Holly Holm hat noch viel vor

BROOKLYN, NY - FEBRUARY 09: Holly Holm holds an open workout for fans and media at Gleason's Gym on February 9, 2017 in Brooklyn, New York. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLCHolly Holm ist bereit für die Fragen. Irgendwie begrüßt sie diese sogar, selbst wenn sie sich überhaupt keine Gedanken über die Artikel macht, die aus ihren Antworten entstehen und von denen die meisten denselben offensichtlichen Erzählstrang haben werden.

Weniger als zwei Jahre nach ihrem aufregenden Knockout-Sieg über Ronda Rousey bei UFC 193 befindet sich Holm inmitten der längsten Negativserie ihrer Karriere. Drei Kämpfe hat sie in Folge verloren, den Weltmeistertitel im Bantamgewicht natürlich auch. Viele sagen, im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Singapur, die diesen Samstag stattfindet, stehe sie in der Pflicht, gegen Bethe Correia zu siegen.

Sie ist darauf vorbereitet, wohl überlegte, detaillierte Antworten auf alle Fragen über ihre mentale Verfassung zu beantworten, über ihre Vorbereitung und über ihre Gefühle hinsichtlich der Ergebnisse ihrer letzten drei Kämpfe. Sie ist zu höflich, um darauf barsch und abweisend zu reagieren. Und sie ist eine Realistin, was bedeutet, dass sie sich die harten Fragen zu ihrer Negativserie bereits selbst gestellt hat. Sie kam über ihre Misserfolge hinweg und konzentriert sich nun völlig auf ihre anstehende Aufgabe am Samstag und ihre Chance, in die Erfolgsspur zurückzukehren.

„Ich denke, im Vorfeld eines Kampfes – und das ist keine Kritik an den Medien – denken wir nur daran, den Kampf zu gewinnen“, sagte Holm. „Unser Job ist es, zu kämpfen. Euer Job ist es, darüber zu berichten. Vor einem Kampf konzentrieren wir uns auf unseren Job, also den Kampf.“

„Ich finde, die Interviews, die wir vor einem Kampf geben, sind irgendwie ein Teil davon“, sagte Holm weiter. „Wenn die letzten Interviews anstehen, denke ich: ‚Ich gebe sie deshalb, weil der Kampf kurz bevorsteht‘ und das macht das Ganze irgendwie realer. Es ist der nächste Schritt.“

„Jetzt sitzen wir hier und sprechen darüber“, fügte sie hinzu. „Warum? Weil ich an diesem Wochenende kämpfe. Jetzt ist es real. Man kann jeden Tag versuchen, so zu tun, als sei man nicht gestresst, aber ich weiß, dass der Kampf kurz bevorsteht. Ich finde, man sollte sich dem stellen – und genau das tue ich.“

Holm stellt sich aber nicht nur den Interviews der Medien.

Die 35 Jahre alte US-Amerikanerin verfolgt immer dieselbe Herangehensweise an eine Situation, sie meidet Gedanken wie „Wehe mir!“ oder „Hätte, hätte, Fahrradkette“. Stattdessen versucht sie, herauszufinden, was schief lief und wie sie es besser machen kann, ehe sie ins Gym zurückkehrt und genau daran arbeitet.

„Ich hasse es, zu verlieren“, sagte Holm und betonte dabei jede einzelne Silbe. „Ich hasse es. Es ist bitter. Es sitzt in meinem Bauch fest und ich hasse es. An Niederlagen gehe ich aber realistisch heran. Es ist nur eine Niederlage, okay? Ich kann mich verbessern und wieder gewinnen.“

„Ich will nicht herumsitzen und schmollen“, fügte sie hinzu. „Ich will mich verbessern, denn wenn ich zuhause herumsitze, tut mir das nicht gut.“

So großartig ihre Herangehensweise auch klingt, einen Misserfolg abzuhaken und einfach weiterzumachen, ist nicht immer einfach.

„Ich denke, in meinen letzten Kämpfen saß dieses unangenehme Gefühl ziemlich fest in meinem Bauch“, sagte Holm über ihren mentalen Zustand nach den Niederlagen gegen Miesha Tate und Valentina Shevchenko. „Aber mir wurde bewusst, dass es nicht gut ist, wenn ich mit einer negativen Einstellung an die Sache herangehe. Die Negativität kann meine Leistung beeinträchtigen. Also habe ich daran gearbeitet, den Druck herauszunehmen und nicht mehr zu denken, dass ich einen Kampf ums Verrecken gewinnen muss.“


 
Vor dem Kampf gegen Bethe Correia fühlt sich Holm gestärkt. Die mehrfache Box-Weltmeisterin weiß diese Gelegenheit zu schätzen. Sie freut sich darauf, ins Octagon zu steigen und die Art von Leistung abzuliefern, von der wir alle wissen, dass sie noch in ihr steckt.

„Ich fühle mich gesegnet, dass ich so eine Gelegenheit bekommen habe“, sagte sie über ihren Hauptkampf bei der „UFC Fight Night“ in Singapur. „Ich weiß, dass ich ein paar Mal verloren habe, aber ich weiß auch, dass ich besser bin als diese Statistik andeutet. Ich weiß, dass diese Kämpfe zu ausgeglichen waren, um nur die Niederlagen an sich zu betrachten.“

„Ich habe noch viel vor und ich kann noch viel zeigen“, sagte Holm weiter. „Ich liebe meinen Job noch immer. Ich liebe es, zu kämpfen. Ich liebe diesen Sport und ich freue mich darauf, das zu tun, was ich liebe. Wenn ich kämpfe, dann kämpfe ich, um zu gewinnen – was hätte ich sonst im Octagon verloren?“

Sie lachte, obwohl das eine wichtige Frage ist, die sie sich offensichtlich schon öfters selbst gestellt hat. Diesmal scheint sie die Antwort zu kennen.

„Ich bin hochkonzentriert und sehr gut vorbereitet“, sagte Holm. „Ich bin gerade sehr positiv eingestellt. Ich habe hart trainiert und ich weiß, was ich kann. Ich bin bereit, nach vorne zu blicken und wieder einen Sieg einzufahren.“

Die „UFC Fight Night“ in Singapur läuft am 17. Juni live und exklusiv auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, Oktober 28
10PM/7PM
ETPT
Sao Paulo, Brazil

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