OSP sieht sich überall im Vorteil

<a href='../fighter/Ovince-St-Preux'>Ovince Saint Preux</a> celebrates his submission victory over <a href='../fighter/Yushin-Okami'>Yushin Okami</a> of Japan in their light heavyweight bout during the <a href='../event/UFC-Silva-vs-Irvin'>UFC Fight Night </a>event inside the Saitama Super Arena on September 22, 2017 in Saitama, Japan. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)In der Nacht zum 7. Oktober steigt Ovince Saint Preux als Außenseiter ins Octagon – aber er weiß nicht genau, warum das so ist. Bisher kämpfte er 17 Mal in der UFC und erwies sich dabei als vielseitiger und in allen Distanzen gefährlicher Kämpfer – er gewann sowohl mit unorthodoxen Aufgabegriffen als auch durch verheerende Knockouts.

Sein Gegner Dominick Reyes entschied bislang drei von drei UFC-Kämpfen für sich, allesamt in der ersten Runde. Womöglich ist das der Grund, weshalb er Samstagnacht als Favorit gilt.

Vor seinem Kampf gegen Reyes bei UFC 229 in Las Vegas haben wir mit OSP über seine Karriere, die Rolle von Erfahrungen und seine Zukunftspläne gesprochen.

UFC: Wie fühlst du dich derzeit?

Ovince Saint Preux: Ich freue mich auf den Kampf, aber ich freue mich nicht auf das, was ich in der Woche davor noch alles tun muss.

UFC: Mit welcher Einstellung gehst du Samstagnacht in den Kampf?

OSP: Ich will eine neue Siegesserie starten, denn wenn ich mal einen Lauf habe, bin ich nicht zu stoppen. Ich habe in Singapur gegen Tyson Pedro gewonnen, dort war es wunderschön, einfach unglaublich, dort wollte ich schon immer mal hin. Jetzt kämpfe ich bei der größten Veranstaltung des Jahres. Das war mein Ziel und ich habe es erreicht. Ich habe die Chance, mich der ganzen Welt zu präsentieren, denn ich glaube, das wird die meistgesehene Veranstaltung der UFC-Geschichte.

UFC: Was macht dich so gefährlich?

OSP: Bei mir weiß man nie, was passieren wird. Ich habe in beiden Händen heftige Knockout-Power, ich bin ein guter Ringer und auf dem Boden überrasche ich meine Gegner mit unorthodoxen Aufgabegriffen.

UFC: Wie schätzt du Dominick Reyes ein? In der UFC ist er ungeschlagen, wo siehst du deine Vorteile?

OSP: Mein größter Vorteil ist meine Erfahrung. Ich habe das schon oft gesagt: Wenn man es in die Top 15 schafft, freut man sich erst mal, alles ist gut. Aber dann kommt man in die Top 10 und plötzlich funktionieren die Dinge nicht mehr, die gegen Gegner aus der Top 15 noch geklappt haben. Dazwischen liegen Welten. Man darf sich keine Fehler erlauben. Man muss jede auch noch so winzige Chance nutzen. In der Anfangsphase des Kampfes gegen Tyson befand ich mich in Schwierigkeiten, ich habe mir einen Fehler erlaubt, aber er hat ihn nicht ausgenutzt – und dann hat er einen Fehler gemacht und ich habe ihn sofort ausgenutzt.

UFC: Was kannst du besser als Reyes?

OSP: So ziemlich alles. Im Ringen bin ich ein bisschen besser als er, im Bodenkampf bin ich ein bisschen besser und im Standkampf ebenfalls.

UFC: Was lernt man erst, wenn man gegen einen Gegner aus der Top 10 angetreten ist?

OSP: Wie so ein Kampf wirklich verläuft. So sehr man sich auch anstrengt, man kann einen Gegner in der Vorbereitung nicht zu 100 Prozent nachahmen. Daher geht es im Kampf darum, wer sich schneller an den Kampfstil seines Gegners anpassen kann. Ich habe einen ungewöhnlichen Kampfstil, an den sich meine Gegner in der Regel nicht so schnell gewöhnen können.

UFC: Inwiefern hast du deinen Kampfstil in den letzten Kämpfen weiterentwickelt?

OSP: Ich habe mich in allen Bereichen verbessert. Im Training habe ich darauf geachtet, mich langsamer zu bewegen. Mein Trainer sagt mir immer: „Langsam ist geschmeidig und geschmeidig ist schnell.“ Das funktioniert auch im Kampf. Ich kann die Bewegungen verlangsamen und so alles besser sehen. Ich sehe einen Aufgabegriff schon, bevor ich ihn ansetze. Wenn ich langsamer agiere, kann ich besser entscheiden, was ich tun und was ich nicht tun will. Das überträgt sich auch auf das Ringen und den Standkampf.

UFC: Wie gewinnst du einen Kampf am liebsten?

OSP: Mit einem Aufgabegriff, den noch nie einer gesehen hat – oder durch Knockout. Ich liebe Knockouts.

UFC: Warum betrachten die Buchmacher so einen erfahrenen Kämpfer wie dich als Außenseiter?

OSP: Puh, das weiß ich nicht. Das wundert mich echt. Ich bestreite meinen 18. UFC-Kampf und mein Gegner hat erst drei UFC-Kämpfe gemacht. Ich will ihn nicht schlechtreden, aber ich bin deutlich erfahrener. Ich bin einer der größten, stärksten und schnellsten Kämpfer im Halbschwergewicht und darüber hinaus bin ich viel erfahrener als er. Ich kann meine Gegner körperlich zermürben, das ist vielen gar nicht bewusst.

UFC: Mal angenommen, Samstagnacht läuft für dich alles nach Plan. Wie geht es dann weiter?

OSP: Ich will dann wieder jemanden aus der Top 5 vor die Fäuste. Ich habe keine Lust, noch länger darauf zu warten. Hoffentlich ist es noch in diesem Jahr soweit.

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Samstag, Oktober 27
4 UHR
MESZ
Moncton, New Brunswick

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