Hunt will noch nicht aufhören

PERTH, AUSTRALIA - FEBRUARY 07: (L-R) <a href='../fighter/mark-hunt'>Mark Hunt</a> of New Zealand and <a href='../fighter/Curtis-Blaydes'>Curtis Blaydes</a> face off during the UFC 221 Press Conference at Perth Arena on February 7, 2018 in Perth, Australia. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)
Mark Hunt sollte eigentlich gar nicht hier sein.

Als die UFC die letzten Reste von PRIDE kaufte, waren darunter auch die verbliebenen Kämpferverträge. Die UFC wollte Hunt aus seinem Vertrag freikaufen, damit er woanders weiterkämpfen konnte. Damals hatte Hunt fünf Kämpfe in Folge verloren und eine Profibilanz von 5-6. Er war zwar gegen einige der besten Kämpfer der Welt angetreten und hatte auch einige davon besiegt, aber er war auch Mitte 30 und seine Karriere entwickelte sich in die falsche Richtung.

Hunt wollte sich aber nicht freikaufen lassen, sondern im berühmten Octagon für sein Geld kämpfen. Nachdem er sein Debüt bei UFC 119 verlor, konnte er seine Karriere jedoch in den folgenden Jahren wiederbeleben.

Sieben Jahre später steigt Hunt zum 16. Mal ins Octagon und tritt Samstagnacht bei UFC 221 in Perth, Australien gegen das aufstrebende Schwergewicht Curtis Blaydes an. Wie schon vor seinen vergangenen Kämpfen stellen sich die Fans wieder die Frage, ob es sein letzter sein wird.

„Ich wollte nie ein Kämpfer sein, aber ich wurde einer der besten Kämpfer der Welt“, sagte Hunt. „Ich will meinen bestehenden Vertrag erfüllen. Ich kämpfe gerne noch dreimal und dann sehen wir, was passiert.“

„Ich liebe es, zu kämpfen“, sagte er und fügte mit einem Lachen hinzu: „Ich bin der älteste Kämpfer auf diesem Planeten. Es fällt mir immer schwerer, mich von den Trainingseinheiten zu erholen. Ich muss realistisch bleiben. Vielleicht muss ich daher über einen Rücktritt nachdenken. Wie bereits erwähnt, wollte ich nie ein Kämpfer sein – der Kampfsport rettete mein Leben und das habe ich dann eben die letzten 28 Jahre gemacht, die letzten 20 Jahre sogar als Profi.“

Hunt ist sich bewusst, dass er seine Karriere nicht mehr allzu lange fortsetzen kann, aber gleichzeitig ist er noch nicht bereit, die Faustschützer an den Nagel zu hängen.

Der 43 Jahre alte Neuseeländer ist die Nummer 5 im Schwergewicht und verlor zuletzt nur gegen die Besten der Besten, wie Alistair Overeem, Stipe Miocic und Fabricio Werdum. Im November 2014 hatte er den Kampf bei UFC 180 in Mexiko gegen Werdum nur kurzfristig angenommen, weil es um einen Interimstitel ging.

Gewinnt er Samstagnacht gegen Blaydes, der mit vier Siegen in Folge in den Kampf geht, winkt ihm ein Duell mit einem Gegner, der in der Rangliste vor ihm steht. Und dann stünden ihm alle Türen offen – womöglich könnte er sich kurz vor dem Ende seiner Karriere sogar noch einen Weltmeisterschaftskampf verdienen.

„Ich will ein zweites Mal gegen Stipe, Alistair und Werdum antreten“, sagte Hunt. „Es wäre großartig, wenn ich die noch einmal vor die Fäuste bekäme. Wie bereits erwähnt – ich liebe es, zu kämpfen.“

Egal was an diesem Wochenende und in den folgenden Monaten passiert – an Hunt wird man sich nicht nur als großen Publikumsliebling erinnern, der einige beeindruckende Siege feierte, sondern auch als einen der wichtigsten Kampfsportpioniere aus Australien und Neuseeland.

PERTH, AUSTRALIA - FEBRUARY 07: Mark Hunt of New Zealand speaks to the media during the UFC 221 Press Conference at Perth Arena on February 7, 2018 in Perth, Australia. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images)Er führte die ersten Veranstaltungen der UFC in Brisbane und Adelaide an und besiegte Antonio „Bigfoot“ Silva bei UFC 193 vor einer Rekordkulisse im Etihad Stadium in Melbourne.

Bei den ersten zwölf Veranstaltungen der UFC in Australien und Neuseeland kämpfte er sechsmal. Es ist also passend, dass er bei der ersten Veranstaltung in Perth dabei ist – neben Nachwuchstalenten wie Tyson Pedro und Tai Tuivasa, die er mit seinen Auftritten im Ring und Octagon inspirierte.

„Es macht Spaß, mit solchen Jungs zu trainieren“, sagte er über Tuivasa, der in während seiner Vorbereitung auf UFC 221 besuchte. „Ich merke dann erst, wie alt ich bin, denn die sind nur halb so alt wie ich. Es zeigt aber auch, wie gut ich bin, denn ich kann mit den Jungs immer noch mithalten.“

„Ich freue mich aufrichtig, ein Teil dieser Geschichte zu sein, da die UFC den Menschen viele Türen öffnet“, sagte Hunt über das Perth-Debüt der UFC. „Ich habe schon einige Fehler gemacht, von denen die Jungs lernen können. Es besser, von den Fehlern anderer zu lernen, als von den eigenen. Aber ich würde alles noch mal genauso machen.“

Und daher genießt Hunt die Aussicht, nach über 60 Profikämpfen in 20 Jahren erneut ins Octagon steigen zu können und allen zu beweisen, was er immer noch drauf hat.

„Curtis Blaydes ist keine Flasche, der ist aus gutem Grund die Nummer 9 und ich werde ihn garantiert nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagte er. „Warten wir mal ab, was Samstagnacht passiert. Ich respektiere Curtis. Ich gebe in jedem Kampf mein Bestes, das Kämpfen bedeutet mir alles.“

Nicht schlecht für einen 43-Jährigen, der eigentlich gar nicht hier sein sollte.

Das Hauptprogramm von UFC 221 in Perth, Australien läuft in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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