Nurmagomedov bricht den Willen seiner Gegner

<a href='../fighter/Khabib-Nurmagomedov'>Khabib Nurmagomedov</a> returns to the Octagon on Saturday at UFC 219 for a co-main event bout against <a href='../fighter/Edson-Barboza'>Edson Barboza</a>Wenn man an die beliebtesten Kämpfer im MMA-Sport denkt – die Kämpfer, auf deren Auftritte sich die allermeisten Fans riesig freuen – dann denkt man automatisch zuerst an die Sportler, die die Highlightvideos kontinuierlich mit ihren spektakulären Knockouts bereichern.

An den Mann, der den Rekord für die meisten Takedowns in einem Kampf hält, würde man vermutlich nicht als erstes denken. Aber genau das macht Khabib Nurmagomedov so besonders.

In einer Zeit, in der Auseinandersetzungen im Clinch so schnell ausgebuht werden wie nie und in der das Publikum die Ringrichter schon wenige Augenblicke nach einem Takedown auffordert, die Kämpfer wieder auf die Beine zu stellen, ist Nurmagomedov einer der wenigen Ringer, der bei den Fans großen Zuspruch genießt – denn er ist eben kein typischer Ringer.

Der unbesiegte Dagestaner könnte seine Gegner auf die Matte werfen und aus der Oberlage kontrollieren, aber er zieht es lieber vor, ihren Willen zu brechen. Genau so beschreibt er auch seinen Kampfstil.

„Ich will meine Gegner zerstören – sie auf den Boden nageln, zum Aufgeben bringen, ihren Willen brechen“, sagte Nurmagomedov, der Samstagnacht bei UFC 219 mehr als ein Jahr nach seinem letzten Kampf ins Octagon zurückkehrt. „Das mache ich schon mein ganzes Leben lang. Ich kämpfe gegen Ringer, ich kämpfe gegen Kickboxer – das spielt alles keine Rolle.“

„Es geht nicht darum, einen bestimmten Gegner vor sich zu haben und zu denken, ich müsste jetzt seinen Willen brechen – das ist einfach mein Kampfstil“, fügte Nurmagomedov hinzu. „Es ist egal, wer mein Gegner ist – Edson Barboza, Tony Ferguson, das spielt keine Rolle. Ich gebe immer Gas und werde den Willen dieser Typen brechen.“

Seine Unbarmherzigkeit und seine beeindruckenden Leistungen im Octagon sind nur ein Teil der Ursache, warum das 29 Jahre alte Leichtgewicht so populär ist. Der andere Teil sind seine Persönlichkeit und die Art und Weise, wie er sich gibt.

Manche halten Nurmagomedov für großspurig, die meisten aber finden sein selbstbewusstes Auftreten charmant, denn letzten Endes sagt er einfach nur das, was er wirklich denkt – auch wenn er in der dritten Person über die ringerische Defensive von Edson Barboza spricht, gegen den er bei UFC 219 kämpft.

„Ich stimme zu, dass er sich ringerisch verbessert hat, aber ich glaube nicht, dass er mich aufhalten kann“, sagte Nurmagomedov. „Gegen Gilbert Melendez oder Anthony Pettis hat er die Takedowns gut verteidigt, aber was ist mit Khabib Nurmagomedov? Ich denke, seine Takedowns sind besser als die von Pettis oder Melendez. Ringen und Melendez sind unterschiedlich, Ringen und Pettis sind unterschiedlich, aber Ringen und Khabib sind ein und dasselbe.“

Nurmagomedov lacht, ehe er weiter über seinen Kampf gegen Barboza spricht, den er als klassisches „Duell zwischen Standkämpfer und Bodenkämpfer“ beschreibt, ein Relikt aus den Anfangstagen der UFC.

Über das, was nach UFC 219 auf ihn zukommen könnte – mögliche Titelkämpfe gegen Conor McGregor oder Tony Ferguson – will Nurmagomedov jedoch nicht sprechen, denn er will nicht, dass die Menschen denken, er würde Barboza auf die leichte Schulter nehmen.

„Ich respektiere Edson und es wäre respektlos von mir, zu viel über das zu reden, was nach dem Kampf passiert – ich unterschätze Edson nicht“, sagte Nurmagomedov über den brasilianischen Thaiboxer, der zuletzt dreimal in Folge gewann und dabei mit einem eingesprungenen Kniestoß gegen Beneil Dariush einen der Kandidaten für den „Knockout des Jahres“ erzielte.

„Im Stand ist Edson meiner Meinung nach gefährlicher als Tony und Conor“, sagte Nurmagomedov weiter. „Ich weiß, dass er einer der Besten ist. Ich muss auf seine Kniestöße aufpassen, die sind wirklich sehr gut – ebenso seine Kicks, die Lowkicks, die Bodykicks und die Headkicks. Er ist ein zäher Gegner. Er ist nicht umsonst die Nummer 3 der Rangliste.“

Aber Nurmagomedov ist die Nummer 2 und sein erklärtes Ziel ist der Weltmeistertitel im Leichtgewicht.

Er träumt davon, den Gürtel zu gewinnen und unbesiegt zurückzutreten, aber er weiß auch, dass er bis dahin noch einige Hürden überwinden und einige Fragen beantworten muss.

Derzeit fragt sich beispielsweise jeder, ob Nurmagomedov das Gewichtslimit problemlos einhalten kann, schließlich musste er seinen Kampf bei UFC 209 gegen Ferguson wegen Schwierigkeiten bei der Gewichtsabnahme absagen.

Für den sonst so umgänglichen Sportler ist das ein heikles Thema und er vermeidet es, zu sehr ins Detail zu gehen, wenn er darüber sprechen muss. Er verrät nicht, was genau schief gelaufen ist und wie er künftig vorgehen will, um sicherzustellen, dass so etwas nicht mehr passiert.

„Ich will nicht darüber nachdenken, was Anfang des Jahres und an jenem Tag geschehen ist“, sagte Nurmagomedov. „Ich spreche lieber über die Gegenwart und die Zukunft. Mit der Vergangenheit habe ich abgeschlossen. Als Profikämpfer hat man manchmal auch schlechte Tage, aber ich habe einiges geändert. Wir werden sehen, was passiert. Ich weiß, dass ich das Gewichtslimit einhalten kann und, so Gott will, werde ich es diesmal schaffen. Darauf freue ich mich.“

Aber er freut sich noch mehr darauf, ins Octagon zurückzukehren und Barboza zur langen Liste seiner Opfer hinzuzufügen. Mit einem Sieg will er sich endgültig seine Titelchance sichern.

„Letztes Mal sollte ich schon um einen Gürtel kämpfen, aber es kam nicht zum Kampf und das ist mein Fehler gewesen“, sagte Nurmagomedov. „Jetzt kehre ich zurück und die UFC gibt mir einen harten Gegner. Samstagnacht will ich den Menschen zeigen, dass ich eine Titelchance verdiene und dann werde ich mir den Gürtel holen und ihn verteidigen.“

„Ich werde Edson Barboza besiegen und dann verdiene ich eine Titelchance“, fügte er hinzu. „Wer ist als nächstes an der Reihe? Niemand – es gibt hier nur mich und Barboza und wir werden kämpfen, um herauszufinden, wer eine Titelchance verdient hat. Es ist egal, wie ich gewinnen werde. Ich werde zeigen, dass ich eine Titelchance verdiene und ich weiß, dass es ein sehr aufregender Kampf sein wird.“

Das Hauptprogramm von UFC 219 in Las Vegas läuft in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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Samstag, Mai 12
10PM/7PM
ETPT
Rio de Janeiro, Brazil

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