Max Holloways Leben als Champion

<a href='../fighter/Max-Holloway'>Max Holloway</a> punches <a href='../fighter/Jose-Aldo'>Jose Aldo</a> of Brazil in their UFC featherweight championship bout during the UFC 212 event at Jeunesse Arena on June 3, 2017 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC) Der Weltmeister im Federgewicht, Max Holloway, zögerte keine Sekunde, als er erfuhr, dass Frankie Edgar in der Nacht zum 3. Dezember nicht im Hauptkampf von UFC 218 in Detroit kämpfen kann und dass Ex-Champion Jose Aldo seinen Platz einnehmen wird.

Der junge Hawaiianer meint, das machen Kämpfer nun einmal.

„Ich bin ein Kämpfer und kein Matchmaker“, sagt Holloway. „Ich heiße nicht Max ‚The Matchmaker‘ Holloway, sondern Max ‚Blessed‘ Holloway und ich bin ein Kämpfer. Ich will gegen jeden kämpfen – gegen jeden, der denkt, er sei der Beste. Wenn irgendjemand von sich behauptet, der Beste zu sein, dann will ich gegen ihn kämpfen.“

Das ist eine erfrischende Einstellung, aber keine überraschende, wenn man bedenkt, dass Holloway bis zu seinem ersten Titelkampf gegen Anthony Pettis weitaus größere Hürden überwinden musste als andere Kämpfer. Vor dem Interimstitelkampf im Federgewicht gewann Holloway neunmal in Folge, zuletzt gegen Cub Swanson, Charles Oliveira, Jeremy Stephens und Ricardo Lamas.

Im vergangenen Dezember besiegte er Pettis bei UFC 206 durch technischen Knockout. Dasselbe gelang ihm bei UFC 212 im Juni, als er Aldo in dessen Heimat Brasilien vorzeitig bezwang. Schon vor seiner ersten Titelverteidigung setzte sich Holloway gegen einige Kämpfer aus der Top 15 durch – die restlichen will er sich demnächst vorknöpfen.

„Ich will gegen jeden Kämpfer aus der Top 15 antreten“, sagt Holloway. „Wenn sie sich ihre Bilanz ansehen und ihre Niederlagen zählen, dann soll eine dieser Niederlagen von mir stammen. Bei manchen werde es vielleicht sogar zwei oder drei Niederlagen sein, das müssen wir erst noch herausfinden.“

Holloway geht davon aus, dass er Aldo in der Nacht zum 3. Dezember zum zweiten Mal besiegen wird. Dabei macht es ihm nichts aus, dass er dem Mann, der als das beste Federgewicht aller Zeiten gilt, erst vor sechs Monaten gegenüberstand.

„Ich konzentriere mich auf das Leben als Champion“, sagt Holloway. „Wenn eine Sportmannschaft in einem Jahr die Meisterschaft holt und dann im nächsten Jahr gegen denselben Gegner im Finale steht, kann sie ja auch nicht sagen, nein, ich will nicht gegen dieses Team spielen, wir haben es letztes Jahr schon besiegt. So denken Champions nicht. Wenn ich dich schon einmal geschlagen habe, dann werde ich dich beim nächsten Mal eben noch deutlicher schlagen. Wenn du mir ein drittes Mal vor die Fäuste läufst, endet es für dich nur noch schlimmer. Wenn ich etwas 100 Mal beweisen muss, dann werde ich das tun.“

Holloway behauptet nicht nur, dass er gegen jeden kämpft – er lässt seinen Worten stets Taten folgen. Er respektiert seine Gegner und Herausforderer und er respektiert seinen Status als Champion, als Nummer 1 seiner Gewichtsklasse. Sowohl vor dem ersten als auch vor dem zweiten Kampf gegen Aldo hat er für den Brasilianer nur lobende Worte übrig. Aber sobald sich die Tür des Octagons schließt, ist es mit den Nettigkeiten vorbei.

