Eine reicht – die besten kampf-entscheidenden Techniken in der UFC (Standkampf-Edition)

Hendos H-Bombe, Cro Cops linker Kick, Liddells Rechte, Silvas Frontkick. Sie sind alle hier…
<a href='../event/UFC-100'>UFC 100 </a>- Henderson KOs BispingVor dem mittlerweile abgesagten Weltmeisterschaftsduell zwischen Jon Jones und Dan Henderson drehten sich die Fragen der Fans meist darum, ob Jones die Spezialwaffe von Henderson wegstecken oder abwehren können würde – die „H-Bombe“.

Henderson ist jedoch nicht der einzige Kämpfer in der UFC, der eine besonders verheerende Waffe in seinem Arsenal hat. Wir stellen euch einige der am meisten berüchtigten kampfentscheidenden Techniken vor.

Dan Hendersons „H-Bombe“
Ja, der zweifache Olympionike hat den legendären Brasilianer Wanderlei Silva in ihrem Rückkampf 2007 mit einem linken Haken KO geschlagen, doch es ist Hendos rechte Faust, die die Gegner auf der ganzen Welt mit Furcht erfüllt. Und wenn sie sie nicht fürchten, genügt ein Treffer mit ihr und sie ändern für gewöhnlich ihre Meinung – aber erst, nachdem sie aufgewacht sind und den Ringrichter gefragt haben, was denn gerade passiert sei. Das beängstigende an dem Schlag ist, dass alle Gegner wissen, dass er kommt, aber sie trotzdem nicht die beinwegknickenden und kampfentscheidenden Effekte des Treffers verhindern können. Henderson ist ein Mann mit vielen Talenten, aber wenn seine herausragende Karriere einmal zu Ende ist, wird man wohl am meisten über die „H-Bombe“ sprechen.

Cro Cops linker Tritt zum Kopf
„Rechtes Bein Krankenhaus, linkes Bein Friedhof.“ Diese magischen Worte ziehen sich wie ein roter Faden durch die Karriere des Kroaten Mirko Cro Cop, der zu seinen Glanzzeiten einer der am meisten gefürchteten Standkämpfer der Welt war. Er erlangte mit seinem linken Tritt zum Kopf Berühmtheit, einem knallharten Unheilsbringer, der mit fast jedem Treffer einen Knockout herbeiführte. Noch beeindruckender war, dass Cro Cop den Tritt nicht einmal anwenden musste, um sich bei seinen Kontrahenten Respekt zu verschaffen. Allein die Erwartung des Tritts ließ die Gegner vergessen, dass er auch noch seine präzise Linke und seinen schnellen rechten Tritt mit verheerender Wirkung einsetzen kann. Während Cro Cop sich mit seinen Tritten einen Namen gemacht hat, erlitt er seine denkwürdigste Niederlage – 2007 gegen Gabriel Gonzaga – ebenfalls durch einen Tritt zum Kopf, womit das alte Sprichwort „Wer das Schwert ergreift, wird durchs Schwert umkommen“ bestätigt wird.

Chuck Liddells Rechte
Im Laufe von sieben Kämpfen zwischen den Jahren 2004 und 2006 schuf sich Chuck „The Iceman“ Liddell seinen Platz in der Ruhmeshalle der UFC mit einer Knockout-Serie, wie es sie bis dato noch nie gegeben hatte. Der Verursacher der meisten dieser heftigen Kampfausgänge war ein Schlag mit seiner rechten Faust, die seine Gegner aufs „Eis“ legte, sobald er sie mit ihr am Kinn traf. Liddell schlug keineswegs Fallobst KO, sondern Veteranen wie Tito Ortiz, Randy Couture, Jeremy Horn, Vernon White und Renato „Babalu“ Sobral. Sie alle können Geschichten von seiner rechten Faust erzählen. Also was war das Geheimnis? Vielleicht die Tatsache, dass Liddell nicht auf gewöhnliche Art zuschlug. Stattdessen beugte er seinen Ellenbogen und schwang seine Rechte wie einen Schläger. In Verbindung mit seiner Schnelligkeit und Präzision führte ein Volltreffer in den meisten Fällen zu einem schnellen, die Zuschauer begeisternden KO-Sieg.

