Derrick Lewis ist hungriger denn je

LAS VEGAS, NV - OCTOBER 06: Derrick Lewis poses on the scale during the UFC 216 weigh-in inside T-Mobile Arena on October 6, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)
Derrick Lewis betont immer wieder, dass er nicht für Ruhm und Ehre in der UFC kämpft, sondern um seine Familie zu ernähren.

Daher kommt das texanische Schwergewicht auch auf zwölf Auftritte im Octagon in seinen ersten vier Jahren in der UFC. Und daher scheute er auch das Rampenlicht, als er zwischen Oktober 2015 und Februar 2017 sechsmal in Folge gewann. In den sozialen Medien ist er sehr aktiv und unterhält gerne seine Fans, aber so richtig bekannt möchte der 33 Jahre alte US-Amerikaner nicht werden.

Lewis kämpft für seine Familie und so war der 27. Oktober 2017 vermutlich der schwärzeste Tag in seiner Karriere. Bei UFC 216 in Las Vegas sollte er gegen Ex-Weltmeister Fabricio Werdum antreten, aber die Rückenschmerzen, unter denen er schon monatelang litt, waren so groß, dass er am Kampftag absagen musste. Diese Entscheidung fiel ihm absolut nicht leicht.

„Das war schon hart, ich weinte“, sagte Lewis, der Sonntagnacht bei der „UFC Fight Night“ in Austin, Texas gegen Marcin Tybura zurückkehrt. „Ich hatte üble Schmerzen. Sie mussten mich in einen Rollstuhl setzen – so weh hat es getan. Es war furchtbar.“

Die Kampfabsage fiel Lewis nicht leicht, aber er wusste, dass er mit eingeschränkter Beweglichkeit nicht viel ausrichten konnte.

Bei einem 1,93 Meter großen Mann, der abkochen muss, um das 120-Kilogramm-Limit für das Schwergewicht zu erreichen, ist es nicht verwunderlich, dass der Rücken anfällig ist. Lewis hat schon seit Jahren damit zu kämpfen. Aber wenn er in der Vorbereitung vor seinen Duellen Gewicht verlor, verbesserte sich sein Zustand und er konnte sein Bestes geben.

Das gelang „The Beast“ sechzehn Monate lang, in denen er seine Schlagkraft und Widerstandsfähigkeit bewies und sechs Kämpfe in Folge gewann, fünf davon vorzeitig. Damit verdiente er sich einen Hauptkampf gegen Mark Hunt.

Anstatt sich um seine Rückenbeschwerden zu kümmern, konzentrierte sich Lewis auf sein Training und die Schmerzen wurden immer größer. Dennoch stieg er gegen Hunt ins Octagon – und verlor.

HALIFAX, NS - FEBRUARY 19: <a href='../fighter/Derrick-Lewis'>Derrick Lewis</a> (top) celebrates after defeating <a href='../fighter/Travis-Browne'>Travis Browne</a> in their heavyweight fight during the <a href='../event/UFC-Silva-vs-Irvin'>UFC Fight Night </a>event inside the Scotiabank Centre on February 19, 2017 in Halifax, Nova Scotia, Canada. (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)„Vor dem Kampf gegen Mark Hunt litt ich ständig unter Schmerzen“, sagte er. „Der Kameramann, der mich bei der Vorbereitung filmte, sah, wie wir mitten im Training aufhören mussten, damit ich mich massieren lassen konnte. Im Kampf blockierte dann mein Rücken, ich konnte meine Rechte nicht mehr abfeuern, weil die rechte Seite meines Rückens komplett kaputt war.“

Knapp eine Minute vor dem Ende der vierten Runde beendete Hunt seine Siegesserie. Dieselben Schwierigkeiten wollte Lewis im Kampf gegen Werdum nicht riskieren – also sagte er ab.

Vier Monate später ist Lewis heiß darauf, ins Octagon zurückzukehren. In seinem Heimatstaat Texas will er eine neue Siegesserie starten.

„Ich glaube, dass alles aus einem Grund geschieht und durch die Pause hatten mein Körper und mein Geist die nötige Zeit, um sich zu erholen“, sagte Lewis. „Ich bin jetzt hungriger denn je. Mein Hunger ist zurück.“

„Vor ein paar Kämpfen, war ich echt satt, ich wusste, dass ich eine Pause brauchte“, fügte er hinzu. „Selbst mit den Kämpfen, die ich gewann, war ich unzufrieden. Ich fühlte mich nicht als Sieger. Ich brauchte eine Auszeit. Ich habe den Reset-Knopf gedrückt und bin jetzt wieder voll da. Ich freue mich riesig auf meine Rückkehr.“

Sonntagnacht trifft Lewis auf Tybura – der Kampf hätte schon im Oktober 2016 auf den Philippinen stattfinden sollen, ehe die Veranstaltung abgesagt wurde und die beiden Schwergewichte unterschiedliche Richtungen einschlugen.

Tybura setzte sich gegen Luis Henrique und Ex-Weltmeister Andrei Arlovski durch, verlor dann aber im vergangenen Jahr gegen Werdum einstimmig nach Punkten. Lewis gewann Hauptkämpfe gegen Shamil Abdurakhimov und Travis Browne und musste sich anschließend Hunt geschlagen geben.

Bei der „UFC Fight Night“ in Austin streben beide Männer danach, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Lewis und sein Team haben sich in der Vergangenheit schon einmal auf Tybura vorbereitet, aber sie wissen, dass jetzt ein ganz anderer Kämpfer auf ihn wartet.

„Wir wissen, was er kann, aber er trainiert jetzt mit einem anderen Team“, sagte Lewis über seinen Gegner. „Er trainiert unter Greg Jackson, nicht mit seinen Jungs in Polen. Er hat jetzt ein neues Team.“

„Ich habe gesehen, dass er jetzt den weltberühmten Oblique Kick einsetzt, den sie dort jedem beibringen – dieser Kick gegen das Knie“, fügte er hinzu. „Aber ich glaube, er wird versuchen, mich niederzuringen.“

Das wäre eine clevere Taktik, wenn man bedenkt, wie viel Power Lewis in seinen Schlägen hat. In der Vergangenheit haben einige seiner Gegner diese Taktik verfolgt, die einen mit mehr, die anderen mit weniger Erfolg.

Lewis ist jetzt gesund und hungrig und hat ein paar neue Tricks gelernt, die er Sonntagnacht enthüllen will.

„Ich fühle mich viel besser und ich habe einige neue Asse im Ärmel, die ich hoffentlich im Kampf zeigen kann“, sagte er. „So Gott will, wird alles gutgehen.“

„Ich weiß, dass er ein zäher Gegner ist – er ist ein guter Bodenkämpfer, sehr widerstandsfähig, sehr ausdauernd“, sagte Lewis weiter. „Er trainiert in einem guten Team. Wir müssen abwartet, was passiert. Ich werde auf jeden Fall hart kämpfen, denn ich habe einiges zu beweisen.“

Die „UFC Fight Night“ in Austin, Texas läuft in der Nacht vom 18. auf den 19. Februar live auf UFC FIGHT PASS.

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