„Ich habe Aldo schon immer respektiert“, sagt Holloway. „Seit ich 18 Jahre alt war, wollte ich gegen ihn kämpfen – und mit 16 Jahren sah ich zu ihm auf. Letzten Endes ist er nur ein Mensch, ich bin nur ein Mensch, wir beide bluten und unterscheiden uns kaum. Im Octagon verflog der Respekt. Ich wollte der Welt zeigen, dass ich der Beste bin und dass ich diesen Titel verdiene. Es war surreal, ihn vor mir stehen zu sehen. Er war genauso gut, wie ich gedacht hatte. Ich wusste, er würde schnell und explosiv sein. Ich wusste, er würde stark sein und mich mit Schlägen treffen. Aber so läuft das hier nicht. Er trat zu einem Sprint an, ich bin mitgelaufen und am Ende wurde er immer schwächer.“

Nach 4:13 Minuten der dritten Runde überholte der Marathonläufer Holloway den Sprinter Aldo und besiegte ihn durch technischen Knockout. BJ Penn war somit nicht mehr der einzige Weltmeister in der UFC. Für Holloway fängt die Arbeit jetzt erst richtig an, denn er will nicht nur seine Krone verteidigen, sondern in Penns Fußstapfen treten und einer der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten werden. Seine Strategie dafür ist recht simpel.

„Ich muss immer weiter gewinnen – spektakulär gewinnen“, sagt Holloway. „Natürlich will ich immer gewinnen, aber ich will an meiner Überlegenheit keinen Zweifel lassen. Nach dem ersten Kampf gegen Aldo hieß es, ich hätte die ersten beiden Runden verloren. Das will ich mir nicht nachsagen lassen. Ich will, dass es heißt, dass ich in meiner eigenen Liga kämpfe. Nur so baut man sein Vermächtnis aus, man muss seine Gegner zerstören. Jose hat das getan, er hat seine Gegner zerstört. Manche Gegner konnten gut mithalten, aber die meisten hat er dominiert. Ich muss meine Gegner dominieren. Ich will gegen Gegner kämpfen, die mir das Leben schwer machen können und dann will ich sie alt aussehen lassen. Ich will allen zeigen, dass zwischen einem Weltmeister und einem Top-10-Kämpfer ein Unterschied besteht.“

Max Holloway flashes a 'shaka' to his fans as he exits the airplane at the Daniel K. Inouye International Airport on June 5, 2017 in Honolulu, Hawaii. (Photo by Zuffa LLC) Mit 25 Jahren bleibt Holloway noch genügend Zeit, um möglichst viele Gegner zu zerstören. Aber jeder Weltmeister hatte mehrere Herausforderer, die ihn bis an seine Grenzen gebracht haben. Nur so findet man heraus, aus welchem Holz man geschnitzt ist. Holloway freut sich schon darauf.

„Dann zeigt sich, was man wirklich drauf hat“, sagt Holloway. „Zu viele Kämpfer treten gegen handverlesene Gegner an. Aber man braucht diese Kämpfe, in denen man über sich hinauswachsen muss. So erfährt man, ob man wirklich ein Kämpfer ist. Ich freue mich auf diese Herausforderungen. Niemand kann meinen Kampfgeist infrage stellen – ich bin zu allem bereit.“

Holloway sagt das nicht nur so – er meint es auch. Er weiß sein Leben als Champion zu schätzen, aber ihm ist auch klar, dass er keine Gelegenheit hat, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Auf ihn wartet noch ein hartes Stück Arbeit.

„Manche Sportler denken, sie hätten schon das erreicht, was sie erreichen wollten und werden dadurch nachlässig“, sagt Holloway. „Sie leisten sich Ausrutscher, verlieren einen Kampf, dann mehrere Kämpfe und schon erinnert sich niemand mehr an sie. Kampfsport ist brutal, man hat keine Zeit, sich zurückzulehnen. Ich habe nur ein kurzes Zeitfenster, um meine Ziele zu erreichen und daher muss ich so hart wie möglich arbeiten und das kontrollieren, was ich kontrollieren kann. Dann geht hoffentlich alles gut. Nach meinem Rücktritt kann ich mich zurücklehnen und meine Erfolge genießen.“

Das Hauptprogramm von UFC 218 in Detroit läuft in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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