Gökhan Saki stammt von einem anderen Planeten

Wenn Gökhan Saki über den Standkampf spricht, sollte man besser zuhören. Diesen Respekt hat er sich mit 83 Siegen im Profi-Kickboxen, mehreren Titelgewinnen und Kämpfen gegen die Besten der Besten redlich verdient.

Was ist also der Unterschied zwischen einem Standkämpfer wie Saki und alle anderen?

„Das weiß doch jeder“, sagte er mit einem Lachen. „Ihr kennt meinen Kampfstil. Ich bin schnell, explosiv und aggressiv, aber auch intelligent. Ich bin vielseitig. Ich spreche nicht gerne so über mich, aber du hast mir ja diese Frage gestellt. Ich arbeite härter als alle anderen. Ich trainiere immer hart, ich verbringe viel Zeit mit der Videoanalyse und ich schaue mir von anderen guten Kämpfern die besten Techniken ab. Ich trainiere jeden Tag. Daher bin ich so besonders. Wenn Saki kämpft, dann wird zu 100 Prozent etwas passieren.“

Da kann man ihm nicht widersprechen. Ein Standkämpfer wie Saki ist wie ein Schachgroßmeister, der mehrere Züge seines Gegners voraussehen kann. Das teile ich ihm mit.

„Frag mich das beim nächsten Mal nicht mehr“, antwortete er. „Du weißt, wovon ich rede. Die anderen versuchen, im Stand zu kämpfen, aber ich bin ein Standkämpfer.“

Wenn ich Handschuhe anhätte und gegen das 34 Jahre alte Halbschwergewicht antreten sollte, würde ich sie spätestens jetzt ausziehen. Spricht Saki über Faustschläge und Tritte, kann er die Dinge, die er mit seinen Fäusten und Füßen anstellt, so erklären und veranschaulichen, dass man sich fragt, wieso jemand einem Kampf gegen ihn zustimmen würde.

Khalil Rountree Jr. hat nicht nur zugestimmt, Samstagnacht bei UFC 226 in Las Vegas gegen Saki zu kämpfen – er ist entschlossen, „The Rebel“ die erste Niederlage im Octagon zuzufügen. Saki kümmert sich aber nicht groß um Rountree, auch nicht um die anderen Konkurrenten in der Halbschwergewichtsklasse. Die Frage, was er von Rountree als Gegner hält, beantwortete er ziemlich offen.

„Er ist in keinem Bereich ein Experte, nicht im Standkampf, nicht im Ringen und nicht im Jiu-Jitsu“, sagte Saki. „Der hat hier nichts verloren. Schaut euch meine Bilanz an, meine Erfahrung, ich habe schon über 100 Profikämpfe bestritten. Ich sehe sofort, welche Schwächen ein Kämpfer hat und bei ihm sehe ich viele Schwächen. Die kann er so schnell nicht beseitigen. Es ist zu spät, ich bin schon hier.“

Das ist wohl das verbale Äquivalent zu einem Leberhaken. Der Kampf fängt schon im Kopf an und mentale Stärke ist für jeden Kampfsportler der Schlüssel zum Erfolg, auch für Saki.

„Das ist wirklich wichtig“, sagte er. „Ich habe schon über 100 Profikämpfe bestritten und musste sowohl im sportlichen als auch im privaten Bereich mental stark sein. Ich bin ich, Khalil ist Khalil und ich sage die Wahrheit. Für ihn wird es sehr schwer sein, das zu verstehen. Kopfspielchen gehören zum Kampfsport dazu, sie gehören zum Leben dazu. Ich will nicht in seinen Kopf eindringen, ich sage einfach nur Wahrheit. Gestern war ich bei einer Pool-Party und er stresste sich bei unseren Presseterminen. Er kommt mit dem Druck nicht klar. Er wird daran zerbrechen.“

Sakis Selbstvertrauen hinsichtlich seiner Fähigkeiten im Standkampf ist absolut berechtigt. Aber vergesst nicht, dass er als MMA-Kämpfer erst eine Bilanz von 1-1 hat. Im vergangenen September gewann er sein UFC-Debüt mit einem sehenswerten Knockout gegen Henrique da Silva. Seitdem musste er verletzungsbedingt pausieren. Die Fans ließen ihn jedoch wissen, wie sehr sie sich auf seine Rückkehr freuen. Diese Unterstützung bedeutet ihm viel.

„Ich habe mit dem Profi-Kickboxen aufgehört, aber trotzdem sprechen noch immer viele über meine Kickbox-Karriere und wollen mich wieder im Ring sehen“, sagte Saki. „Aber ich will im MMA-Sport das erreichen, was ich im Profi-Kickboxen erreicht habe. Der Weltmeistertitel ist mir sehr wichtig und ich würde liebend gerne darum kämpfen. Aber jetzt geht es mir vor allem darum, das zu tun, was die Fans sehen wollen. Ich will gegen große Namen kämpfen und mich allen Herausforderungen stellen. Meine Fans haben mich immer unterstützt, egal wobei, und jetzt werde ich ihnen das zurückzahlen.“

Heißt das, wir sehen bei UFC 226 einen weiteren Knockout?

„Das ist eine großartige Veranstaltung mit einem großartigen Programm – und ich will den Fans unbedingt einen Knockout schenken“, sagte Saki. „Warum sprechen alle über meinen Kampf? Weil die Menschen echte Kämpfe sehen wollen. Manche meinen, Khalil wäre im Stand ganz ordentlich. Aber die verstehen nicht, worum es im Standkampf geht. Die Menschen, die über meinen Kampf sprechen, wissen es. Die haben gesehen, wie ich bei K-1 und GLORY gekämpft habe. Ich komme von einem anderen Planeten, dem Standkampf-Planeten, und meine Fähigkeiten im Standkampf sind in der UFC einmalig und mit nichts zu vergleichen.“

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Samstag, September 22
10:30PM/7:30PM
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