McGregor und Mayweather drehen in Toronto auf



Conor McGregor sagte am Dienstag, das Format seiner ersten Box-Pressekonferenz in Los Angeles habe ihn etwas erstaunt.

Bereits am Mittwoch hatte sich der UFC-Champion im Leichtgewicht darauf eingestellt und betrat die Budweiser Stage im kanadischen Toronto, Ontario, um seinen Boxkampf gegen den legendären Box-Weltmeister Floyd Mayweather zu bewerben, der in der Nacht zum 27. August in Las Vegas stattfindet. Die Veranstaltung war ausverkauft und die Zuschauer waren erneut auf McGregors Seite. Lautstark bejubelte sie jeden seiner Sprüche.

Kaum hatte McGregor ein Mikrofon in den Händen, war niemand mehr sicher – weder Showtime-Sports-Boss Stephen Espinoza noch Rob Kardashian oder der gesamte Boxsport. McGregor haute einen Spruch nach dem anderen raus und stiftete die Zuschauer sogar an, die Mayweathers mit Schmähgesängen zu überziehen – ehe er Mayweather herausforderte, ihm das Mikrofon zu entreißen.

TORONTO, CANADA - JULY 12: (L-R) Floyd Mayweather Jr. and Conor McGregor interact on stage during the Floyd Mayweather Jr. v Conor McGregor World Press Tour event at the Staples Center on July 12, 2017 in Toronto, Ontario, Canada, California. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)Der irische Superstar tat seine Sympathie für Toronto und einen der Lieblingssöhne der Stadt kund, die Hip-Hop-Ikone Drake, der am Mittwoch ebenfalls auf der Bühne stand.

„Ich bin hierher gekommen, um Zeuge eines historischen Ereignisses zu sein“, sagte Drake über „den größten Kampf in der Geschichte des Kampfsports“.

Als Antwort darauf zitierte McGregor den Sänger aus Toronto.

„Ich habe unten angefangen und jetzt bin ich hier“, sagte McGregor und grinste. Dann blickte er auf seinen letzten Auftritt in Toronto zurück, während der Welttournee, mit der er seinen Weltmeisterschaftskampf gegen Jose Aldo bewarb.

„Damals haben sie dasselbe gesagt, was sie heute sagen“, fügte McGregor hinzu. „Ich hätte keine Chance, ich hätte mir zu viel vorgenommen, er hätte zu viele Waffen. Ich habe nur 13 Sekunden gebraucht.“

Die Zuschauer brachen in Jubelstürme aus und wechselten sofort zu Buhrufen, als Mayweather das Mikrofon ergriff. Die Box-Legende ließ sich von der Reaktion nicht einschüchtern und ging vor seinem Gegner auf und ab, bis er ihn anblaffte: „Eines wissen wir sicher: Die Fans können nicht für dich kämpfen.“

Mayweather feuerte mit derselben Intensität zurück wie vor ihm McGregor und forderte ihn heraus, seinen Worten im August Taten folgen zu lassen.

„Wenn du so sehr an dich glaubst, wie du behauptest, dann setz deinen Scheck aufs Spiel“, sagte Mayweather.

„Schick mir den Vertrag“, antwortete McGregor.

„Ihr habt ja vielleicht Nerven, an einen Kämpfer zu glauben, der aufgibt“, sagte Mayweather zu den Zuschauern. „Ich gebe nicht auf, ich gebe bei Druck nicht klein bei. Ich bin der Beste. Echte Killer geben niemals auf.“

Die Welttournee ist zur Hälfte vorbei. Jetzt reisen Mayweather und McGregor weiter nach Brooklyn, New York.

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