Poirier verspricht eine großartige Show

Dustin Poirier holds an open workout session for fans and media on Nov. 9, 2017 in Norfolk, VA (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC)Nach der epischen UFC 217 in New York, dem bisherigen Event des Jahres, müsste man eigentlich davon ausgehen, dass das Niveau wieder leicht abfällt. Ein Blick auf das Programm der „UFC Fight Night“ in Norfolk, Virginia zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Doch könnten die hohen Erwartungen bewirken, dass auf einer Hälfte des Hauptkampfs – Dustin Poirier – ein größerer Druck lastet, an die Leistungen bei UFC 217 anzuknüpfen?

„Ich spüre keinen zusätzlichen Druck“, sagte Poirier, der Samstagnacht in Norfolk auf Ex-Champion Anthony Pettis trifft. „So wie man jeden Monat davon ausgehen kann, dass die Stromrechnung kommt, kann man bei jedem Kampf von mir davon ausgehen, dass ich alles gebe. Ich werde eine Show abliefern und alles zeigen, was ich kann. Das ist ein Versprechen.“

Natürlich will jeder Poirier kämpfen sehen. Aber niemand will die Stromrechnung sehen.

„Schon klar, aber sie kommt garantiert“, sagte er mit einem Lachen.

Dustin Poirier punches Jim Miller in their lightweight bout during the UFC 208 event inside Barclays Center on Feb. 11, 2017 in Brooklyn, NY (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC)Was für Poirier gilt, gilt im selben Maße für Pettis. Beide erkämpften sich vor Jahren bei WEC erstmals die Aufmerksamkeit der breiten Masse und seitdem sind sie weit gekommen. Beide durchlebten Höhen und Tiefen, sind sich aber immer selbst treu geblieben. Insbesondere Poirier hätte leicht von seinem Weg abkommen können, aber stattdessen hielt er sich an die Lektionen aus der harten Schule des Lebens und wurde zum Mann.

„Ich musste schon sehr jung erwachsen werden“, sagte Poirier. „Seit ich 16 Jahre alt bin, bin ich auf mich allein gestellt, aber ich hörte immer gut zu. Ich habe den Menschen, zu denen ich aufsehe, immer viele Fragen gestellt. Wenn sie sprechen, höre ich zu.“

„Je älter ich werde, umso mehr weiß ich über mich selbst“, fügte Poirier hinzu. „Widrigkeiten machen dich zum Mann und ich bin schon einigen Widrigkeiten begegnet. Jetzt bin ich ein Vater, ein Ehemann, ein Malocher und ein Kampfkünstler. Für alles, was ich habe, musste ich hart kämpfen. Wenn man die Lektionen, die einem das Leben erteilt hat, befolgt, dann wird man jeden Tag ein bisschen besser. Man lernt, wie man seine Ziele erreicht.“

Poirier ist mit 28 Jahren im Leben angekommen. Was seine Karriere in der UFC betrifft – da ist er so hungrig wie eh und je. Um ihn zu besiegen, muss man ihn früh mit etwas erwischen oder die Kraft und den Willen haben, über sich hinauszuwachsen. Pettis gewann im Juli seine Rückkehr im Leichtgewicht gegen Jim Miller nach Punkten, aber kann er auch mit Poirier mithalten?

„Seit er den Titel verloren hat, ging es mit ihm hin und her, aber er ist immer noch sehr gefährlich und unberechenbar und sehr gut im Kickboxen und im Jiu-Jitsu“, sagte Poirier über Pettis. „Ich glaube, er hat mehr Gegner zur Aufgabe gezwungen, als er KO geschlagen hat. Da darf man ihn nicht unterschätzen. Aber ich glaube, er ist der richtige Gegner zur richtigen Zeit.“

2015 feierte Poirier seine eigene Rückkehr ins Leichtgewicht, nachdem er im Federgewicht acht von elf Kämpfen gewann. Seit er wieder im Leichtgewicht kämpft, hat er eine Bilanz von 5-1 inklusive spektakulärer vorzeitiger Siege über Carlos Diego Ferreira, Yancy Medeiros und Bobby Green. Im Mai duellierte sich Poirier mit Ex-Champion Eddie Alvarez und zeigte eine starke Leistung, ehe Alvarez einen illegalen Kniestoß anbrachte, woraufhin der Kampf ohne Wertung abgebrochen wurde. Poirier bewies gegen Alvarez, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet und er ist davon überzeugt, dass er Samstagnacht daran anknüpfen kann.

Dustin Poirier (top) punches Joe Duffy of Ireland in their lightweight bout during the UFC 195 event inside MGM Grand Garden Arena on Jan. 2, 2016 in Las Vegas, NV.  (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC)„Das wird mein 21. Kampf für die UFC“, sagte Poirier. „Ich bin ein junger Veteran, aber ich liebe meinen Job und ich bin immer noch darauf versessen, mich zu verbessern und Lücken zu schließen und Neues zu lernen. Ich liebe die Reinheit dieses Kampfsports und ich liebe es, dass ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen und für meine Frau und Tochter sorgen kann. Ich kämpfe aus vielerlei Gründen und tatsächlich liebe ich das Kämpfen.“

„Es ist jeden Tag eine neue Herausforderung“, fügte Poirier hinzu. „Der Sport entwickelt sich ständig weiter und ich muss mit dem Nachwuchs mithalten. Wenn diese 22, 23 Jahre jungen Burschen ins Gym kommen, tolle Sportler, dann muss ich alle Fähigkeiten einsetzen, die ich in den letzten zehn Jahren erlernt habe. Das macht Spaß. Der Sport entwickelt sich immer weiter und man muss sich mit ihm weiterentwickeln, um an der Spitze zu bleiben.“

Porier wird an der Spitze bleiben. Denkt dran, Garantien gibt’s nur für den Tod, die Steuern, die Stromrechnung…

„…und eine großartige Show von Dustin Poirier“, sagte er mit einem Lachen.
 
Die „UFC Fight Night“ in Norfolk, Virginia läuft in der Nacht vom 11. auf den 12. November live auf UFC FIGHT PASS.

Watch Past Fights

Multimedia

Kürzlich
No. 4-ranked UFC heavyweight Francis Ngannou spoke to the media on Monday, Nov. 20 at the UFC Performance Institute in Las Vegas to preview his upcoming title eliminator bout vs. Alistair Overeem at UFC 218.
20.11.2017
Michael Bisping steps in on short notice to face Kelvin Gastelum in the main event of Fight Night Shanghai on Saturday, November 25 on UFC FIGHT PASS.
19.11.2017
Hear from Fabricio Werdum backstage after his victory at Fight Night Sydney.
19.11.2017
Watch Fabricio Werdum in the Octagon after his victory over Marcin Tybura in the main event of Fight Night Sydney.
18.11.2017