Die 10 besten UFC-Events im Mai

Im Juli und Dezember finden in der Regel die größten UFC-Events des Jahres statt, aber Mai und November werden im Wettkampfkalender der Organisation immer bedeutender.

Der fünfte Monat des Jahres hat uns schon einige denkwürdige Veranstaltungen mit unvergesslichen Highlights beschert, unter anderem die Debüts späterer Weltmeister wie Randy Couture, Tito Ortiz und Chuck Liddell sowie einige der besten Kämpfe der UFC-Geschichte.

Im Mai 2018 steht das Octagon in Brasilien, Chile und England – und die Chancen stehen gut, dass wir dort wieder einige sehenswerte Kämpfe erleben. Vorher blicken wir jedoch darauf zurück, was in der Vergangenheit im Mai so los war.

UFC 31: Immer noch eines der besten Events aller Zeiten

Am „Star-Wars-Tag“ im Jahr 2001 hielt die UFC eine Großveranstaltung im Trump Taj Mahal in Atlantic City, New Jersey ab. Die acht Kämpfe starke UFC 31: Locked and Loaded gehört noch immer zu den besten Events der UFC-Geschichte.

Im letzten Vorkampf feierte der erste Nicht-Brasilianer, der die BJJ-Weltmeisterschaften in der Schwarzgurt-Klasse gewann, erfolgreich sein MMA-Debüt und verdiente sich damit den Spitznamen „The Prodigy“. Bei seinem ersten Auftritt im Octagon setzte sich BJ Penn drei Sekunden vor Schluss der ersten Runde gegen Joey Gilbert durch.

Im Hauptprogramm schlug Chuck Liddell den ehemaligen Weltmeister im Schwergewicht, Kevin Randleman, KO. Shonie Carter besiegte Matt Serra mit einer unvergessenen Spinning Backfist. Carlos Newton entthronte Pat Miletich als Weltmeister im Weltergewicht. Randy Couture, der Weltmeister im Schwergewicht, und sein Herausforderer Pedro Rizzo legten den „Kampf des Jahres 2001“ hin.

UFC 60: Matt Hughes vermöbelt Royce Gracie

Bei UFC 60 trafen die Stars zweier Generationen aufeinander, ein dominanter Weltmeister auf dem Zenit seiner Schaffenskraft und der wohl bekannteste Name aus den Anfangsjahren der UFC. Nachdem der Kampf vorbei war, wusste allen, welche Stunde geschlagen hatte.

Matt Hughes hatte sich gerade zum zweiten Mal zum Weltmeister im Weltergewicht gekrönt – mit einem Aufgabesieg über Georges St-Pierre. Nach dem „Aufgabesieg des Jahres 2005“ gegen Frank Tritt und einem weiteren Erfolg gegen Joe Riggs begrüßte er Royce Gracie in der UFC zurück. Die brasilianische Legende war auch ein Jahrzehnt nach ihrem letzten Auftritt im Octagon sehr populär. Das Duell zwischen Gracie und Hughes faszinierte sowohl die eingefleischten Fans als auch diejenigen, die seit Gracies Glanzzeiten in den 90er Jahren von der UFC Abstand genommen hatten.

Hughes brachte Gracie nach 90 Sekunden zu Boden und kontrollierte ihn dort. Er bedrohte den BJJ-Spezialisten mit einem Armhebel, ehe er sich die Back-Mount-Position holte und ihn mit Ground and Pound bezwang.

UFC 84: zwingt Sean Sherk in die Knie

Sieben Jahre nach seinem UFC-Debüt gewann BJ Penn nach dem Weltmeistertitel im Weltergewicht auch den Weltmeistertitel im Leichtgewicht, welchen er zu Beginn seiner UFC-Karriere knapp verpasst hatte.

Nachdem der hawaiianische Superstar sich den Gürtel mit einer starken Leistung gegen Joe Stevenson geschnappt hatte, verteidigte er ihn im Hauptkampf von UFC 84 gegen den ehemaligen Champion Sean Sherk.

