Garbrandt denkt täglich an den Gürtel


Cody Garbrandt lebt im Alltag wie ein Champion – Ehefrau, Sohn, neues Haus, Sponsorenverträge, Biographie. Aber eines fehlt ihm: ein Gürtel. Samstagnacht kann er das ändern, wenn er im Hauptkampf von UFC 227 in Los Angeles gegen TJ Dillashaw um den Weltmeistertitel im Bantamgewicht kämpft.

„Ich bin gesund, ich bin hungrig und ich bin motiviert, mir meinen Gürtel zurückzuholen“, sagte Garbrandt, der einige Monate Zeit hatte, darüber nachzudenken, was am 4. November 2017 in New York City schief gelaufen ist – jenem Abend, an dem Dillashaw ihm den Gürtel abnahm.

„Kein Tag vergeht, ohne dass ich an meinen Weltmeistertitel denke“, sagte Garbrandt. „TJ hat mir alles gestohlen. Samstagnacht werde ich cool, ruhig und kalkuliert kämpfen – Schlag für Schlag, Tritt für Tritt – und ihn ausknocken. Ich will ihn fertig machen und ich will, dass er dieselben Schmerzen spürt wie ich. Ich bin hungrig und werde bei UFC 227 an die Spitze zurückkehren.“

Womöglich verlor er einen Teil seines Hungers zwischen seinem Titelgewinn über Dominick Cruz im Dezember 2016 und dem Titelverlust an seinen ehemaligen Teamkollegen im November 2017. Wenn alles wie am Schnürchen läuft, kann man schon mal seinen Biss verlieren – und für den 27 Jahre alten US-Amerikaner lief damals wirklich alles wie am Schnürchen.

Im Februar 2016 hatte er gegen Augusto Mendes erst seinen dritten Sieg im Octagon gefeiert. Dann bekam er das Angebot, nur drei Monate später in einem Hauptkampf in Las Vegas gegen Thomas Almeida anzutreten. Er nahm es an, obwohl er wenig Zeit zum Trainieren hatte und kam mit seinen letzten 56 Dollar in der Tasche in der Kampfsport-Hauptstadt der Welt an. Sein Ziel hatte er fest im Blick.

„So wird es nicht ewig weitergehen, dachte ich“, sagte Garbrandt. „Dieser Kampf wird mein Leben verändern, dachte ich. Ich wusste, dass ich ihn ausknocken würde.“

Das hat er dann auch getan und erhielt dafür einen Performance-Bonus in Höhe von 50.000 Dollar.

„Das hat mein Leben verändert“, sagte Garbrandt. Vier Monate später zeigte er gegen Cruz eine Meisterleistung und nahm ihm den Weltmeistertitel ab. Als nächstes wollte er seine Rivalität mit Dillashaw abhaken und sich noch größeren Aufgaben widmen.

Doch dazu kam es nicht, Dillashaw gewann ihren ersten Kampf. Garbrandt brauchte eine Weile, um die einzige Niederlage seiner Karriere zu verarbeiten.

„Erst vor kurzem habe ich mir den Kampf zum ersten Mal angesehen“, sagte er. „Aber das hat mich noch zuversichtlicher gemacht. Ich habe kleine Fehler begangen, die ich in der Vorbereitung korrigieren konnte. In der Vorbereitung war ich diesmal gesund. Ich konnte hart arbeiten und sicherstellen, dass ich schnell und präzise zum Kampf antreten werde. Daher fand ich es motivierend, mir den Kampf anzusehen. Die Fehler, die ich begangen habe, habe ich mittlerweile korrigiert. Das wird im Rückkampf einen großen Unterschied ausmachen.“

Garbrandt hatte vor dem ersten Kampf gegen Dillashaw schwere Rückenprobleme, wollte aber nicht absagen. Und dennoch hätte er in der ersten Runde beinahe den Sieg eingefahren, als er Dillashaw anklingelt hatte. Die Szene erinnerte ihn an ihre gemeinsamen Sparringseinheiten.

„Ich glaube, vor dem Kampf war ich viel zu selbstbewusst“, sagte Garbrandt. „Beim Sparring habe ich immer besser ausgesehen als er – klar ist das nur Sparring, aber wenn man jemanden ständig vermöbelt, denkt man nicht, dass man gegen ihn verlieren würde.“

Nach weniger als drei Minuten in der zweiten Runde verlor Garbrandt dann doch. Er war nicht länger der Champion. Damit hat er sich mittlerweile abgefunden – akzeptiert hat er es aber nicht.

„Von dem Titelverlust habe ich letzten Endes profitiert“, sagte er. „Immer wenn ich im Leben eine Niederlage einsteckte, habe ich am Ende davon profitiert.“

Das ist eine gute Sache. Aber Samstagnacht will er keine Niederlage kassieren, sondern einen Sieg feiern. Nicht nur für ihn, sondern für den kleinen Jungen zuhause, der ihn Papa nennt.

„Ich habe aus dem ersten Kampf viel gelernt“, sagte Garbrandt. „Es bedeutet mir alles, meinem Sohn diesen Gürtel mitbringen zu können.“

Watch Past Fights

Samstag, Oktober 27
4 UHR
MESZ
Moncton, New Brunswick

Multimedia

Kürzlich
Take a slow-motion trip through UFC 229: Khabib vs McGregor with Fight Motion.
08.10.2018
Watch the highlights from the UFC 229: Khabib vs McGregor post-fight press conference.
07.10.2018
Watch Dana White discuss UFC 229: Khabib vs McGregor.
06.10.2018
Watch Tony Ferguson & Anthony Pettis in the Octagon after their fight at UFC 229.
06.10.2018