Conor und Khabib streiten in New York

NEW YORK – NEW YORK – Die beiden Sportler, die in der Nacht zum 7. Oktober in Las Vegas im Hauptkampf von UFC 229 stehen, haben sich bisher relativ ruhig verhalten. Aber an der anderen Küste der USA holten Khabib Nurmagomedov und Conor McGregor am Donnerstag die verlorene Zeit nach und zeterten bei der Pressekonferenz in der Radio City Music Hall, was das Zeug hielt.

McGregor, ehemaliger Doppel-Champion der UFC, nutzte jede erdenkliche Gelegenheit, um über seinen Rivalen zu spotten. Nurmagomedov, der amtierende Weltmeister im Leichtgewicht, reagierte meist nur mit einem amüsierten Grinsen oder einem Kopfschütteln.

„Genau das habe ich erwartet“, sagte Nurmagomedov. „Er wird Sprüche klopfen. Wichtig ist aber nur, was am 7. Oktober passiert.“

Die meiste Zeit über blieb Nurmagomedov gelassen, aber sein Herausforderer konnte ihn dann doch aus der Reserve locken. McGregor verteilte Tiefschläge gegen Nurmagomedovs Vater, seine Finanzen und sein Heimatland, aber erst die Anspielung auf den berühmt-berüchtigten Bus-Vorfall im April vor UFC 223 in Brooklyn verärgerte den Titelverteidiger.

„Wenn sich diese Bustür geöffnet hätte, dann wäre dieser Mann jetzt tot“, sagte McGregor. „Er würde in einer Kiste liegen und ich würde in Zelle sitzen.“

„Das zeigt nur seine Schwäche“, giftete Nurmagomedov zurück. „Backstage bei UFC 205 war er sehr nett. Wenn er mit 40 Leuten anrückt, verändert er sich. Das zeigt seine Schwäche. Am 7. Oktober werden wir beide alleine sein.“

So unterhaltsam ein verbaler Schlagabtausch auch sein kann, letzten Endes zählt nur, was bei UFC 229 passiert. Das Duell zwischen Nurmagomedov und McGregor ist der Kampf des Jahres. Nurmagomedov hat eine Profibilanz von 26-0 und war im Octagon genauso dominant, wie es diese Statistik andeutet. McGregor ist, nun ja, McGregor. Er ist der erste UFC-Kämpfer, der zwei Weltmeistertitel gleichzeitig hielt. Kein MMA-Kämpfer ist so berühmt wie der Ire, der im vergangenen Jahr das Unmögliche möglich machte und gegen den legendären Box-Weltmeister Floyd Mayweather in den Ring stieg.

 
 
 
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Ein Posting von der ufc (@ufc) am 20.09.2018

Das war zwar kein siegreiches Unterfangen, aber ein lukratives. Und jetzt kämpft er erstmals seit seinem Sieg über Eddie Alvarez – im November 2016 bei UFC 205 – wieder im Octagon.

„Ich werde ihn zum Boxen zurückschicken“, sagte Nurmagomedov. „Du bist nur wegen des Geldes hier. Ich bin hier wegen meines Vermächtnisses.“

„Ich kam zurück, weil ich diesen Sport liebe“, konterte McGregor, der im April tatenlos zusehen musste, wie „The Eagle“ seinen Gürtel nach einem Sieg über Al Iaquinta überreicht bekam. Nurmagomedov kontrollierte Iaquinta fünf Runden lang und siegte souverän, aber in der Vorbereitung auf den Kampf gegen McGregor will er noch härter trainieren.

„Ich unterschätze ihn nicht und wenn wir im Octagon stehen, werde ich kämpfen, als wäre das mein letzter Kampf“, sagte Nurmagomedov. „Es wird ein langer Abend für ihn.“

„Du klammerst dich verzweifelt an den Beinen deiner Gegner fest“, sagte McGregor. „Was ist das für ein Kampfstil? Ich hoffe, dass es ein langer Abend wird.“

Und das ist die große Frage: Kann sich McGregor gegen den besten Bodenkämpfer, dem er je gegenüberstand, von der Matte fernhalten? Nurmagomedov bezweifelt das.

„Ich werde ihn müde machen und dann mit ihm spielen“, sagte er. „Wenn er müde ist, gibt er immer auf.“

McGregor glaubt jedoch, dass es so weit nicht kommen wird.

„Ich erkenne ein Glaskinn, wenn ich es sehe und ich habe viele Male gesehen, wie er angeklingelt wurde“, sagte der Ire. „Ich weiß, dass er Angst vor einer Tracht Prügel hat und wenn du Angst vor einer Tracht Prügel von mir hast, wird sich jeder Schlag wie eine Kanonenkugel anfühlen.“

In knapp zwei Wochen werden wir wissen, wer Recht hat.

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