In der ersten Runde zerlegte Penn seinen Herausforderer mit knackigen Schlagkombinationen und fügte ihm mit seinem Jab eine Schwellung unter dem rechten Auge zu. Penn vergrößerte in der zweiten Runde seinen Vorsprung auf den Zetteln der Punktrichter und setzte ihm mit seinen harten Schlägen immer mehr zu. In den letzten Momenten der dritten Runde feuerte Penn schließlich eine Schlagsalve ab, die noch immer in unzähligen Highlightvideos auftaucht.

Als das Signal für die letzten zehn Sekunden ertönte, drängte Penn Sherk mit Schlägen gegen den Zaun des Octagons und erwischte ihn dann mit einem perfekten eingesprungenen Kniestoß zum Kinn, als Sherk vom Zaun zurückprallte. Penn schlug auf Sherk ein, bis der Rundengong ertönte und den Herausforderer scheinbar vor der Niederlage bewahrte – aber als Penn in seine Ecke lief, drehte er sich zu seinem gefallenen Gegner herum, der noch immer Schwierigkeiten hatte, vom Boden aufzustehen.

Sekunden später brach der Ringrichter den Kampf ab und niemand hatte mehr einen Zweifel daran, dass Penn auch im Leichtgewicht eine Macht war.

UFC on Fuel TV 3: Der „Koreanische Zombie“ und Dustin Poirier zeigen einen Klassiker

Anfang April legten Dustin Poirier und Justin Gaethje bei der „UFC Fight Night“ in Glendale, Arizona einen Kandidaten für den „Kampf des Jahres 2018“ hin. Für „The Diamond“ ist das nichts Neues, denn denkwürdige Duelle produziert er schon seit Beginn seiner UFC-Karriere.

Dasselbe gilt für Chan Sung Jung, der sein UFC-Debüt gegen Leonard Garcia mit dem ersten (und einzigen) Aufgabesieg via Twister erfolgreich bestritt und während seiner gesamten Laufbahn in Nordamerika noch nie in einem langweiligen Kampf stand.

Im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Fairfax, Virginia enttäuschten die beiden Federgewichte. Jung und Poirier schenkten sich drei Runden lang nichts und zeigten den Fans einen spektakulären Kampf. Der „Koreanische Zombie“ gewann in der vierten Runde mit einem D’Arce Choke.

Wenn ihr diesen Kampf noch nicht gesehen habt, dann loggt euch bei UFC FIGHT PASS ein und schaut ihn euch sofort an. Ihr werdet es mir danken.

UFC 146: Schlacht der Schwergewichte

Das ist eine der denkwürdigsten Veranstaltungen der UFC-Geschichte, denn zum ersten Mal bestand das Hauptprogramm nur aus fünf Schwergewichtskämpfen – und die hielten, was sie versprachen, denn sie endeten alle innerhalb von zwei Runden.

Ein Hauptprogramm mit fünf Schwergewichtskämpfen ist von vornherein sehr spannend, denn das Schwergewicht gilt als die Königsklasse des Kampfsports und ist in der UFC die Gewichtsklasse mit den meisten vorzeitigen Siegen. Bei UFC 146 stiegen sowohl Veteranen als auch aufstrebende Talente ins Octagon, angeführt von einem Hauptkampf zwischen dem Weltmeister Junior Dos Santos, der seinen Gürtel gegen den ehemaligen Champion Frank Mir zum ersten Mal verteidigte.

Das Hauptprogramm dauerte nur 22 Minuten. Stefan Struve, Stipe Miocic und Roy Nelson fuhren vorzeitige Siege ein, ehe Cain Velasquez dominant gegen Antonio „Bigfoot“ Silva gewann und sich Dos Santos in der zweiten Runde gegen Mir durchsetzte, womit er den Weg für den zweiten von drei Kämpfen zwischen ihm und Velasquez ebnete.

Bei UFC 146 wurde die Schwergewichtsklasse perfekt in Szene gesetzt – es wäre doch sicher interessant, ein solches Konzept auch mal für andere Gewichtsklasse zu verfolgen.

