Holm jetzt ohne schlechte Angewohnheiten

SINGAPORE - JUNE 17: <a href='../fighter/holly-holm'>Holly Holm</a> reacts after her knockout victory over <a href='../fighter/Bethe-Correia'>Bethe Correia</a> of Brazil in their women's bantamweight bout during the <a href='../event/UFC-Silva-vs-Irvin'>UFC Fight Night </a>event at the Singapore Indoor Stadium on June 17, 2017 in Singapore. (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)Holly Holm hat den Tunnelblick.

Die letzten zwei Jahre über hat die Amerikanerin aus Albuquerque, New Mexico zwischen zwei Gewichtsklassen hin- und hergewechselt und ist in Titel- und Hauptkämpfen gleichermaßen angetreten. Jetzt aber ist sie auf ihren anstehenden Federgewichtskampf bei UFC 225 gegen Megan Anderson fokussiert und auf nichts sonst.

„Ich freue mich darauf, gegen Megan zu kämpfen”, so Holm, die auch weiterhin zwischen Feder- und Bantamgewicht wechselt und dort kämpft, wo sich die spannendsten und vielversprechendsten Kämpfe finden, wo auch immer das sein mag. “Ja, ich will immer noch zurück ins Bantamgewicht, falls sich dort die Möglichkeit ergeben sollte, um den Gürtel zu kämpfen. Aber ich will erst einmal diesen Kampf hinter mich bringen.“

„Ich will nicht zu weit nach vorne schauen, weil ich diese Chance nicht verstreichen lassen will, sodass ich hinterher sagen müsste, ‘Hätte, hätte, Fahrradkette‘. Ich finde diese Ansetzung spannend und habe hart trainiert. Ich will nicht ausschließlich neue Dinge zeigen, aber ich habe mich auch wirklich darauf konzentriert, ein paar schlechte Angewohnheiten loszuwerden.“

Mittlerweile hat Holm ganze 15 MMA-Kämpfe bestritten und wird in Chicaco zum neunten Mal ins Octagon der UFC steigen. Trotz ihrer Erfahrung sucht und findet sie noch immer die kleinen Details eines jedes Kampfes, die neu sind und eine unbekannte Herausforderung bringen – das war vor dem anstehenden Showdown mit Anderson nicht anders.

„Es gibt einige Dinge, die diesen Kampf interessant für mich machen”, so Holm über die Ansetzung gegen die ehemalige Federgewichts-Weltmeisterin von Invicta FC, die am Samstag zum ersten Mal in der UFC zu sehen sein wird. „Sie ist groß – ich glaube, ich habe bisher erst gegen eine Person gekämpft, die ähnlich groß war – und das zwei Mal –, deswegen ist es schon aufregend, gegen jemanden anzutreten, der einen anderen Typus Kämpfer verkörpert; eine große Gegnerin mit viel Reichweite.“

„Außerdem hat sie Erfahrung außerhalb der UFC gesammelt. Sie ist auf jeden Fall eine sehr harte Gegnerin und sie ist hierhergekommen, um große Wellen zu schlagen. Sie wird ihr Bestes geben – ich bin mir sicher, dass sie voll auf der Höhe sein wird, deswegen muss ich genau dafür bereit sein. Sie will die Überraschung schaffen und ich bin mir bewusst, dass sie sehr talentiert ist, deswegen muss ich von vornherein verhindern, dass sie ihr Ding durchziehen kann.“

Diejenigen, die sich lediglich Holms letzte Ergebnisse angesehen haben, haben die Frage aufgeworfen, warum die ehemalige Bantamgewichts-Weltmeisterin auch weiterhin in wichtigen Kämpfen steht, obwohl sie vier ihrer letzten fünf Kämpfe verloren hat.

Aber nicht alle Niederlagen sind gleich viel Kritik wert, und obwohl “The Preacher’s Daughter” die letzten zwei Jahre über nie konstanten Erfolg im Käfig hatte, ist Holm in mehr als einem der verlorenen Kämpfe nur haarscharf an einem Sieg vorbeigeschrammt. Die Niederlagen kamen überdies ausschließlich gegen die Elite der Damen-Gewichtsklassen zustande.

„Ich bin mir bewusst, dass eine Bilanz von eins zu vier nicht gut ist, aber ich weiß auch, dass ich diese Kämpfe nicht einfach deutlich verloren habe“, so Holm korrekterweise.

So war sie nur zwei Minuten von einem Sieg entfernt, als sie ihren Bantamgewichts-Titel bei UFC 196 gegen Miesha Tate verteidigte, bevor Tate einen letzten Takedown schaffte und den Kampf mit einem Rear Naked Choke beendete. Ihr Aufeinandertreffen mit Germaine de Randamie, elf Monate später bei UFC 208, war knapper als die Punktrichterwertungen von dreimal 48 zu 47 hätten vermuten lassen. Das gleiche gilt für ihre Niederlage gegen die jetzige Federgewichts-Weltmeisterin Cris Cyborg bei UFC 219 im vergangenen Dezember, als sie erneut eine knappe Punktentscheidung abgab.

Ein paar kleine Dinge, die anders gelaufen wären oder eine etwas bessere Runde hier und da, und Holms 1:4-Bilanz in ihren letzten fünf Kämpfen könnte ebenso gut 4:1 lauten. Das hätte natürlich völlig andere Narrative und Gespräche rund um die verdiente Kampfsportlerin entstehen lassen.

„Ich bin sehr ehrlich zu mir selbst und weiß, dass ich diese Kämpfe verloren habe. Aber ich weiß auch, dass, wenn man sich die einzelnen Kämpfe anschaut, ich nicht verloren habe, weil ich dominiert wurde; das waren wirklich knappe Kämpfe, die die Leute auf den Kanten ihrer Sitze verfolgt haben, weil sie nicht wussten, wer gewinnen würde.“

„Es ist schon frustrierend, zu wissen, dass es so knapp war”, gibt Holm zu. „Schaut man sich meinen Kampf gegen “Cyborg” an, dann fanden einige Leute, dass „Cyborg“ gewonnen hat, andere dagegen waren sich nicht sicher, wie sie diesen Kampf werten sollten.“

„Es ist sehr frustrierend, die ganze Arbeit in ein langes, hartes Trainingslager zu stecken und dann nicht am Ende den Lohn dafür zu bekommen, aber das ist eben der Sport. In diesem Sport ist alles viel leichter gesagt als getan und das ist der Vorteil des Rückblicks. Deswegen versuche ich einfach, mich an die Dinge zu halten, die ich daraus gelernt habe und weiter nach vorne in die Zukunft zu blicken.“

Nach knapp sechs Monaten im Gym, in denen sie an ihrem Können gefeilt und schlechte Angewohnheiten ausgemerzt hat, verfügt Holm nun über eine sehr simple Vision, wie ihre Rückkehr in den Käfig an diesem Wochenende aussehen soll.

„Ich sehe einen Sieg”, so Holm mit einem Lachen. „Ich sehe mich all das umsetzen, woran ich im Training gearbeitet habe und ich sehe mich gewinnen; das, hoffe ich, wird am Ende auch passieren.“

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