Rampage bereitet sich auf das Machida-Rätsel vor

„Ich werde meinen Kampf kämpfen und mir keine Gedanken darüber machen, was Machida tut.“
Quinton „Rampage“ Jackson spricht nicht viel. Vielleicht hat er bei der erschöpfenden Medientour zur Promotion des „A-Team“-Films, in dem er eine Hauptrolle spielte, bereits alles gesagt. Oder wir sind einfach von Rampage in den letzten Jahren mit seinen Kommentaren über alles und jeden verwöhnt worden.

Aber das ist okay. Und wenn Jacksons verbale Zurückhaltung vor seinem Hauptkampf am Samstag bei UFC 123 gegen Lyoto Machida bedeutet, dass er seine ganze Energie und Konzentration seinem Gegner widmet, dann können wir uns an diesem Wochenende auf etwas gefasst machen.

Eines ist sicher: Das 32 Jahre alte Halbschwergewicht sollte sich momentan körperlich in der Form seines Lebens befinden. Eine Angst einflößende Vorstellung für seine Konkurrenten, die darauf hofften, dass er nach mehr als einem Jahrzehnt im Kampfsportgeschäft so langsam gen Sonnenuntergang reiten würde.

Unglücklicherweise sah Jackson in seinen letzten beiden Kämpfen nicht wie der erstklassige Spitzensportler aus, der er eigentlich sein könnte. Im März 2009 setzte er sich haarscharf, aber einstimmig, gegen Keith Jardine nach Punkten durch. Es war der „Kampf des Abends“, aber viel mehr auch nicht. Dass Jardine anschließend viermal in Folge verlor, davon zweimal durch Knockout, macht seine Leistung im Nachhinein nicht besser.

Nach diesem Kampf nahm Jackson an den Dreharbeiten zu The Ultimate Fighter 10 und dem „A-Team“-Film teil. Im Mai dieses Jahres kehrte er zurück, um gegen Rashad Evans zu kämpfen, seinen Trainer-Gegenpart bei TUF 10. Erneut war der Mann im Octagon nicht mit dem alten Jackson zu vergleichen. Mit Ausnahme eines kurzen Angriffssturms, während dem er Evans in große Schwierigkeiten brachte, konnte er nicht an die Leistungen jenes Kämpfers anknüpfen, der noch vor wenigen Jahren die Halbschwergewichtsklasse regiert hatte.

Man sollte sich jetzt aber auch nicht zu lange mit der Vergangenheit aufhalten, denn ein einziger Schlag könnte Jackson am Samstag zurück ins Titelgeschehen bringen. Das wäre gleich doppelt schön für ihn, denn er könnte dann gegen einen von zwei Kämpfern antreten, mit denen er noch eine Rechnung offen hat: Rashad Evans oder der amtierende Halbschwergewichtschampion Mauricio „Shogun“ Rua, der ihn im Jahr 2005 bei PRIDE besiegt hatte. Neulich sagte Jackson während einer telefonischen Pressekonferenz, dass er, wenn es nach ihm ginge, gegen jeden kämpfen würde, der den Titel hat. „Aber wisst ihr, ich will jeden besiegen, der mich zuvor besiegt hat, insofern ist mir das egal.“

Da er sich im Octagon schon für frühere Niederlagen gegen Marvin Eastman und Wanderlei Silva revanchiert hat, würde Jackson sehr gerne sowohl Rua und Evans als auch Forrest Griffin zu dieser Liste hinzufügen.

Den Namen von Lyoto Machida will er aber nicht zu dieser Liste hinzufügen. Stilistisch gesehen ist er jemand, der dem aggressiven Jackson die meisten Probleme bereiten könnte. Vereinfacht gesagt: Rampage ist dann am besten, wenn er Rampage sein kann. Und das heißt, er setzt seine Gegner unter Druck und zermürbt sie. Ja, während seiner Zeit in der UFC hatte er auch als Konterkämpfer Erfolg. Aber eine Konterstrategie verwendet man nicht gegen einen der besten – wenn nicht den besten – Konterkämpfer der Welt. Das wäre, als würde Machida gegen Rampage nur linke Haken einsetzen; das hätte kein gutes Ende für „The Dragon“.

Wie kann Jackson also den Rampage aus den alten Zeiten aufleben lassen und Machida auf die Pelle rücken, ohne allzu viele seiner präzisen Schläge einzustecken? Er muss sich vielleicht einfach klar machen, dass es im Octagon nur einen Quinton „Rampage“ Jackson gibt und sonst niemanden. Und dass, so einzigartig Machidas Kampfstil auch ist, sein Kampfstil genauso einzigartig und gefährlich ist. Und er muss am Samstagabend dafür sorgen, dass sich Machida über ihn Gedanken macht und nicht umgekehrt.

„Ich werde meinen Kampf kämpfen und mir keine Gedanken darüber machen, was Machida tut“, kündigt Jackson an, der das Memo anscheinend schon gelesen hat.

Watch Past Fights

Multimedia

Kürzlich
No. 9 middleweight contender Michael "The Count" Bisping goes up against UFC vet Brian Stann at UFC 152. Watch Bisping take on Luke Rockhold in the main event at UFC Fight Night Sydney.
31.10.2014
Former Tennessee football star and light heavyweight contender Ovince Saint Preux puts Nikita Krylov to sleep using the Von Flue choke. Watch Saint Preux take on Mauricio "Shogun" Rua in the main event at UFC Fight Night Uberlandia.
31.10.2014
UFC Minute host Lisa Foiles runs down all of the need-to-know news for Friday, October 31.
30.10.2014
Check out semifinalist Jose Quinonez's quarterfinal bout against Bentley Syler from episode 1 of The Ultimate Fighter Latin America. Quinonez faces Marco Beltran in the semifinals in an all-new episode next Tuesday on UFC FIGHT PASS.
28.10.2014