Gray Matters - Teil 2

Hier kommt der zweite Blog von UFC 125 Weltmeisterschaftsherausforderer Gray Maynard.
Wir befinden uns in der Woche vor dem Kampf. Ich hoffe, ihr alle hattet schöne Feiertage. Ich gehe gleich ins Kämpferhotel, um mich bei der UFC zu melden, meinen Terminplan für diese Woche abzuholen und im Prinzip um darauf zu warten, dass ich endlich ins Octagon steigen kann.

Ich kann den Kampf kaum noch abwarten. Mein Verstand funktioniert ziemlich einfach, ich konzentriere mich immer nur auf eine Sache. Ich bin ein Mensch, der sich Ziele setzt und auf diese Ziele hinarbeitet. Das nächste große Ziel in meinem Leben ist der Gewinn der Weltmeisterschaft im Leichtgewicht. Am Samstag habe ich die Möglichkeit, es zu verwirklichen.

Was den Kampf angeht, so habe ich mir einige Strategien zurechtgelegt. Mein größter Vorteil liegt offensichtlich im Ringen.

Ich kann besser ringen als Frankie.

Ich denke nicht, dass es darüber viel zu diskutieren gibt. Ich bin ein vierfacher „All-American“. Meine Liebe zum Ringen entwickelte sich in meiner frühesten Kindheit, und ich habe in diesem Sport einiges erreicht. Die wirklich interessante Frage, die am Samstag beantwortet werden wird, lautet: „Wer hat seine ringerischen Fähigkeiten besser an den MMA-Sport angepasst?“ Natürlich denke ich, dass ich derjenige bin, aber das muss ich am 1. Januar beweisen.

Manche Fans auf meiner Internetseite haben geschrieben, dass ich das bereits im ersten Kampf bewiesen habe. Ich weiß ihre Unterstützung zu schätzen, aber ich denke nicht über diesen ersten Kampf nach, es sei denn, ich werde von den Medien danach gefragt. Und das nicht nur, weil ich die Einstellung „Ich kann Edgar erneut besiegen, weil ich ihn schon einmal besiegt habe“ vermeiden will.

Es hat etwas mit meiner Mentalität als Sportler, als Wettkämpfer zu tun. Man kann sich durch mein Leben wühlen und mich über meine bisherigen Errungenschaften befragen und wie es sich anfühlte, dieses oder jenes zu gewinnen. Aber ehrlich gesagt müsste ich ziemlich lange darüber nachdenken, um darauf eine ehrliche Antwort geben zu können.

Ich erinnere mich an die Höhen viel schlechter als an die Tiefen.

Ich habe im MMA-Sport noch nicht verloren, aber wenn man mich nach den Niederlagen in meiner Ringerkarriere fragt, kann ich mich an jede einzelne erinnern. Ich kann mich an Niederlagen aus meiner Kindheit erinnern, als ich sieben oder acht Jahre alt war. Ich kann mich an die Kinder erinnern, die mich besiegt haben – Männer, die vermutlich seit Jahren nicht mehr gerungen oder ans Ringen gedacht haben. Ich erinnere mich an alles.

Niederlagen verfolgen mich. Siege? Ich versuche, mich davon nicht zu sehr mitreißen zu lassen. Ich feiere, es fühlt sich großartig an, und dann muss ich schon wieder weiterarbeiten, um sicherzustellen, dass ich den nächsten Kampf nicht verliere.

Genau das hat mein Vorbild, Dan Gable, in seiner Karriere auch getan. Er ist die Sorte Mensch, an der ich meine Arbeitsmoral orientiere. Ich will nicht nur gewinnen, das ist nicht genug. Ich wollte nicht einfach nur in die UFC kommen oder „nur“ den Titel gewinnen; ich will meine Spuren hinterlassen. Wenn ich zurücktrete, will ich als einer der ganz Großen gelten.

Das bedeutet, dass ich jedes Mal gegen die Besten antreten muss und keiner Herausforderung aus dem Weg gehen darf. Man muss bereit sein, gegen jeden zu kämpfen. Als Weltmeister muss man das ohnehin, also muss man sich diese Einstellung aneignen, schon bevor man Weltmeister ist.

Wenn ich mit Joe Silva spreche und er mich fragt, ob ich diesen oder jenen Kampf annehmen will, sage ich immer „Ja“. Ich musste in meinen letzten fünf Kämpfen gegen Rechtsausleger antreten, was etwas merkwürdig ist. Es war nicht gerade angenehm, denn es ist schwierig, sie mit Schlägen zu treffen. Aber ich sagte niemals: „Hey Joe, wie wäre es, wenn ich für den nächsten Kampf mal keinen Rechtsausleger bekomme?“ Ich kämpfe gegen denjenigen, der mir von Joe und Dana und der UFC vorgesetzt wird.

Jeder Kampf bringt mich ein Stück näher an mein Ziel: Weltmeister im Leichtgewicht zu sein.

Ich glaube, dass ich jeden schlagen kann. Ich glaube nicht, dass mir jemand „stilistisch liegen“ muss und ich glaube nicht, dass ich „stilistisch schlechte Kämpfe“ meiden muss. Ich glaube, dass ich jeden Menschen und jeden Kampfstil schlagen kann.

Ich glaube nicht, dass mir Edgar „stilistisch liegt“, ich denke einfach, dass er jemand ist, den ich schlagen kann – genau wie jedes andere Leichtgewicht.

Mehr Informationen über Gray findet ihr auf seiner Internetseite: www.graymaynard.com

Gray Maynard unterhielt sich mit Ant Evans

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