Die zehn Besten – Die Knockouts des Jahres 2010

Welchen Kämpfern gelangen in diesem Jahr die denkwürdigsten Knockouts?
Wenn es eine Sache gibt, an der es der UFC nie mangelt, dann ist es eine Vielzahl unterschiedlichster spektakulärer Knockouts. Deswegen ist diese Liste normalerweise immer am schwersten zu erstellen. Doch hier sind sie, die höchst inoffiziellen UFC-Awards für die Knockouts des Jahres 2010, bei denen mit Sicherheit für jeden Fan etwas dabei ist.

10 – Gomi belebt seine Karriere mit KO gegen Griffin neu
Ja, wir allen wissen, dass der frühere PRIDE Leichtgewichtschampion Takanori Gomi Dynamit in seinen Fäusten hat. Aber nach seinem nicht gewerteten Kampf gegen Nick Diaz im Jahr 2007, dem eine Kampfbilanz von 4-2 in Japan folgte sowie nach einer enttäuschenden Aufgabeniederlage bei seinem UFC-Debüt gegen Kenny Florian im März, fragten sich die Fans, ob Gomi jemals wieder an seine Glanzzeiten als „Fireball Kid“ herankommen würde. Die Antwort? Ein KO-Sieg gegen Tyson Griffin, einen Kämpfer, der in der UFC noch nie angeklingelt und schon gar nicht vorzeitig besiegt wurde. Als ein rechter Haken dafür sorgte, dass Griffin mit dem Gesicht voraus auf die Matte fiel, war Gomi wieder in aller Munde.

9 – Condit zieht schneller als Hardy
Die Wortgefechte vor dem Kampf waren hitzig, so wie man es von Dan Hardy eben gewöhnt ist. Als im Oktober in der Londoner O2 Arena die Ringglocke ertönte, war klar, dass sich weder der „Outlaw“ aus Nottingham noch Carlos Condit mit einem Punktsieg begnügen würden. Die beiden Weltergewichte wollten unbedingt einen Knockout. In der letzten Minute der ersten Runde feuerten sie gleichzeitig einen linken Haken ab. Condits schlug den Bruchteil einer Sekunde früher ein und knipste Hardy die Lichter aus.

8 – Rich Franklin macht Chuck Liddells Comeback zunichte
Der Hauptkampf von UFC 115 war für die langjährigen Fans schwer anzusehen, denn es standen sich zwei große Fanlieblinge gegenüber. Es war beinahe unmöglich, nur einem der Kämpfer die Daumen zu drücken. In der kurzen Zeit, die der Kampf dauerte, zogen die ehemaligen Weltmeister Franklin und Liddell in den Krieg. Liddell brach Franklins Arm mit einem Tritt, aber dann schmolz Franklin den „Iceman“ kurz vor Schluss der ersten Runde mit einer knackigen Rechten.

7 – Cain Velasquez schlägt Minotauro Nogueira KO
Bei UFC 110 im Februar erfolgte eine Art Wachablösung, als das ungeschlagene Schwergewicht Cain Velasquez die MMA-Legende „Minotauro“ Nogueira in der ersten Runde besiegte. An diesem Sieg war nicht nur beeindruckend, dass Velasquez den widerstandsfähigen ehemaligen PRIDE und UFC Champion in einer einzigen Runde abfertigte, sondern dass er es mit einer knackigen Offensive im Stand tat, die er mit einer 3-Schläge-Kombination unterstrich, die man in der ganzen Acer Arena im australischen Sydney hören konnte.

6 – Der Grand Slam von Harris
In den ersten beiden Runden des Duells der Mittelgewichtstalente Gerald Harris und Dave Branch passierte nichts Nennenswertes. In der dritten Runde versuchte der New Yorker Branch, die Entscheidung herbeizuführen, indem er Guard pullte, um einen Triangle Choke anzusetzen. Harris war sich dieser Gefahr bewusst, stemmte Branch über seinen Kopf und ließ ihn hart auf die Matte krachen. Mission erfüllt. Harris löste nicht nur Branchs Griff, sondern er knockte ihn aus und verdiente sich somit für die folgende Woche einen Platz in den Highlightvideos von ESPN.

