Nelson hat seinen Rhythmus gefunden

Kurz vor dem fünften Jubiläum seiner Ankunft in der UFC, wenige Tage vor dem Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Glasgow, ist sich das Weltergewicht Gunnar Nelson sicher: Er hat seinen Rhythmus gefunden.

Nelson unterschrieb im Juli 2012 bei der UFC, als ungeschlagenes Nachwuchstalent, das als Phänomen im Bodenkampf galt. Der Isländer wurde den hohen Erwartungen an ihn gerecht. Er gewann vier Kämpfe in Folge und stieg damit in die Top 15 im Weltergewicht ein.

Doch in den folgenden 14 Monaten verlor er zweimal, geteilt nach Punkten gegen Rick Story und einstimmig nach Punkten gegen Demian Maia. Zwischendrin zwang er Brandon Thatch in der ersten Runde zur Aufgabe. Es hagelte Kritik an seiner Motivation und Einstellung, manche bezeichneten ihn sogar als überschätzt und leistungsschwach. Doch mit seinen letzten beiden Leistungen ließ Nelson alle Zweifler verstummen und bewies allen, zu was er in der Lage ist.



„Meine letzten beiden Vorbereitungen liefen wirklich gut“, sagt Nelson. „Das neue Konditionstraining hat sich bezahlt gemacht und die Trainingslager waren besser geplant und besser organisiert als zuvor. Wir haben jetzt den Dreh raus. Auch mit dieser Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Ich finde, es war meine bislang beste Vorbereitung.“

„Es gibt immer irgendwelche Schwierigkeiten, aber man muss eben leben und lernen“, sagt Nelson über die beiden Trainingslager vor seinen ausgezeichneten Aufgabesiegen über Albert Tumenov und Alan Jouban, die ihm je einen Performance-Bonus einbrachten.

„Man lernt aus seinen Kämpfen, man lernt aus seinen Vorbereitungen – man lernt aus allem“, fügt Nelson hinzu. „Und dann versucht man einfach, ein kompletter Kämpfer zu werden und im Training die Schwächen zu beseitigen, die man entdeckt hat und die Stärken weiter auszubauen.“

Es schadet auch nicht, die Vorbereitung auf einen Kampf im brandneuen Mjölnir-Gym absolvieren zu können, einer beeindruckenden Anlage, in der es sowohl einen Friseursalon als auch ein Restaurant und eine Bar gibt – in der sich Nelson nach einem intensiven Workout auf der Matte gerne mal zurückzieht.

„Es ist toll, sich nach einer harten Einheit an der Bar entspannen zu können – das ist ein gutes Post-Workout“, sagt der 28 Jahre alte Isländer mit einem Lachen. Allerdings muss er aufpassen, dass er nach einer solchen Aussage nicht auf dem Prüfstand steht, wenn es an der Zeit ist, auf die Waage zu steigen.

„Ich habe keine Probleme mit dem Gewicht“, sagt Nelson. „Ich bin eines der wenigen Weltergewichte im Weltergewicht, wenn ihr versteht. Ich kann essen, was ich will, aber ich ernähre mich sehr gesund. Die Gewichtsabnahme bereitet mir keine Probleme.“

Nelson gehörte noch nie zu den Kämpfern, die sich Gedanken über die Rangliste oder ihren Platz in ihrer Gewichtsklasse machen. Er zieht es vor, sich auf die Entwicklung und Verbesserung seiner Fähigkeiten zu konzentrieren, neue Techniken zu lernen und sich den Rätseln und Herausforderungen zu stellen, die im Octagon auf ihn warten.



Natürlich ist sich Nelson bewusst, dass er sich in der Top 10 im Weltergewicht etabliert hat und dass ein Sieg über Santiago Ponzinibbio den Weg für ein Duell mit einem Konkurrenten ebnet, der in der Rangliste über ihm steht. Aber Nelson interessiert sich mehr dafür, Ponzinibbios Kampfstil und Fähigkeiten auseinanderzunehmen und herauszufinden, wie er diesen Sonntag die vier Kämpfe umfassende Siegesserie des Argentiniers stoppen kann.

„Er kämpft gerne im Stand“, sagt Nelson über seinen Gegner. „Er ist aktiv, aggressiv und gefährlich. Und er hat Power. Ich muss mich im Stand viel bewegen, ihn auf dem falschen Fuß erwischen und überraschen. Es ist wichtig, dass man seinen Gegner lesen und seine Angriffe kommen sehen kann – und ihn dann auskontert.“

Und wie immer wird er versuchen, den Kampf vorzeitig zu beenden.

„Meine Gegner haben kein Gesicht, ich spiele in meinem Kopf die unterschiedlichsten Szenarien und Kämpfe durch, jeden Tag, und ich stelle mir immer ein vorzeitiges Ende vor“, sagt Nelson, der 15 seiner 16 Siege durch Aufgabe oder Knockout erzielte. „Ich strebe immer ein vorzeitiges Ende an, ich will nicht nach Punkten gewinnen. Ich versuche, meinen Gegner in die Ecke zu treiben und meinen Job zu erledigen – und das werde ich auch am Sonntag in Glasgow tun.“

Das Hauptprogramm der „UFC Fight Night“ in Glasgow läuft am 16. Juli live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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