Pettis schlägt ein neues Kapitel auf

<a href='../fighter/Anthony-Pettis'>Anthony Pettis</a> kicks <a href='../fighter/Jim-Miller'>Jim Miller</a> in their lightweight bout during the UFC 213 event at T-Mobile Arena on July 8, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Christian Petersen/Zuffa LLC) Anthony Pettis spricht erfrischend ehrlich über die 19 Monate, in denen er erst seinen Weltmeistertitel im Leichtgewicht abgeben musste und dann, an einem frostigen Abend im Dezember, zum ersten Mal vorzeitig verlor.

„Das war schon erschreckend“, sagt Pettis über die drei Niederlagen, die ihn zu einem Wechsel ins Federgewicht motivierten. „Ich verlor dreimal hintereinander, so etwas war ich überhaupt nicht gewöhnt. Ich hatte vorher kaum verloren. Für mich war das ein Schock.“

Während seiner ersten 20 Profikämpfe verlor der 30 Jahre alte US-Amerikaner nur zweimal: einmal bei WEC geteilt nach Punkten gegen Bart Palaszewski, dann in seinem UFC-Debüt gegen Clay Guida. Von der Niederlage gegen Palaszewski erholte er sich schnell und gewann nur wenig später den WEC-Titel im Leichtgewicht nach einer starken Vorstellung, die er mit seinem denkwürdigen „Showtime Kick“ krönte. Und nach der Niederlage gegen Guida holte er sich den UFC-Titel.

Beide Male benötigte er nur vier Kämpfe, um an die Spitze zu gelangen und beide Male besiegte er Benson Henderson, um den Gürtel zu gewinnen. Doch diesmal folgte auf die erste Niederlage eine zweite und dann eine dritte.

„Jeder, dem so etwas passiert, versucht alles, um sich an einem Rettungsanker festzuklammern – andere Gewichtsklasse, anderes Training, andere Vorbereitung, andere Ernährung“, sagt Pettis. „Ich habe wirklich alles versucht – ich ging zu anderen Teams, trainierte härter und dümmer und so weiter.“

Pettis gewann zwar sein Debüt im Federgewicht, aber für seine neue Gewichtsklasse musste er einfach zu viel Gewicht verlieren und so verpasste er das Limit für seinen Interimstitelkampf gegen Max Holloway bei UFC 206. Holloway bezwang Pettis in der dritten Runde durch technischen Knockout und schickte ihn ins Leichtgewicht zurück. Pettis nahm sich daraufhin eine Auszeit, arbeitete wieder mit seinem langjährigen Trainer Duke Roufus und konzentrierte sich intensiv auf die Grundlagen, denn die waren schließlich das Fundament für seinen spektakulären Kampfstil.

Rund sieben Monate nach der Niederlage gegen Holloway kehrte Pettis als Leichtgewicht ins Octagon zurück. Bei UFC 213 fuhr er gegen Jim Miller einen einstimmigen Punktsieg ein.


Der Sieg war nicht so denkwürdig wie seine atemberaubenden Knockouts, aber es war eine solide Vorstellung gegen einen zähen Veteranen und genau die Art von Kampf, die Pettis brauchte, um seiner Karriere neues Leben einzuhauchen.

„Jim Miller ist ein harter Kerl, der gegen die besten Leichtgewichte der Welt angetreten ist“, sagt Pettis. „Wir wollten einfach nur den Sieg. Ich denke, ich war sowohl auf dem Boden als auch im Stand klar besser. Ich habe mich im Kampf an der Hand verletzt, sodass es mir schwer fiel, ihn vorzeitig zu beenden. Aber ich habe mich an diese Situation angepasst und mehr mit meiner Linken und dem Jab gearbeitet. Es war ein guter Kampf.“

Samstagnacht trifft Pettis im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Norfolk, Virginia auf Dustin Poirier, der nach einem Wechsel vom Federgewicht zurück ins Leichtgewicht ebenfalls aufblühte. Pettis will die Negativserie endgültig hinter sich lassen und mit einem Sieg über den zuletzt bärenstarken Poirier (5-1 seit der Rückkehr ins Leichtgewicht) zeigen, dass er wieder ganz der Alte ist.

	Anthony Pettis of the United States (top) punches <a href='../fighter/Charles-Oliveira'>Charles Oliveira</a> of Brazil in their featherweight bout during the <a href='../event/UFC-Silva-vs-Irvin'>UFC Fight Night </a>event at Rogers Arena on August 27, 2016 in Vancouver, British Columbia, Canada. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)Er sucht nicht nach Ausreden für die Negativserie, betont aber, dass er nicht gegen Fallobst verloren hat.

„Jeder, gegen den ich kämpfte, stand an der Spitze seiner Gewichtsklasse“, sagt er. „Max Holloway war ein Weltmeister und alle anderen standen trugen schon mal einen Gürtel oder standen kurz vor einem Titelkampf. Ich habe nicht gegen Schwächlinge gekämpft.“

„Jeder, der gegen mich antritt, gibt sein Bestes – keiner steigt ins Octagon und unterschätzt Anthony Pettis“, fügt Pettis hinzu. „Jeder Gegner weiß, dass er die Chance hat, seine Karriere gewaltig voranzutreiben. Wer einen Ex-Champion wie mich schlägt, ist vom Titelgeschehen nicht mehr weit entfernt. Daher muss ich wieder siegen und mich selbst in eine solche Position bringen.“

Nachdem Pettis im Juli mit dem Sieg über Miller in die Erfolgsspur zurückkehrte, will er Samstagnacht in Norfolk noch einen draufsetzen und sich mit einem Sieg über Poirier in der Spitzengruppe der Leichtgewichtsklasse zurückmelden.

„Ich musste gegenüber Jim Miller nicht gemein sein, ich brauche keinen Hass in meinem Herzen, um gegen ihn zu kämpfen“, sagt Pettis. „Ich wusste einfach, dass ich besser bin und bessere Fähigkeiten besitze und wollte das im Kampf auch zeigen. Dasselbe ist bei diesem Kampf der Fall. Ich muss Dustin nicht hassen. Ich muss mich nicht künstlich aufputschen. Ich habe das schon zu oft gemacht. Ich stand schon an der Spitze von WEC und UFC und mir geht es nur noch darum, mich mit jedem Kampf zu verbessern und mir treu zu bleiben.“

„Die Vorbereitung gegen Jim lief großartig und nach der jetzigen Vorbereitung fühle ich mich sogar noch besser“, fügt Pettos hinzu. „Nachdem ich neulich wieder gewonnen habe, ist es nun an der Zeit, dass ich auch wieder vorzeitig gewinne.“

Die „UFC Fight Night“ in Norfolk, Virginia läuft in der Nacht vom 11. auf den 12. November live auf UFC FIGHT PASS.

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