Warum UFC 215 ein Muss ist



Ein Mann steht kurz davor, Geschichte zu schreiben. Zwei Frauen kämpfen im hochklassigsten Duell ihrer Gewichtsklasse um einen Weltmeistertitel. Ein ehemaliger Weltmeister im Leichtgewicht setzt seinen neuen Weg im Weltergewicht fort. Ein Nachwuchstalent stellt sich einer breiten Öffentlichkeit vor. Zwei Federgewichte wollen den „Kampf des Jahres“ zeigen.

UFC 215 darf man einfach nicht verpassen – hier sind die Top 5 Gründe, wieso ihr Samstagnacht unbedingt einschalten solltet.

1 – „Mighty Mouse“ will an „The Spider“ vorbeiziehen

Demetrious Johnson könnte der beste Mixed-Martial-Arts-Kämpfer sein, der je gelebt hat.

„Mighty Mouse“ ist so ehrgeizig, dass er sich nach vielen Jahren als Weltmeister noch immer von Kampf zu Kampf steigern und verbessern will.

Bei UFC 215 hat er die Chance, seinen Weltmeistertitel im Fliegengewicht zum elften Mal zu verteidigen – damit würde er den legendären Rekord von Anderson Silva brechen. Die Geschichtsschreibung ist die eine Sache, aber Johnson trifft auch auf einen der härtesten Gegner seiner Karriere.

Ray Borg ist eines der vielversprechenden Talente, auf das viele Fans gehofft haben, seit Johnson die Gewichtsklasse so beeindruckend dominierte. Borgs Kombination aus Ringen und Jiu-Jitsu sowie seine stets besser werdenden Fähigkeiten im Standkampf könnten genau die Mischung sein, die es braucht, um Johnson nach sieben Jahren zu entthronen.

Borg hat den zweitbesten Wert für Bodenkontrolle in der Fliegengewichtsklasse und liegt damit sogar noch vor Johnson. Auf der Matte ist er ein Ass und im Stand kassiert er kaum Wirkungstreffer. Aber Johnson wird ihn so fordern, wie ich noch niemand zuvor gefordert hat – er ist nicht umsonst der erste und einzige Weltmeister im Fliegengewicht.

LAS VEGAS, NV - AUGUST 24: (L-R) Opponents Amanda Nunes of Brazil and Valentina Shevchenko of Kyrgyzstan face off during the UFC 215 & UFC 216 Title Bout Participants Las Vegas Media Day at the UFC Headquarters on August 24, 2017 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Brandon Magnus/Zuffa LLC)2 – Der Rückkampf, auf den wir alle gewartet haben

Ursprünglich sollte Amanda Nunes ihren Weltmeistertitel im Bantamgewicht bereits im Juli bei UFC 213 in Las Vegas gegen Valentina Shevchenko verteidigen, doch sie musste krankheitsbedingt absagen.

Durch die Verschiebung kühlte ihre Rivalität nicht ab, sie steigerte sich sogar. Shevchenko ist der Ansicht, dass eine Weltmeisterin unter allen Umständen zum Kampf antreten muss und tat ihren Unmut kund, nachdem Nunes ihren Titelkampf abgesagt hatte.

Die Weltmeisterin erklärte, die Angelegenheit sein nun geklärt und sie sei bereit, eine weitere denkwürdige Leistung abzuliefern. In ihren letzten beiden Kämpfen zerlegte sie die Bantamgewichtslegenden Miesha Tate und Ronda Rousey. Die beiden ehemaligen Weltmeisterinnen stoppte sie bereits in der ersten Runde. Jetzt will „The Lioness“ ihre Position als Nummer 1 im Bantamgewicht festigen.

Aber Shevchenko scheut sich nicht, mit Nunes im Stand Schläge auszutauschen. Im März 2016 kämpften die beiden drei Runden lang und obwohl Nunes am Ende einstimmig nach Punkten gewann, zeigte Shevchenko in den letzten fünf Minuten, wie gefährlich sie ist. Sie meint, sie habe die nötigen Fähigkeiten, um die Weltmeisterin zu entthronen – es wird mit Sicherheit eine spannende Begegnung.

3 – RDA macht als Weltergewicht weiter

Bei seinem Weltergewichtsdebüt gegen Tarec Saffiedine fühlte sich Rafael Dos Anjos, ein ehemaliger Weltmeister im Leichtgewicht, gleich wie zuhause. Nachdem er seinen Titel an Eddie Alvarez verlor und von Tony Ferguson dominiert wurde, dachte Dos Anjos, es sei an der Zeit für eine Veränderung. Er sagt, im Weltergewicht habe er viel mehr Energie als im Leichtgewicht.

Seinen zweiten Kampf in der neuen Gewichtsklasse bestreitet er gegen Neil Magny, die Nummer 6 der Rangliste, die vier der letzten fünf Kämpfe gewonnen hat. Sowohl für Magny als auch für Dos Anjos steht einiges auf dem Spiel. Mit einem Sieg könnte sich Dos Anjos im Titelgeschehen in Stellung bringen, während Magny mit einer guten Leistung gegen einen ehemaligen Weltmeister seine Position im Weltergewicht verbessern kann.

4 – Lernt Tyson Pedro kennen

Bislang stand Tyson Pedro erst zweimal im Octagon, aber beide Kämpfe endeten spektakulär. Der Karate- und Jiu-Jitsu-Experte aus Australien kam dadurch direkt in die Top 15 der Halbschwergewichtsklasse und könnte sich bei UFC 215 sogar in die Top 10 vorarbeiten.

Ilir Latifi, die Nummer 10 im Halbschwergewicht, ist allerdings der härteste Gegner in Pedros bisheriger Karriere. Für seine Power und Schlagkraft gefürchtet, gewann „The Sledgehammer“ zuletzt drei von vier Kämpfen, zwei davon durch Knockout.

5 – „Lil‘ Heathen“ und „El Nino“ sind Actiongaranten

Gilbert Melendez tritt nach einem guten Lauf im Leichtgewicht erstmals in der UFC im Federgewicht an. Dabei will er keine Zeit verschwenden, sondern stellt sich direkt der Nummer 8 der Rangliste, Jeremy Stephens.

Die beiden Sportler kämpfen stets aggressiv und gehen immer nach vorne. Melendez‘ Schlacht mit Diego Sanchez ist immer noch einer der aufregendsten Kämpfe der UFC-Geschichte. Im Federgewicht verfügt Stephens über gewaltige Power, mit der er einen Kampf zu jederzeit beenden kann. Wenn beide ihr Potential voll abrufen können, steht uns vielleicht ein Kandidat für den „Kampf des Jahres“ bevor.

Das Hauptprogramm von UFC 215 in Edmonton läuft in der Nacht vom 9. auf den 10. September live auf ran FIGHTING, das Vorprogramm auf UFC FIGHT PASS.

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