5 – Garza kündigt mit einem schreckenerregenden KO gegen Paixao seine Ankunft an
Es ist eine Technik, die man praktisch bei jeder UFC-Veranstaltung sieht. Aber sie führt nur selten zu solch einem verheerenden Ergebnis. Im Kampf gegen das BJJ-Ass Fredson Paixao tat der UFC-Neuling Pablo Garza das, was viele Kämpfer tun, wenn ihr Gegner zu einem Takedown ansetzt: Er versuchte Paixao mit einem Kniestoß zu treffen. An diesem Abend in Las Vegas traf Garza Paixao genau in der Bewegung. Der Brasilianer war in dem Moment KO, als er getroffen wurde. Paixao lag einige angsteinjagende Minuten auf der Matte, ehe er schließlich aufstehen und aus eigener Kraft das Octagon verlassen konnte. Diese Szene führte einem klar vor Augen: Ja, es handelt sich hierbei um eine Vollkontaktsportart.

4 – Mike Russow verblüfft Todd Duffee
Es war kein 7-Sekunden-KO wie in seinem UFC-Debüt gegen Tim Hague im letzten Jahr, aber Todd Duffee war bei UFC 114 im Mai auf dem besten Wege, auch gegen Mike Russow zu gewinnen. Doch in diesem Sport ist bis zum Ende nichts entschieden. Duffee lernte diese Lektion auf die harte Weise, als Russow nach 2:35 Minuten in der letzten Runde aus dem Nichts eine Rechte hervorholte und damit nicht nur Duffee, sondern auch die Zuschauer in der MGM Grand Garden Arena ausknockte.

3 – Penn erinnert gegen Hughes an Uno-Sieg
BJ Penns 11-Sekunden-KO gegen Caol Uno in ihrem ersten Kampf im Jahr 2001 war ein bahnbrechender Moment in der Karriere des „Prodigy“. Während er anschließend zwar zwei Weltmeisterschaftstitel gewann und andere großartige Erfolge erzielte, fragte man sich stets, ob man diesen feurigen hawaiianischen Jungen jemals wiedersehen würde. Im November tauchte er in Auburn Hills, Michigan wieder auf und beendete seine Trilogie mit Matt Hughes innerhalb von 21 Sekunden auf eine Weise, die niemand erwartet hatte. Penn feierte den Sieg sogar, indem er aus dem Octagon rannte – genauso wie er es tat, als er Uno vor neun Jahres besiegte. Für Penn war das wie eine Wiedergeburt, und für diejenigen, die die Höhen und Tiefen seiner UFC-Karriere mitverfolgt haben, ein wunderbarer Anblick.

2 – Shogun Rua stoppt Lyoto Machida und holt sich seinen Titel
Im Kampfsport gibt es ein weit verbreitetes Mantra: „Überlasse die Entscheidung nicht den Punktrichtern.“ Nach einer kontroversen Punktniederlage in seinem ersten Titelkampf gegen Lyoto Machida im Oktober 2009 nahm sich Mauricio „Shogun“ Rua diese Worte im Mai bei UFC 113 zu Herzen. In der ersten Runde trennt den ungeschlagenen Machida eine Rechte, gefolgt von wildem Ground and Pound, von seinem Bewusstsein und von seinem Halbschwergewichtstitel.

1 – Und der neue… Velasquez entthront Lesnar
In punkto Ästhetik war Velasquez‘ KO gegen Nogueira bemerkenswerter, aber was die Wirkung angeht – sowohl jetzt als auch in den Geschichtsbüchern der UFC – gibt es in diesem Jahr keinen bedeutungsvolleren Knockout als den von Velasquez im Schwergewichtstitelkampf gegen Brock Lesnar. Nach Lesnars Comebacksieg gegen Shane Carwin hieß es, dass der ungeschlagene Velasquez die nötige Kondition hätte, den Koloss aus Minnesota auszuschalten, wenn er ihn in eine ähnliche Situation bringen würde. Genauso war es dann auch. Velasquez überkam Lesnars anfängliche Attacke, klingelte ihn an und beendete den Kampf nach 4:21 Minuten der ersten Runde. Für die Gelegenheitsfans war es ein Schock, aber für diejenigen, die Velasquez‘ Karriere von Anfang an verfolgten und die Insider seit Jahren von ihm schwärmen hörten, war es eine längst überfällige Krönung. Der neue Weltmeister muss seinen Titel im Frühjahr gegen den brasilianischen KO-Spezialisten Junior Dos Santos verteidigen – ein Kampf, der nächstes Jahr mit Sicherheit in der Liste der besten Knockouts auftauchen wird, egal wer am Ende als Sieger dastehen wird.

Lobende Erwähnung: Stefan Struve-Christian Morecraft, Junior Dos Santos-Gilbert Yvel, Frank Mir-Mirko Cro Cop, Paul Daley-Dustin Hazelett, John Howard-Daniel Roberts, Jon Jones-Brandon Vera, Matt Serra-Frank Trigg, Edson Barboza-Mike Lullo

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