Oleinik freut sich auf sein Heimspiel

<a href='../fighter/Oleksiy-Oliynyk'>Aleksei Oleinik</a> punches <a href='../fighter/Travis-Browne'>Travis Browne</a> in their heavyweight bout during the UFC 213 event at T-Mobile Arena on July 9, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Rey Del Rio/Getty Images)Calling Aleksei Nennt man Aleksei Oleinik einen „Bodenkampfspezialisten“, verkauft man seine Fähigkeiten genauso unter Wert, wie wenn man den mehrfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel einen „Autofahrspezialisten“ nennen würde.

Beides sind wahre Aussagen, aber sie bilden das beeindruckende Können dieser Sportler nicht annähernd ab.

Während Vettel einen Podiumsplatz nach dem anderen holt, besiegt Oleinik einen Gegner nach dem anderen im Bodenkampf. 44 seiner 56 Siege erzielte der 31 Jahre alte Russe durch Aufgabe. Er ist ein sogenannter „International Master of Sport“ im Combat Sambo und er hat den Schwarzen Gürtel im brasilianischen Jiu-Jitsu. In der Schwergewichtsklasse gibt es nur wenige Kämpfer, die es auf der Matte mit der „Boa Constrictor“ aufnehmen können.

„Das ist meine Strategie, ich attackiere aus allen Positionen mit Würgegriffen“, sagte Oleinik, der am Samstag im Hauptkampf der ersten „UFC Fight Night“ in Moskau gegen Mark Hunt antritt. „Egal ob ich stehe oder auf dem Rücken liege, links, rechts, oben, unten – ich kann aus jeder Position einen Aufgabegriff ansetzen.“

Nach mehr als 50 Profikämpfen, von denen er die meisten in seiner Heimat bestritt, unterschrieb Oleinik im November 2013 einen UFC-Vertrag. Sieben Monate später debütierte er gegen den amerikanischen Ringer Anthony Hamilton.

Nach knapp zwei Minuten nagelte er Hamilton mit einer Judo-Technik – Kesa Gatame – auf die Matte und erzwang damit die Aufgabe. Er feierte nicht nur seinen 52. Profisieg, sondern präsentierte sein Können auch erstmals einem internationalen Publikum.

Zweieinhalb Jahre darauf wurden noch mehr Menschen auf ihn aufmerksam, als er als erster UFC-Kämpfer überhaupt einen Kampf mit einem „Ezekiel Choke“ gewann.

Bei diesem Aufgabegriff nutzt man eigentlich den Kragen eines Gi, um den Gegner zu würgen, aber Oleinik hat eine No-Gi-Version davon perfektioniert und zwang Viktor Pesta damit im Januar 2017 zur Aufgabe.

Was seine Technik so beeindruckend macht, ist die Tatsache, dass er den Aufgabegriff sowohl aus der Oberlage als auch aus der Rücklage ansetzen kann, weswegen es für ihn keine Rolle spielt, ob er seinen Gegner zu Boden bringt oder von ihm zu Boden gebracht wird. Pesta hatte Oleinik auf die Matte verfrachtet und die Mount-Position eingenommen – es schien, als sei er im Vorteil, dabei hatte er in Wahrheit einen riesigen Fehler begangen.

Sekunden später erzwang die „Boa Constrictor“ die Aufgabe, sehr zur Überraschung der Kommentatoren Jon Anik und Daniel Cormier. Im Mai wiederholte Oleinik diese Meisterleistung sogar, diesmal gegen Junior Albini.

Mittlerweile kennen die Fans – und seine Gegner – die Spezialtechnik, aber Oleinik meint, am Samstag werde es nicht dazu kommen, wenn er im Octagon auf Hunt trifft.

Doch dafür hat er andere Techniken in petto.

„Ich glaube, dass ich diesen Würgegriff nicht gegen Mark Hunt einsetzen kann“, sagte Oleinik, der bereits seit 18 Jahren als Profi kämpft. „Mark Hunt hat einen wirklich kurzen Hals. Ich glaube, es wird unmöglich sein, diesen Aufgabegriff einzusetzen, aber für Mark habe ich mir etwas anderes ausgedacht. So Gott will, werde ich ihn damit überraschen und einen weiteren Aufgabesieg einfahren.“

Nach fast 70 Profikämpfen steht Oleinik erstmals im Hauptkampf einer Veranstaltung der UFC. Diese Errungenschaft bedeutet dem Veteranen sehr viel, auch wenn er den Sport mittlerweile nur noch als Geschäft betrachtet.

„Das ist meine Arbeit“, sagte Oleinik, der in der UFC eine Bilanz von 5-2 hat. „Mein ganzes Leben lang habe ich MMA studiert. Ich kämpfe, ich trainiere – es ist mein Leben, meine Arbeit. Ich bin gut in Form und ich bin ein sehr erfahrener Kämpfer mit fast 70 Profikämpfen. Das ist mein Geschäft.“

„Ich fühle mich geehrt, dass ich die erste Veranstaltung der UFC in meinem Heimatland im Hauptkampf anführen darf“, fügte Oleinik hinzu. „Ich kämpfe gegen einen sehr berühmten Gegner, einen wirklich harten Burschen. Ich freue mich darauf.“

„Letzten Endes ist es aber nur ein Kampf“, sagte er weiter. „Mark Hunt war schon immer eine MMA-Legende, aber Mirko Filipovic war das auch. Andere UFC-Kämpfer wie Travis Browne sind ebenfalls bekannt. Die UFC ist die Champions League und alle UFC-Kämpfer sind harte Burschen, Mark Hunt ebenso.“

So bodenständig wie Oleinik über seine Karriere und seine Fähigkeiten spricht, schätzt er auch den Kampf gegen den „Super Samoan“ ein.

„Ich denke, Mark Hunt hat eine Überraschung für mich vorbereitet, aber ich habe ebenso eine Überraschung für ihn vorbereitet“, sagte Oleinik mit einem Lachen. „Wir haben Geschenke für uns vorbereitet und ich denke, die Chancen stehen 50-50. Zwei erfahrene Kämpfer – ein erstklassiger Kickboxer und ein ganz passabler Bodenkämpfer – werden ins Octagon steigen und kämpfen. Es könnte ein sehr guter Kampf werden, zumindest hoffe ich es.“

Das wird er. Darauf könnt ihr euch verlassen.

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