Iaquinta blickt positiv in die Zukunft

Fragt man Al Iaquinta, wie sein Jahr 2018 bisher verlaufen ist, wird er lachen.

„Ich handle nur aus dem Bauch heraus, nutze jede Gelegenheit, die sich mir bietet und habe Spaß dabei“, sagte Iaquinta wenige Tage vor dem Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Milwaukee, Wisconsin, seiner zweiten Begegnung mit Kevin Lee.

Iaquinta ist einer der wenigen Kämpfer, der ohne bestimmten Plan vorgehen und trotzdem erfolgreich sein kann. Er legt sich ständig mit seinen Vorgesetzten in der UFC an, kämpft mit einem Tag Vorbereitungszeit um den Weltmeistertitel, arbeitet nebenberuflich als Immobilienmakler und bleibt trotzdem eines der besten Leichtgewichte der Welt. „Raging Al“ vollzieht eine Gratwanderung – und lacht bei jedem Schritt.

„Ich regle die Dinge einfach auf meine Weise und bisher hat das ganz gut geklappt“, sagte er. „Ich war zuletzt recht inaktiv und dennoch reden die Menschen über mich. Ich glaube daher, ich habe alles richtig gemacht.“

Der 31 Jahre alte US-Amerikaner verzichtet darauf, seine Version von „My Way“ zu singen, aber wir wissen, was er meint. Im Chaos blüht er auf, seine Octagon-Bilanz von 8-3 ist der Beweis dafür. Und da stellt sich die Frage, ob Iaquinta mit einer konventionelleren Herangehensweise immer noch Iaquinta wäre?

„Natürlich hätte ich es besser gefunden, wenn es vor meinem letzten Kampf etwas strukturierter zugegangen wäre“, sagte Iaquinta über sein Duell mit Khabib Nurmagomedov, das er im April mit einem Tag Vorbereitungszeit angenommen hatte. „Aber das war die einzige Möglichkeit, den Kampf zu bekommen. Ich hatte trotzdem meinen Spaß, auch wenn ich nicht das gewünschte Ergebnis erzielt habe. Ich habe vielen Menschen die Augen geöffnet und meinen Wert gesteigert.“

Und daher steht er Samstagnacht erneut in einem Hauptkampf. Kevin Lee will sich für seine erste Niederlage in der UFC revanchieren, während Iaquinta ihn ins Vorprogramm zurückschicken will. Dennoch kann Iaquinta nicht aufhören, über seinen fünf Runden langen Kampf gegen den Weltmeister im Leichtgewicht zu sprechen.

„Das war schon ein verrücktes Wochenende“, sagte er. „Ich war mit meiner Vorbereitung überhaupt nicht zufrieden, ich hatte mich verletzt und konnte nicht so gut trainieren, wie ich wollte. Aber ich habe mir und allen anderen bewiesen, dass ich trotzdem mit den Besten der Welt mithalten kann.“

Nurmagomedov bezwang Iaquinta einstimmig nach Punkten, doch Iaquinta zeigte, dass er nicht zu unterschätzen ist und zu den besten Leichtgewichten in der UFC gehört. Und er konnte im ständigen Streit mit den UFC-Bossen die Wogen etwas glätten.

„Die UFC hat mir die kurzfristige Kampfannahme hoch angerechnet, sie wussten das zu würdigen“, sagte Iaquinta. „Ich verstehe mich nun besser mit denen und sie kapieren endlich, worum es mir geht.“

Jetzt muss er nicht mehr gegen seine Vorgesetzten, sondern nur noch gegen Lee kämpfen, den er 2014 einstimmig nach Punkten besiegte, als sie beide noch Talente und keine Titelanwärter waren. Iaquinta hätte nach dem ersten Kampf nicht gedacht, dass er Lee noch einmal im Octagon begegnen würde, aber aus seiner Sicht ergibt ihr Rückkampf durchaus Sinn.

„Er hat ein paar Kämpfe gewonnen und mich dann herausgefordert“, sagte Iaquinta über Lee. „Ich stand in der Rangliste vor ihm, aber dann zog er an ihm vorbei, daher finde ich einen Rückkampf sinnvoll. Als er mich anfangs herausforderte, hatte ich kein Interesse daran, schließlich stand ich in der Rangliste vor ihm. Aber dann habe ich eine Weile nicht gekämpft und er hat währenddessen immer wieder gewonnen und dabei gut ausgesehen. Danach fand ich den Rückkampf wieder attraktiver. Er steht jetzt in der Rangliste vor mir, aber ich habe ihn schon einmal geschlagen. Er wird wahrscheinlich als Favorit in den Kampf gehen und das macht die Sache noch interessanter.“

Kämpfe von Iaquinta sind immer interessant und das soll sich 2019 und in den folgenden Jahren auch nicht ändern.

„Ich blicke positiv in die Zukunft“, sagte er. „Dieses Jahr lief es nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe, aber ich habe in allen Bereichen meines Lebens hart gearbeitet. Und das werde ich nächstes Jahr ebenso machen. 2019 wird ein großartiges Jahr.“

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