Holloway setzt epische Siegesserie aufs Spiel



Elf Kämpfe hat Max Holloway zuletzt in Folge gewonnen – somit fehlt ihm nur noch ein Sieg, um Demetrious Johnson einzuholen, den Gewichtsklassen übergreifend besten UFC-Kämpfer.

Holloways beeindruckende Siegesserie hält schon fast vier Jahre an – eine Zeit, in der sich der junge Hawaiianer als einer der Besten seiner Zunft etablierte. Mit Siegen über Jose Aldo und Anthony Pettis, zwei ehemalige Weltmeister, machte er sich selbst zum Superstar.

Doch die größte Herausforderung seiner Karriere wartet bei UFC 218 in Detroit auf ihn. In der Nacht zum 3. Dezember bestreitet er seine erste Titelverteidigung gegen den legendären Frankie Edgar.

Bei UFC 150 feierte Holloway sein PPV-Debüt – während Edgar bei der Veranstaltung im Hauptkampf stand. Der flinke Ringer aus New Jersey steigt schon seit einem Jahrzehnt ins Octagon und hat seitdem sechzehn Kämpfe für sich entschieden. Gewinnt Edgar bei UFC 218, wäre er der vierte UFC-Kämpfer, der einen Weltmeistertitel in zwei unterschiedlichen Gewichtsklassen hält – aber Holloway hat da noch ein Wörtchen mitzureden.

Holloway erzielte vierzehn Siege in der Hälfte der Zeit, in der Edgar sechzehn Siege einfuhr. Der ehemalige UFC-Kommentator Brian Stann sagte während Holloways Kampf gegen Cole Miller, dass der junge Senkrechtstarter neue Techniken und Kombinationen erfindet, als sei er ein Charakter in einem Videospiel.

Schon vor seinem Debüt im Jahr 2012 galt Holloway als vielversprechendes Talent. Er kämpfte sich nach und nach die Rangliste im Federgewicht hoch, allerdings nicht ohne Rückschläge. Nach Niederlagen gegen Dennis Bermudez und Conor McGregor hatte er zunächst eine UFC-Bilanz von 3-3 und stand am Scheideweg seiner Karriere.

Er reagierte darauf, indem er eine der sensationellsten Siegesserien der UFC-Geschichte erzielte. Holloway scheint noch immer mit jedem Kampf besser zu werden. Seine vorzeitigen Siege gegen Pettis und Aldo machten ihn zu einem gefeierten Champion.

Holloway erklärte kürzlich, er verfolge eine andere Herangehensweise als seine Konkurrenten.

(R-L) Max Holloway punches Jose Aldo of Brazil in their UFC featherweight championship bout during the UFC 212 event at Jeunesse Arena on June 3, 2017 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Buda Mendes/Zuffa LLC)„Die spielen Dame, ich spiele Schach“, sagte Holloway im „UFC Unfiltered Podcast“. „Man hat Bauern, Läufer, Türme und eine Königin – und jede Figur hat ihre Rolle. Jeder Spieler hat dieselben Figuren zur Verfügung, aber nicht alle setzen sie clever ein.“

Holloway ist ein technisch versierter und strategisch gut geschulter Kämpfer, der seine Fähigkeiten immer mehr komplettiert. Er trat gegen erstklassige Standkämpfer, Ringer und Bodenkämpfer an – und siegte. Aber jeder Kampf ist anders und Edgar wird Holloway vor ein neues Rätsel stellen, das erst mal gelöst werden will.

Aber auch dafür hat der stolze Hawaiianer einen Plan.

„In einem Kampf kann mir keiner den Schneid abkaufen, ich werde jede Minute stärker“, sagte Holloway. „Die Menschen halten das für einen Sprint, aber tatsächlich ist es ein Marathon. Ich will mein Vermächtnis ausbauen und einer der Größten aller Zeiten werden.“

Das Hauptprogramm von UFC 218 läuft in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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