Masvidal hat mit neuem Kampfstil Erfolg


Im Kern ist Jorge Masvidal heutzutage – nach 43 Profikämpfen in 14 Jahren – immer noch derselbe Mann, der er war, als er diesen Weg begann.

Während viele Kämpfer gerne davon erzählen, dass sie gegen jeden kämpfen – egal wo, egal wann – ist das 32 Jahre alte Weltergewicht aus Miami einer derjenigen, die ihren Worten auch Taten folgen lassen. Masvidal war schon immer mehr daran interessiert, gegen die Besten zu kämpfen und herauszufinden, was er kann, als seine Bilanz mit leichten Siegen gegen überforderte Gegner zu polstern.

„Es gibt da draußen viele Blender, darunter auch amtierende Weltmeister, aber ich will keine Namen nennen und sie bloßstellen, weil sie nicht gegen die Besten kämpfen wollen“, sagte Masvidal im Vorfeld von UFC 211 in Dallas, wo er Samstagnacht im Hauptprogramm dem Brasilianer Demian Maia gegenüberstehen wird. „Ich habe mit diesem Sport angefangen, weil ich dachte: ‚Die Typen, die gerade den Gürtel haben – die kann ich jetzt noch nicht besiegen, aber irgendwann werde ich für sie bereit sein.‘ Ich will gegen die Besten der Welt kämpfen.“

„Es macht mir keinen Spaß, gegen ein Kind Schach zu spielen; ich kämpfe gerne gegen die Besten der Welt – das macht mir Spaß“, fügte er hinzu. „Darum kann ich morgens um 6 Uhr aufwachen, schwimmen gehen und drei Stunden später Gewichte stemmen und meine Kondition trainieren. Man braucht einen solchen Antrieb.“

Masvidal punches <a href='../fighter/Donald-Cerrone'>Donald Cerrone</a> during their welterweight bout in January Dieser Antrieb verhalf ihm zuletzt zu drei Siegen in Folge, gegen Ross Pearson, Jake Ellenberger und Donald „Cowboy“ Cerrone. Nun ist er die Nummer 5 im Weltergewicht. Und wenn er Samstagnacht gegen Demian Maia gewinnt, den viele als den nächsten Titelherausforderer betrachten, dann befindet er sich plötzlich mitten drin im Titelgeschehen.

Masvidal wird von den meisten Kampfsportfans seit jeher sträflich unterschätzt, auch wenn seine kämpfenden Kollegen sowie diejenigen, die seine Karriere seit Jahren verfolgen, ihn sehr respektieren. Als er Cerrone am Anfang dieses Jahres in der zweiten Runde stoppte, bekam er endlich die Aufmerksamkeit, die er verdient – und die Chance, sich mit einem Sieg über den mehrfachen BJJ-Weltmeister Maia für einen Titelkampf zu empfehlen.

„Genau solche Kämpfe brauche ich“, sagte Masvidal über seine letzten und seinen bevorstehenden Gegner. „Jetzt, da ich die Gelegenheit habe, mich zu beweisen, werde ich es allen zeigen. Ich werde jeden zerstören, der mir vorgesetzt wird. Glücklicherweise geben sie mir von Kampf zu Kampf immer einen besseren Gegner.“

Während seine Einstellung gleichgeblieben ist, hat sich seine Herangehensweise im Octagon zuletzt erheblich geändert. Diese Änderung war notwendig, um die Frustration und den Schmerz zu vermeiden, die auftreten, wenn man in der UFC dreimal geteilt nach Punkten verliert.

Er sprach mit seinen Trainern und er sprach mit Offiziellen aus Südflorida, wo er sich seine ersten Sporen als Kämpfer verdiente. Er wollte wissen, was er falsch machte, wie er sich verbessern konnte und wie er verhindern konnte, künftig immer wieder dasselbe Schicksal zu erleiden.

„Vom ersten Tag, an dem ich mir Handschuhe angezogen und meine erste Sparringseinheit absolviert habe, konnte man sehen, dass ich von Natur aus ein Konter-Kämpfer bin, denn ich konnte alles in Zeitlupe sehen. Ich konnte im Rückwärtsgang kämpfen“, sagte Masvidal, der am Anfang seiner Karriere unter anderem gegen Raphael Assuncao, Joe Lauzon und Yves Edwards gewann. „Aber damit bezahlt man keine Rechnungen. Diese Punktrichter können rechts nicht von links unterscheiden. Die begreifen nicht, dass ich mehr schlage, mehr treffe und in den meisten Kämpfen mehr Schaden anrichte. Das finde ich verrückt. Also nahm ich mir vor, es niemals auf die Punktrichter ankommen zu lassen, aber das ist nicht immer einfach. Es kann sein, dass jemand nicht kämpfen will und wenn jemand nicht kämpfen will, dann wird es ein verdammt langer Arbeitstag.“

Seit Masvidal sich einen aggressiveren Kampfstil angeeignet hat, sind seine Arbeitstage recht kurz.

Die Verwandlung begann mit seinem Sieg über Pearson und setzte sich mit einem Sieg über Ellenberger fort, den er bereits früh in der ersten Runde niederschlug. Obwohl Masvidal gegen Cerrone einen langsamen Start erwischt hatte, beeindruckte er die Zuschauer im weiteren Kampfverlauf mit seiner Leistung.

Masvidal klingelte Cerrone am Ende der ersten Runde an und setzte ihn dann am Anfang der zweiten Runde sofort unter Druck. Er feuerte sein ganzes Arsenal ab, schlug Cerrone nieder und erzwang kurz darauf den Kampfabbruch.

Der zähe Kämpfer aus Südflorida hat seine Herangehensweise an seine Kämpfe im Octagon stark verändert und will dieser neuen Linie weiterhin treu bleiben. Denn bislang sprechen die Ergebnisse für sich. Masvidal ist zuversichtlich, dass er Samstagnacht gegen Maia zeigen kann, zu was er wirklich fähig ist.

„Das ist alles noch in Arbeit“, sagte er über seinen neuen Kampfstil. „Ihr habt es im Kampf gegen Jake gesehen und ihr habt es im Kampf gegen Cowboy gesehen. Im Kampf gegen Maia werdet ihr ein Massaker erleben. Ich werde ihm wehtun. Ich werde ihm keinen Raum zum Atmen lassen.“

Das Hauptprogramm von UFC 211 läuft in der Nacht zum 14. Mai live auf ranFIGHTING.de, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, April 20
St Petersburg, Russia

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