, die Nummer 8 im Schwergewicht. Volkov ist aktuell nach Siegen über Timothy Johnson und Roy Nelson die Nummer 7 und weiß, dass noch ein großes Stück Arbeit vor ihm liegt.


„Ich habe erst zwei Konkurrenten besiegt – ich muss noch einige mehr besiegen“, sagt er.

Wenn er am Samstagabend ins Octagon steigt, steht Volkov erstmals einem Gegner gegenüber, zu dem er aufschauen muss, denn Struve ist mehr als zehn Zentimeter größer als er. In der Vorbereitung hat er die nötigen Anpassungen vorgenommen, um auch diese Herausforderung zu meistern.

„Ich habe nur mit großen Jungs Sparring gemacht“, sagt er. „Wenn man gegen größere Gegner kämpft, muss man sich anders verhalten. Es ist schwieriger, die Distanz zu wahren.“

Der Mann mit dem Ingenieursabschluss weiß, wie man Probleme angeht und für sie eine Lösung findet. Samstagabend will er im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Rotterdam das bisher kniffligste Rätsel seiner Karriere lösen.

„Die MMA-Fans verdienen es, eine großartige Show zu sehen“, sagt er. „Ich werde mein Bestes geben, um ihnen das zu ermöglichen.“

Das Hauptprogramm der „UFC Fight Night“ in Rotterdam läuft am 2. September live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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