Georges St-Pierre über Urlaub und Whittaker

Derzeit hat Georges St-Pierre nur einen einzigen festen Plan für die unmittelbare Zukunft: Er wird ein bisschen Urlaub machen. Alles andere hängt noch in der Luft.

Wenige Tage, nachdem er Michael Bisping bei UFC 217 in New York den Weltmeistertitel im Mittelgewicht abnahm, stellte er sich in einer telefonischen Pressekonferenz den Fragen der Journalisten. Als Joe Rogan ihn nach seinem Sieg im Octagon interviewte, wollte St-Pierre noch nicht über seine Zukunftspläne sprechen. Daran hat sich nichts geändert.

Georges St-Pierre of Canada punches Michael Bisping of England in their UFC middleweight championship bout during the UFC 217 event inside Madison Square Garden on November 4, 2017 in New York City. (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC)„Ich werde in den Urlaub fahren, um das Kämpfen eine Weile zu vergessen“, sagte St-Pierre auf die Frage, wann er gerne ins Octagon zurückkehren würde. „Es ist nicht mein Job, mir darüber Gedanken zu machen – sondern der Job der UFC und meines Managers. Die werden darüber sprechen und dann werden wir sehen, wie es weitergeht.“

Der 36 Jahre alte Superstar aus Kanada weiß noch nicht, wann, wo und gegen wen er als nächstes kämpfen wird. Allerdings deutete er ein wenig an, wie es mit ihm in der Mittelgewichtsklasse weitergehen könnte.

Schon vor seinem Titelkampf gegen Bisping hatte St-Pierre erklärt, dass er laut seines Vertrags im Falle eines Sieges gegen Robert Whittaker antreten müsse, der im Juli den Interimstitel im Mittelgewicht gewann.

„Robert Whittaker steht in meinem Vertrag“, erklärte St-Pierre, der bei UFC 217 seinen 20. Sieg im Octagon feierte. „Wenn ich wieder kämpfen will, dann muss ich das im Mittelgewicht gegen Robert Whittaker tun.“

„Ich kann beispielsweise nicht gegen Tyron Woodley oder jemand anderes kämpfen“, fügte St-Pierre hinzu. „Wenn die UFC mir keinen anderen Kampf zugesteht, muss ich laut meinem Vertrag gegen Robert Whittaker kämpfen. So steht es darin geschrieben.“

St-Pierre lachte auf die Frage hin, ob er womöglich Anfang 2018 bei der Großveranstaltung in Australien gegen den Australier antreten würde. Er wusste die Hartnäckigkeit der Journalisten zu schätzen, die ihre Fragen ständig etwas abänderten, um doch etwas aus ihm heraus zu kitzeln.

Georges St-Pierre of Canada celebrates after defeating Michael Bisping of England in their UFC middleweight championship bout during the UFC 217 event inside Madison Square Garden on November 4, 2017 in New York City. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)Der nun dreifache Weltmeister machte jedoch deutlich, dass er Whittaker und die vielen Titelanwärter im Mittelgewicht nicht im Regen stehen lassen will. Nach seinem Sieg bei UFC 217 soll es mit der Gewichtsklasse schnell weitergehen.

„Ich weiß, dass der Titel für längere Zeit auf Halde lag“, sagte St-Pierre. „Ich weiß, dass es da Jungs gibt wie Luke Rockhold und Whittaker, die ihre Familien ernähren müssen. Ich habe nicht vor, die Gewichtsklasse stillzulegen. Das will ich nicht.“

Momentan scheint es, als würde nicht mal St-Pierre selbst wissen, wie er seine historische Karriere fortsetzen wird.

Nach vier Jahren Auszeit zurückzukehren und als vierter UFC-Kämpfer einen Weltmeistertitel in einer zweiten Gewichtsklasse zu gewinnen, war in den vergangenen Monaten sein einziges Ziel. Jetzt, da er es erreicht hat, will er sich eine kleine Pause gönnen.

„Ich werde nun in den Urlaub fahren und Dana White wird mit meinem Manager sprechen“, sagte St-Pierre. „Die werden das schon hinbekommen und wenn ich aus meinem Urlaub zurückkehre, werden wir sehen, was ich tun will und wohin die Reise weitergeht.“

„Wie bereits gesagt, ich habe nicht vor, mich am Gürtel festzukrallen und die ganze Gewichtsklasse stillzulegen“, fügte St-Pierre hinzu. „Ihr werdet bald erfahren, wie es weitergeht.“

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