Gaethje will es Vick heimzahlen

LOS ANGELES, CA - AUGUST 03:  (L-R) Opponents Justin Gaethje and James Vick face off during the UFC press conference inside the Orpheum Theater on August 3, 2018 in Los Angeles, California. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)Samstagnacht trifft Justin „The Highlight“ Gaethje im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Lincoln, Nebraska auf James Vick. Die beiden Leichtgewichte wechselten bereits im Vorfeld unschöne Worte in den sozialen Medien und beschimpften sich auch bei der „25 Jahre UFC“-Pressekonferenz. Seitdem weiß jeder, dass uns ein brisantes Duell erwartet.

Wir sprachen vorab mit Gaethje über seine Vorbereitung auf UFC Lincoln, Ringen, Wortgefechte mit Vick, den mentalen Aspekt des Kämpfen und was er Samstagnacht im Octagon zeigen wird.

UFC: Es ist endlich Fight Week! Bist du bereit für den Kampf?

Gaethje: Ich fühle mich großartig. Schon am Anfang der Karriere lernt man, mit der Aufregung vor einem Kampf zurechtzukommen. Ich bereite mich zwölf Wochen lang vor und gebe jeden Tag alles. Ich wünschte, man könnte das alles überspringen und direkt zum Kampf übergehen, aber das funktioniert leider nicht.

UFC: Du hast in der Vorbereitung auch ein paar Tage im UFC Performance Institute verbracht. Wie war das für dich?

Gaethje: Ich war zum ersten Mal dort, gleich eine Woche lang. Es war großartig. Ich habe bei Xtreme Couture trainiert und im PI mit dem Ernährungsberater Clint Wattenberg gesprochen. Er hat mir bei der Lösung von ein paar Problemen geholfen, zum Beispiel behalte ich zu viel Wasser, verliere aber gleichzeitig Gewicht. Dieses Problem haben nicht viele Kämpfer. In der Vorbereitung muss ich immer darauf achten, dass ich nicht zu früh an Gewicht verliere.

UFC: Was für Techniken hast du dir seit deinem letzten Kampf angeeignet?

Gaethje: Nach meinem letzten Kampf habe ich wieder mit meinem Ringertrainer aus dem College gearbeitet, er war Landesmeister in der höchsten Leistungsklasse. Durch das Ringen bekommt man eine andere Art von Ausdauer. Ich habe mein ganzes Leben lang gerungen, aber nie gekämpft, nie Boxhandschuhe angehabt, nie Sparring gemacht, nie Pratzentraining gemacht. Meine ersten fünf MMA-Kämpfe habe ich als Ringer bestritten. Erst danach fand ich zu meinem Coach Trevor Whitman und konzentrierte mich auf das MMA-Training. Ich wollte auf dem höchsten Level kämpfen und musste mich daher im Standkampf weiterbilden.

Darauf habe ich mich die letzten vier oder fünf Jahre hauptsächlich konzentriert. Egal wie lange man etwas vorher gemacht hat, wenn man es eine Weile vernachlässigt, dann verschlechtert man sich ein bisschen. Die Grundlagen sind aber enorm wichtig. Ich habe in dieser Vorbereitung wieder hunderte Takedowns absolviert und darauf geachtet, meinen Kopf oben zu halten und nicht zu tief in die Knie zu gehen. Man muss auf die Details achten.

UFC: Wie hat dir das Ringen als Kämpfer geholfen?

Gaethje: Die mentale Einstellung, die mir beim Ringen eingeimpft wurde, hat mich durch mein gesamtes Leben begleitet und wird mich auch noch den Rest meiner Karriere begleiten. Das Ringen hat mir gezeigt, wie man sich aus schlechten Situationen befreit und Hürden überwindet. Man ist nicht immer der Hammer, daher muss man hin und wieder den Widrigkeiten trotzen können.

UFC: Du und Vick seid verbal ein wenig aneinandergeraten. Zoffst du dich gerne mit deinem Gegner?

Gaethje: Ja, das liebe ich. Ich kämpfe lieber gegen jemanden, den ich nicht leiden kann. Das macht mir umso mehr Spaß. Ich kann es nicht erwarten, ihm jeden fiesen Spruch heimzuzahlen. Das wird lustig.

UFC: Denkst du, er ist für den Druck bereit, den du im Octagon ausübst?

Gaethje: Darauf muss man sich mental einstellen. Ich denke, Eddie und Dustin haben sich mental auf den Kampf eingestellt, den sie durchstehen mussten, um zu gewinnen. Seine dämlichen Sprüche lassen mich vermuten, dass er sich mental nicht richtig eingestellt hat und dass er für das, was ich ihm antun werde, nicht bereit ist. Er ist ein talentierter Kämpfer mit vielen Fähigkeiten, er hat auch eine gewisse Power und kann mich durchaus ausknocken. Einen, der in der Top 10 der UFC steht, darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber ich glaube, dass ich seinen Willen brechen kann. Ich werde ihn unter Druck setzen und seinen Willen brechen.

UFC: Wie wichtig ist der mentale Aspekt des Kämpfens?

Gaethje: Extrem wichtig. Wir kämpfen vor 100.000, 200.000, ja 300.000 Zuschauern. Normalerweise wacht man nicht morgens auf und ist plötzlich für so etwas bereit. Wer in der UFC kämpft, steht im Rampenlicht, im Auge der Öffentlichkeit. Daran muss man sich erst gewöhnen, egal wie erfahren man als Sportler ist. Ich habe mittlerweile drei UFC-Kämpfe bestritten und nun fällt mir das viel leichter. Ich kann meine Emotionen besser kontrollieren und lasse mich von dem Drumherum nicht mehr beeindrucken.

UFC: Wie wird der Kampf in der Nacht zum Sonntag ausgehen?

Gaethje: Wir werden herausfinden, wie viele Treffer zum Bein er aushalten kann. Ich werde versuchen, ihm sein Bein abzuhacken. Lowkicks spielten in jedem meiner Kämpfe eine große Rolle. Aber ich muss darauf achten, nicht zu selbstgefällig zu werden und immer im Kopf haben, dass ein guter Treffer alles entscheiden kann. Dieser Kampf ist für mich extrem wichtig, da ich zuletzt zweimal verloren habe. Ich kann nicht so rücksichtslos kämpfen wie sonst, aber das ist in Ordnung. Warten wir ab, was passieren wird.

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