Anderson Silvas Frontkick
Spricht man über das Arsenal von Anderson Silva, dem Weltmeister im Mittelgewicht, kann man stundenlang die verschiedenen Techniken analysieren, mit denen „The Spider“ seine Gegner schon auseinandergenommen und besiegt hat. Aber um Platz zu sparen und auch andere Kämpfer mit einbeziehen zu können, konzentrieren wir uns hier auf eine seiner letzten kampfentscheidenden Techniken: den fantastischen Frontkick, der jeden – vor allem seinen Gegner Vitor Belfort – überraschte, als er ihn erstmals im Februar 2011 in der ersten Runde des Hauptkampfs von UFC 126 zeigte. Schnell und präzise trat Silva zu und erwischte Belfort genau am Kinn – „The Phenom“ fiel zu Boden, als hätte man auf ihn geschossen. Die nachfolgenden Schläge waren nur noch für die Galerie, denn es war der Kick – der Silva laut eigener Aussage vom Actionfilmstar Steven Seagal gelehrt wurde – der den Job erledigt hat.

Mark Colemans Ground and Pound
Hört man die Menschen über Mark Coleman als den „Paten des Ground and Pound” sprechen, so ist das mehr als ein Zeichen des Respekts für das Mitglied der UFC-Ruhmeshalle. Es bekräftigt die Annahme, dass die heutige MMA-Welt ohne Colemans innovative Technik, die das Ringen mit Schlägen am Boden verband, heutzutage ganz anders aussehen würde. Als ehemaliger „Division I“-Landesmeister im Ringen für die Ohio-State-Universität fing Coleman im Jahr 1996 ohne jegliche Vorkenntnisse im Standkampf oder Jiu-Jitsu mit dem MMA-Sport an. Also setzte „The Hammer“ das ein, was er am besten konnte: Ringen. Sobald er seine Gegner auf der Matte hatte, verhinderte er mit seiner Kraft und seiner Positionskontrolle, dass sie sich bewegen konnten. Und wenn sie sich doch bewegten, wurden sie mit einer Salve von Schlägen, Ellenbogenstößen und Unterarmstößen begrüßt, die selbst den härtesten Kämpfern schwer zusetzten. Bespricht man kampfentscheidende Techniken, würde man vermutlich nicht als erstes an Ground and Pound denken – doch die ehemaligen Gegner von Coleman sehen das garantiert ganz anders.

Jose Aldos Eingesprungener Doppel-Kniestoß
Jose Aldo wurde nicht gleich nach seinem Debütsieg über den erfahrenen Alexandre Nogueira zu einem WEC-Titelkampf gepushed. Stattdessen wurde der brasilianische Bomber Schritt für Schritt an die Weltspitze herangeführt, von einem unangenehmen Gegner zum nächsten. Eigentlich sollten sie Aldo auf harte Proben stellen, doch am Ende ließ er sie alle wie Durchschnittskämpfer aussehen. Drei aufeinanderfolgende KO-Siege über Jonathan Brookins, Rolando Perez und Chris Mickle machten ihn zum Publikumsliebling. Cub Swanson hätte ihn dann endlich einmal auf Herz und Nieren prüfen sollen, doch dazu kam es nicht. Stattdessen stürmte Aldo mit der Ringglocke nach vorne und landete nicht nur einen eingesprungenen Kniestoß, sondern zwei hintereinander. Swanson ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Der Kampf dauerte nur acht Sekunden und machte einmal mehr deutlich, wie gefährlich der künftige WEC- und UFC-Federgewichtstitelträger ist.

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