Ponzinibbio verspricht MMA auf allerhöchstem Niveau

HALIFAX, NS - FEBRUARY 19: Santiago Ponzinibbio of Argentina celebrates after defeating Nordine Taleb of France in their welterweight fight during the UFC Fight Night event inside the Scotiabank Centre on February 19, 2017 in Halifax, Nova Scotia, Canada. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC)Ein Leben auf Tour – der Argentinier Santiago Ponzinibbio kennt seit vielen Jahren nichts anderes. Die Reise nach Glasgow, Schottland für seinen ersten Hauptkampf in der UFC macht ihm daher nichts aus. Für das Weltergewicht ist es nur ein Teil seines Jobs.

„Ich freue mich darauf und ich verdiene es, in einem Hauptkampf zu stehen“, sagte Ponzinibbio, der diesen Sonntag bei der „UFC Fight Night“ in Glasgow gegen den Isländer Gunnar Nelson kämpft. „Ich habe hart dafür gearbeitet und musste dafür vieles durchmachen. Ich gehöre auf jeden Fall hierher.“

Ponzinibbio hat einen langen Weg hinter sich. Aktuell lebt er im Süden Floridas und trainiert beim renommierten American Top Team. Früh verließ er seine Heimat La Plata, um in Brasilien zu trainieren. Bei „TUF Brazil 2“ gewann er vier Kämpfe, konnte aber aufgrund einer Verletzung nicht am Finale teilnehmen. Danach zog er in die USA, damit er die bestmöglichen Voraussetzungen hat, um sich seinen Traum zu erfüllen: den Gewinn des Weltmeistertitel im Weltergewicht.

„Es war sehr schwierig für mich, da ich praktisch ohne Mittel in ein mir unbekanntes Land zog“, sagt Ponzinibbio über seinen Umzug nach Brasilien. „Ich hatte kein Geld, keine Unterkunft, keine Kontakte und ich beherrschte die Sprache nicht. Aber dieses Leiden waren mein Ansporn. Wenn ich den Komfort meines Zuhauses nicht verlassen hätte, um meine Träume zu verwirklichen, dann wäre ich jetzt nicht hier. Ich bin vor zehn Jahren weggegangen und ich hatte nur ein Ziel: meine Träume zu verwirklichen. Diesem Ziel komme ich jeden Tag einen Schritt näher, indem ich alles gebe, um der Beste zu sein.“

Seine zahlreichen Opfer haben sich bezahlt gemacht. In der UFC hat der Argentinier eine Bilanz von 6-2 mit vier Siegen in Folge. Derzeit ist er die Nummer 14 im Weltergewicht. Gewinnt er gegen Nelson, die Nummer 10, ist ihm der Sprung in die Top 10 sicher – und dann geht es erst richtig los. Zuvor muss er an dem isländischen Bodenkampfspezialisten vorbei – keine leichte Aufgabe, aber Ponzinibbio ist zuversichtlich.

„Ich halte ihn für einen großartigen Kämpfer, einen Bodenkämpfer, einen vielseitigen Kämpfer mit guter Beinarbeit“, sagt Ponzinibbio über Nelson. „Aber ich glaube, dass ich besser bin. Ich bin hier, um gegen die Besten der Welt zu kämpfen und ich bin hier, um sie alle zu besiegen.“

Das heißt auch, dass er sie in allen Bereichen bekämpfen muss. Geht also nicht davon aus, dass Ponzinibbio von Nelsons Fähigkeiten im Bodenkampf eingeschüchtert ist – denn „Gente Boa“ hat selbst einen Schwarzen Gürtel im brasilianischen Jiu-Jitsu.

„Ich bin bereit, Gunnar Nelson im Stand und auf dem Boden zu besiegen“, sagt er. „Ich bin in allen Bereichen gefährlich.“

Für seine Fähigkeiten im Standkampf erhielt Ponzinibbio bislang das meiste Lob. Das ist nicht überraschend, schließlich hat er das Boxen im Blut.

„Das Boxen hat mir schon immer gelegen und ich liebe es“, sagt Ponzinibbio. „Ich boxe jden Tag. Es ist mir eine große Freude, ein Land mit einer solchen Boxtradition zu repräsentieren. Ich freue mich darauf, im Octagon meine Liebe für diesen Sport zu zeigen.“

Von Nicolino Locche und Carlos Monzon bis zu Sergio Martinez und Marcos Maidana – wenn ein Boxer aus Argentinien stammt, dann wissen die Fans, dass sie einen echten Kampf sehen werden. Kämpfer aus diesem Teil der Erde lassen sich niemals unterkriegen. Diese Einstellung teilt Ponzinibbio.

„Ich denke, meine Leute sind Krieger und genau das repräsentiere ich auch“, sagt er. „Ich habe einen Kampf gewonnen, obwohl ich mir nach zwei Minuten den Speichenknochen gebrochen habe. Am Ende des Kampfes war eine Hand gebrochen und die andere zum Zeichen des Sieges erhoben.“

Dieser Sieg über Leonardo Santos im Halbfinale von „TUF Brazil 2“ hielt ihn davon ab, am Finale teilzunehmen, aber seine Leistung ist ein Beweis dafür, dass er das Zeug dazu hat, eines Tages um den Weltmeistertitel zu kämpfen. Wenn es noch Menschen gibt, die ihm noch keine Aufmerksamkeit geschenkt haben, dann will er sie am Sonntag bei der „UFC Fight Night“ in Glasgow von sich überzeugen.

„Ich werde im Octagon meine Fähigkeiten und meinen Kampfgeist zeigen“, sagt Ponzinibbio. „Das wird ein MMA-Kampf auf dem allerhöchsten Niveau. Danach kann mich niemand mehr ignorieren. Ihr werdet die beste Version von Santiago Ponzinibbio sehen, die es je gegeben hat.“

Das Hauptprogramm der „UFC Fight Night“ in Glasgow läuft am 16. Juli live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.
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