UFC Fight Night: Brown und Silva glänzen in Cincinnati

Nach vier Niederlagen in fünf Kämpfen stand Matt Brown kurz vor dem Rausschmiss, aber dann gelang ihm eine unglaubliche Siegesserie, im Zuge derer er unter anderem gegen Stephen Thompson, Mike Swick und Mike Pyle gewann.

Der Hype um Erick Silva war damals enorm, schließlich war er ein actionreicher und daher extrem unterhaltsamer Kämpfer. Allerdings fehlte es ihm an Kontinuität – Siege und Niederlagen wechselten sich stetig ab.

Im Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Cincinnati, Ohio, nur eine knappe Stunde von Browns Heimatstadt Jamestown entfernt, begeisterten die beiden Weltergewichte die Zuschauer mit ihrer zwei Runden und zwei Minuten langen Schlacht.

Als der Ringrichter Herb Dean ihnen letzte Anweisungen gab, berührten sich bereits ihre Nasen. Kaum war die Ringglocke ertönt, gingen Brown und Silva aufs Ganze. Silva plättete Brown in der ersten Minute mit einem Bodykick und war kurz davor, den Kampf zu beenden, aber „The Immortal“ machte seinem Spitznamen alle Ehre und biss sich durch. Er stand wieder auf und revanchierte sich bei Silva für diese Attacke.

In der zweiten Runde ging es wieder fünf Minuten lang hin und her. Beide Kämpfer teilten gleich viel aus und steckten gleich viel ein. Nach rund zwei Minuten der dritten Runde machte Brown schließlich den Sack zu und gewann damit einen der unterhaltsamsten Kämpfe der letzten zehn Jahre.

<a href='../fighter/Daniel-Cormier'>Daniel Cormier</a> attempts to submit <a href='../fighter/Dan-Henderson'>Dan Henderson</a> during UFC 173 (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC via Getty Images)

UFC 173: Titelgewinn für Dillashaw, Titelkampf für Cormier

Verletzungen und andere Vorkommnisse änderten im Vorfeld von UFC 173 in Las Vegas das Kampfprogramm, aber nachdem die Veranstaltung vorbei war, hatte die Halbschwergewichtsklasse einen neuen Titelherausforderer und die Bantamgewichtsklasse einen neuen Weltmeister.

Drei Monate nach seinem Debüt im Halbschwergewicht verdiente sich Daniel Cormier mit einem einseitigen Sieg über Dan Henderson eine Titelchance. Wer den Kampf nur im Vorbeizappen sah und nicht wusste, wie legendär Henderson war, hätte vermutlich geglaubt, ein Profi habe gegen einen Amateur gekämpft – so sehr dominierte Cormier den zweifachen PRIDE-Champion.

Mit dem Sieg über Henderson verbesserte Cormier seine Kampfbilanz auf 15-0 und ebnete den Weg für einen Titelkampf gegen Jon Jones, wodurch die bis heute erbittertste Rivalität der UFC-Geschichte begann.

Ursprünglich hätte TJ Dillashaw bei UFC 173 auf Takeya Mizugaki treffen sollen, aber dann erhielt er kurzfristig die Chance, gegen Renan Barao um den Weltmeistertitel im Bantamgewicht zu kämpfen. Dillashaw war für den Titelverteidiger zu schnell und zu beweglich, er setzte ihm immer wieder mit flinken Vorstößen zu. Obwohl er nach Punkten vorne lag, drückte Dillashaw weiter aufs Gaspedal. In der fünften Runde nahm er den Brasilianer schließlich aus dem Kampf und wurde damit zum ersten Weltmeister des Teams Alpha Male.

UFC 187: Ein wilder Abend in Las Vegas

Bis zum zweiten Kampf im Hauptprogramm entwickelten sich die Geschehnisse in der MGM Grand Garden Arena eher unspektakulär. Die meisten Fanlieblinge hatten gewonnen, aber nur zwei von sieben Duellen endeten vorzeitig.

Dann legten Andrei Arlovski und Travis Browne einen der chaotischsten, actionreichsten und unterhaltsamsten Ein-Runden-Kämpfe der UFC-Geschichte hin. Donald „Cowboy“ Cerrone legte mit einem Headkick-Knockout gegen John Makdessi nach, der kurzfristig für Khabib Nurmagomedov eingesprungen war und zum Dank dafür einen Kieferbruch davontrug.

