Derrick Lewis reicht stets nur ein Schlag


In den Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Auckland, Neuseeland geht Derrick Lewis mit einer Serie von sechs Siegen in Folge, unter anderem gegen Travis Browne und Gabriel Gonzaga.

Im Schwergewicht ist er aktuell die Nummer 6, noch einen Platz vor Mark Hunt, dem er Samstagnacht im Octagon gegenübersteht. Gewinnt der Texaner auch gegen Hunt, befindet er sich mitten im Titelgeschehen und hat gute Chancen, noch in diesem Jahr um den Weltmeistertitel zu kämpfen.

Das Dasein als Profisportler, der auf dem höchsten Level seines Sports Erfolge feiert und von Sieg zu Sieg bekannter und beliebter wird, sollte eigentlich ausreichen, um auch bei den eigenen Kindern einen „Superstar-Status“ zu genießen – aber bei Familie Lewis ist das nicht der Fall.

Der leise sprechende Koloss schwört, dass das schon eine ganze Weile so geht, seine derzeitige Situation könnte aber auch mit dem „Kuchengesicht“-Vorfall zusammenhängen, der sich letzten Monat bei der Geburtstagsfeier seines Sohnes ereignete und über den FOX Sports PROcast seinen Weg ins Internet fand.

„Er sagte, ich sei zu seiner nächsten Party nicht eingeladen und er war dabei ernst, er hatte einen ernsten Gesichtsausdruck“, sagte Lewis über die Reaktion seines Sohnes auf den Geburtstagsstreich. „Er meint es ernst. Er war richtig sauer, aber in unserem Haushalt spielen wir uns immer gegenseitig Streiche.“

Das Video war nur einer von vielen Social-Media-Hits, die Lewis in den vergangenen Monaten landete. Innerhalb von drei Jahren entwickelte er sich vom unbekannten Neuling zum aufstrebenden Star – weil er seine Gegner im Octagon wegräumt und die Fans außerhalb des Octagons mit seinen Online-Eskapaden unterhält.

Ursprünglich als gefährlicher, aber limitierter Neuzugang im Schwergewicht betrachtet, als er im April 2014 im Octagon debütierte, änderte sich die Meinung der Menschen, seit Lewis bei UFC 192 in Houston gegen Viktor Pesta gewann, den er nach zwei verlorenen Runden im dritten Durchgang stoppen konnte.

Seine Fähigkeit, Hürden zu überwinden, sah man auch letzten Dezember bei der „UFC Fight Night“ in Albany, wo Shamil Abdurakhimov ihm mit ringerischen Mitteln zusetzte. In den ersten fünfzehn Minuten hatte Lewis in seinem Hauptkampf-Debüt große Schwierigkeiten, aber ein Takedown am Zaun des Octagons, zwei Minuten vor dem Ende der vierten Runde, war alles, was er brauchte. „The Black Beast“ machte die vorrangegangenen Runden vergessen, als er Abdurakhimov mit wuchtigen Schlägen aus der Mount-Position attackierte und bezwang.

Durchsetzungsvermögen bewies Lewis auch im Februar bei der „UFC Fight Night“ in Halifax. Travis Browne hatte ihm in der ersten Runde mit einem Bodykick zwei Rippen gebrochen, aber Lewis gab nicht auf und besiegte Browne in der dritten Runde.

Mit jeder dieser Leistungen wuchs Lewis‘ Selbstvertrauen.

„Ich habe gezeigt, dass ich ein Kämpferherz besitze“, sagte er über seinen „Kampf des Abends“ gegen Browne. „Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich mich immer durchsetzen kann, egal wie brenzlig die Lage ist. Mir reicht immer nur ein Schlag zum Sieg.“

Seine sechs Siege in Folge beweisen zudem, dass Lewis aktuell eines der besten Schwergewichte der Welt ist.


Eine solche Einschätzung haben viele seiner Kollegen und Konkurrenten zum Ziel, aber dem 32 Jahre alten US-Amerikaner bedeutet sie nicht viel. Ihm geht es nur darum, für seine Familie zu sorgen.

„Mir ist es egal, wer der Beste ist – das schwöre ich“, sagte Lewis. „Es interessiert mich nicht, das beste Schwergewicht der Welt zu sein. Mich interessiert nur das Geld.“

Für Lewis ist die Sache klar: Um größere Schecks zu bekommen, muss er die härtesten Schwergewichte in der UFC besiegen. Vor dem Showdown mit Hunt am Wochenende hat er einen neuen Vertrag unterzeichnet, aber er weiß, dass es seine Position am Verhandlungstisch bei der nächsten Vertragsunterzeichnung enorm verbessern wird, wenn er seine Gegner weiterhin so abfertigt.

„Wenn ich gegen die Besten kämpfe, dann ist es für mich einfacher, mehr Geld zu verlangen, wenn ich ihnen die Zahlen vorlege“, fügte Lewis hinzu. „Overeem hat zuletzt gewonnen, aber er hat kein Kinn.“

Lewis lachte kurz über seinen Kommentar, aber dann hielt er inne und dachte darüber nach, wie sein Leben bis hierher verlaufen ist.

„Jeden Tag setze ich mich hin und schaue mich um und kann nicht glauben, was alles so abgeht“, sagte er mit ernster Miene. „Jeden Tag muss ich mich dazu bringen, bescheiden zu bleiben.“

„Jeden Tag schaue ich mir meine Kinder an und denke daran, wie es früher war: Wir mussten überall zu Fuß hin und wir mussten andere Menschen darum bitten, uns mit unseren Rechnungen zu helfen“, sagte Lewis weiter. „Jetzt stehe ich an der Spitze meiner Gewichtsklasse und kämpfe für die größte Organisation der Welt. Mir geht es gut.“

„Mehr kann ich gar nicht verlangen.“

Abgesehen von einer Einladung zur nächsten Geburtstagsfeier seines Sohnes.

Die „UFC Fight Night“ in Auckland, Neuseeland läuft in der Nacht zum 11. Juni live und exklusiv auf UFC FIGHT PASS.

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