Kevin Lee kämpft um den „wahren Titel“

Samstagnacht steht im Hauptkampf von UFC 216 in Las Vegas der Interimstitel im Leichtgewicht auf dem Spiel – aber Kevin Lee ist fest davon überzeugt, dass es bei seinem Duell mit Tony Ferguson darum geht, wer die Nummer 1 in dieser Gewichtsklasse ist.

„Das ist der wahre Weltmeisterschaftskampf“, sagt der 25 Jahre alte US-Amerikaner. Er sieht Parallelen zwischen seinem Duell mit Ferguson und dem Superfight zwischen Gennady Golovkin und Saul „Canelo“ Alvarez, der sich mit dem Jahrhundertkampf zwischen UFC-Champion Conor McGregor und Box-Legende Floyd Mayweather Jr. messen musste.

„Klar, Mayweather-McGregor hat viel Geld eingebracht, es war unterhaltsam, aber Canelo-GGG war sportlich auf einem ganz anderen Niveau – und das trifft auch auf den Kampf zwischen mir und Tony Ferguson zu“, sagt Lee, der im Juni seinen fünften Sieg in Folge erzielte.

Viele Menschen werden Lee nicht zustimmen, denn McGregor, der amtierende Weltmeister im Leichtgewicht, steht nach wie vor an der Spitze der Gewichtsklasse – und diese Position kann er nur im Octagon verlieren.

Dessen ungeachtet, hat Lee absolut Recht, wenn er behauptet, dass sein Kampf gegen Ferguson sportlich erstklassig ist.

„McGregor kämpft doch gegen niemanden“, sagt Lee über den Weltmeister, der seinen Titel im November 2016 bei UFC 205 in New York City gewann. „Tony hat gegen jeden gekämpft, er hat ein Who’s Who der Leichtgewichtsklasse besiegt. Ich habe einige zähe Gegner besiegt, die vielleicht noch nicht so bekannt sind, aber es wirklich drauf haben.“

„Jeder von uns hat schon mehr als zehnmal im Leichtgewicht gekämpft und jeder weiß, dass das die am stärksten besetzte Gewichtsklasse in der UFC ist“, sagt Lee. „Ich denke, die wahren Fans sind heiß auf unseren Kampf. Das ist der echte Weltmeisterschaftskampf. Wir werden herausfinden, wer das beste Leichtgewicht der Welt ist.“

Je näher der Interimstitelkampf zwischen Lee und Ferguson rückt, umso härter führen sie ihre Wortschlachten in Interviews und bei Presseterminen. Wenn Ferguson gerade nicht in der Nähe ist, spricht Lee jedoch etwas anders über
ihn.
 
Kevin Lee and Tony Ferguson face-off at a Media Day before UFC 216Natürlich lässt er keine Gelegenheit aus, seinen Konkurrenten zu provozieren, aber er gibt zu, dass er Ferguson nicht nur respektiert, sondern sogar sehr schätzt, denn der lässt seinen Worten auch stets Taten folgen.

„Der Mann ist zäh“, sagt Lee. „Was seine Fähigkeiten betrifft, erinnert er mich an eine bessere Version von Michael Chiesa. Aber im mentalen Bereich unterscheidet er sich von allen anderen, das sieht man in seinen Kämpfen. Er kassiert in der ersten Runde harte Treffer, aber irgendwie kommt er zurück, bricht den Wellen seiner Gegner und gewinnt.“

„Ich bin gespannt, wie ich mich gegen jemanden schlage, der schon so viele Gegner gebrochen hat“, fügt Lee hinzu. „Es ist die eine Sache, gegen jemanden wie Edson Barboza zu kämpfen – er kann dich ausknocken und er ist technisch hervorragend, aber technische Probleme kann man lösen. Viel schwieriger ist es, gegen jemanden zu kämpfen, der seine Gegner bricht. Ich werde die Gelegenheit haben, den Menschen zu zeigen, dass ich das Zeug zum wahren Weltmeister habe.“
 


Eines der vielen Dinge, die Lee mit McGregor gemeinsam hat, ist die Tatsache, dass sie ihre erste Titelchance in Interimstitelkämpfen bekommen haben.

Die Menschen sehen das selbstbewusste Auftreten und hören die markigen Sprüche und bilden sich daraus ihre Meinung über den talentierten Senkrechtstarter.

Sie stellen die Stärke seiner bisherigen Gegner in Frage und meinen, er erhielte eine Chance, die er sich nicht im Octagon verdient hat, sondern aufgrund seiner Fähigkeiten am Mikrofon und der polarisierenden Wirkung, die er auf die Fans hat.

Aber ganz wie McGregor hat Lee aus seinen Chancen das Beste gemacht und nun brennt er darauf, der Welt zu zeigen, dass er im Octagon genauso gut ist, wie er immer von sich behauptet.

„Ich habe meine letzten vier oder fünf Kämpfe so behandelt, als ginge es um den Weltmeistertitel, also ändert sich jetzt nichts für mich“, sagt er über sein Duell mit Ferguson. „Ich bin etwas aufgeregt, aber das ist kein Problem, wenn man damit umzugehen weiß.“

„Ich habe hart für meine Chance gearbeitet und freue mich tierisch auf den Kampf“, fügt Lee hinzu. „Genau wegen diesen Kämpfen mache ich diesen Sport. Ich liebe die Herausforderung. Ich will kein leichtes Geld, keine leichten Kämpfe. Ich will mir alles, was ich habe, verdienen.“

Das Hauptprogramm von UFC 216 läuft in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, Dezember 30
10PM/7PM
ETPT
Las Vegas, Nevada

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