Im Co-Hauptkampf überstand Chris Weidman einen frühen Angriffssturm von Vitor Belfort, verteidigte dann aber seinen Weltmeistertitel im Mittelgewicht noch souverän gegen ihn. Schließlich überlebte Daniel Cormier eine donnernde Rechte von Anthony Johnson und sicherte sich mit einem Aufgabesieg über ihn den vakanten Weltmeistertitel im Halbschwergewicht.

Ein so gutes Hauptprogramm hat es in den letzten Jahren selten gegeben.

UFC 198: „Ich bin der Weltmeister! Ich bin der Weltmeister!“

Als die UFC zum ersten Mal nach Curitiba, Brasilien kam und dort ihr viertes Stadion-Event veranstaltete, bekamen die besten Kämpfer des Landes die Chance, sich zu beweisen. Am meisten wird uns UFC 198 jedoch wegen des Titelduells im Schwergewicht in Erinnerung bleiben.

Die Brasilianer gewannen die ersten sieben Kämpfe des Abends. Unter anderem siegte Antonio Rogerio Nogueira gegen Patrick Cummins durch Knockout und Demian Maia verwandelte sich in einen menschlichen Rucksack, um Matt Brown zur Aufgabe zu zwingen.

Zu Beginn des Hauptprogramms verdarb Bryan Barberena den Brasilianern den perfekten Abend, als er Warlley Alves überraschend bezwang. Mauricio „Shogun“ Rua brachte Brasilien dann mit einem Sieg über Corey Anderson in die Erfolgsspur zurück, ehe Cris Cyborg mit einem TKO-Sieg über Leslie Smith ihr lange erwartetes Octagon-Debüt gab und Ronaldo „Jacare“ Souza im brasilianischen Duell gegen Vitor Belfort als Gewinner hervorging.

Weniger als drei Minuten brauchte Stipe Miocic dann im Hauptkampf, um die Brasilianer wieder verstummen zu lassen. Als Fabricio Werdum auf ihn zustürmte, erwischte er ihn mit einer Rechten und knockte ihn damit aus. Daraufhin sprang Miocic voller Euphorie über den Zaun des Octagons und feierte mit seinem Trainer und seinen Betreuern. Dabei schrie er immer wieder: „Ich bin der Weltmeister! Ich bin der Weltmeister!“

Stipe Miocic celebrates his TKO victory over Junior Dos Santos in their heavyweight bout at UFC 211 (Photo by Josh Hedges/Zuffa LLC via Getty Images)

UFC 211: In Texas ist alles größer

Die letztjährige Großveranstaltung im Mai war ein absoluter Kracher, der von Anfang bis Ende richtig spannend war.

Im ersten Teil des Vorprogramms überzeugten Gadzhimurad Antigulov, Enrique Barzola und Cortney Casey. Dann endeten alle vier Kämpfe vom zweiten Teil des Vorprogramms vorzeitig – das Highlight war die wilde Schlacht zwischen Eddie Alvarez und Dustin Poirier, deren Fortsetzung wahrscheinlich jeder Fan früher oder später einfordern wird.

Nachdem das Hauptprogramm schleppend begonnen hatte, beendete Frankie Edgar den Hype um den mexikanischen Senkrechtstarter Yair Rodriguez. Danach erkämpfte sich Demian Maia einen Punktsieg über Jorge Masvidal.

Im Co-Hauptkampf verteidigte Joanna Jedrzejczyk ihren Weltmeistertitel im Strohgewicht mit einer weiteren Meisterleistung im Standkampf gegen die mutige und zähe Jessica Andrade. Zum Abschluss verteidigte Stipe Miocic seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Junior Dos Santos und verschaffte sich damit große Genugtuung, denn der Ex-Champion hatte ihn zwei Jahren zuvor nach Punkten bezwungen.

Sonntag, Mai 27
19 Uhr
MESZ
Liverpool, United Kingdom

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