Die 10 besten August-Kämpfe aller Zeiten

Conor McGregor punches Nate Diaz during their epic rematch at UFC 202
Diesen Monat findet nur eine einzige Veranstaltung statt, sodass wir für diese Ausgabe unserer Kolumne keine Vorschau, sondern einen Rückblick machen – es geht um die zehn besten UFC-Kämpfe, die in irgendeinem vergangenen August stattgefunden haben.

Die UFC-Kämpfe im Juli und Dezember bekommen in der Regel etwas mehr Aufmerksamkeit, da in diesen Monaten die größten Veranstaltungen des Jahres stattfinden. Aber wenn ihr euch diese Liste einmal durchlest, werdet ihr schnell merken, dass es in der UFC kein Sommerloch gibt.

Hier sind sie also, die zehn besten August-Kämpfe aller Zeiten.

(Hinweis: Wie immer in chronologischer Reihenfolge, ohne Wertung.)

UFC 87: Georges St-Pierre vs. Jon Fitch (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Für die Historiker unter euch ist UFC 87 eine ziemlich bedeutende Veranstaltung, denn dort feierte Jon Jones sein UFC-Debüt und Brock Lesnar seinen ersten UFC-Sieg. Der Höhepunkt war jedoch der Weltmeisterschaftskampf im Weltergewicht.

Nach der gelungenen Revanche gegen Matt Serra fragten sich viele, wie Georges St-Pierre in seinem ersten Kampf als unangefochtener Weltmeister auftreten würde und ob Jon Fitch, der 16 Mal in Folge ungeschlagen war, dem Kanadier seinen ringerisch geprägten Kampfstil aufzwingen könnte.

Gegen Fitch zeigte GSP eine seiner stärksten Leistungen und erhielt dafür nach 25 Minuten dominante Wertungen von 50-43, 50-44 und 50-44. Zwischen dem Weltmeister und seinem stärksten Herausforderer lagen damals Welten.

UFC 101: Anderson Silva vs. Forrest Griffin (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Ein Jahrzehnt nachdem der Film „Matrix“ zum Kassenschlager wurde, kämpfte die Hauptfigur Neo im Octagon – in Form von Anderson Silva.

Bei seinem zweiten Auftritt im Halbschwergewicht wich der damalige Weltmeister im Mittelgewicht sämtlichen Schlägen von Forrest Griffin nur mit Körperdrehungen aus und konterte mit Präzision, Schnelligkeit und Power. Silva kämpfte einfach in einer anderen Liga und ließ dem ehemaligen Weltmeister im Halbschwergewicht keine Chance.

Drehen. Bang! Bücken. Bang! Ausweichen. Bang!

Mit einem harten Jab schlug Silva Griffin schließlich nieder und krönte damit eine seiner verblüffendsten Leistungen mit einem spektakulären Ende.

UFC 102: Antonio Rodrigo Nogueira vs. Randy Couture (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Im selben Monat, in dem Silva gegen Griffin gewann, stiegen auch zwei Legenden der Schwergewichtsklasse ins Octagon und stahlen den jungen Wilden die Show.

Beide hatten zuletzt verloren – Antonio Rodrigo Nogueira gegen Frank Mir und Randy Couture gegen Brock Lesnar. An der Spitze des Schwergewichts standen schon damals andere Kämpfer. Aber in ihrem 15 Minuten langen Duell erinnerten „Big Nog“ und „The Natural“ alle alten und neuen Fans, warum sie zwei der beliebtesten und am meisten respektierten MMA-Kämpfer aller Zeiten sind.

Es gab Phasen, da gingen die Veteranen in der Mitte des Octagons in den offenen Schlagabtausch und Phasen, in denen sie ihre taktischen und technischen Fähigkeiten im Bodenkampf zur Schau stellten. Jede Sekunde dieses Kampfes war großartig.



UFC 117: Anderson Silva vs. Chael Sonnen (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Monatelang sprach Chael Sonnen darüber, wie er die langjährige Titelregentschaft von Anderson Silva beenden würde. Ernst nahm ihn dabei kaum jemand, es wirkte eben wie das Gerede von einem der begnadetsten Sprücheklopfer der MMA-Geschichte.

Dann begann der Kampf und Sonnen dominierte Silva in Runde 1 auf der Matte. Und in Runde 2. Und in Runde 3.

Wow, er könnte es wirklich schaffen. Silva muss einen Knockout oder einen Aufgabegriff auspacken, sonst verliert er. Ist das wirklich real?

Und in Runde 4.

Chael macht Silva platt, genau wie er es vorhergesagt hatte. Das ist unglaublich.

Zwei Minuten vor einem der größten Überraschungssiege aller Zeiten verlor Sonnen plötzlich die Fassung. Er saß in der Guard von Silva und ließ zu, dass „The Spider“ sein rechtes Handgelenk kontrolliert. Bevor er darauf reagieren konnte, hatte Silva ihn schon im Triangle Choke gefangen.

Sonnen klopfte ab und Silva verteidigte seinen Weltmeistertitel im Mittelgewicht. Es war das erste Kapitel einer der besten Fehden der UFC-Geschichte.

UFC 118: Frankie Edgar vs. BJ Penn (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Im April 2010 erkämpfte sich Frankie Edgar bei UFC 112 in Abu Dhabi einen knappen, kontrovers diskutierten Punktsieg über BJ Penn – und krönte sich damit zum neuen Weltmeister im Leichtgewicht. Aufgrund Penns langer Titelregentschaft und seines Legendenstatus‘ bekam er umgehend einen Rückkampf.

Vier Monate später in Boston ließ Edgar keinen Zweifel daran, wer der Bessere war.

Edgar verfolgte dieselbe erfolgreiche Strategie wie im ersten Kampf. Er bewegte sich viel und schnell, arbeitete im Stand mit präzisen Box-Kombinationen und brachte Penn mit Takedowns aus dem Konzept. Er tänzelte um Penn herum und setzte ihm fünf Runden lang mit Jab und Gerade zu. Erneut gewann er einstimmig nach Punkten, aber diesmal war sich jeder Beobachter einig, dass es an diesem Sieg nichts zu rütteln gab.

UFC Fight Night: Dan Hardy vs. Chris Lytle (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Chris Lytle kämpfte nie um die Weltmeisterschaft, aber er war zu seiner Zeit einer der unterhaltsamsten Kämpfer überhaupt.

Der hauptberufliche Feuerwehrmann war zäher als ein 2-Euro-Schnitzel und hatte nur das Ziel, den Fans eine tolle Show zu bieten. Nach seiner Teilnahme an der vierten Staffel von „The Ultimate Fighter“ gewann er acht Boni in 14 Kämpfen und genoss dadurch Kultstatus.

Vor dem Hauptkampf der „UFC Fight Night“ in Milwaukee kündigte Lytle insgeheim seinen Rücktritt an – stilecht per Brief an Dana White. Beim Wiegen teilte er seinen Entschluss auch Hardy mit und die beiden beschlossen, Lytle mit einem Feuerwerk gebührend zu verabschieden – und so kam es dann auch.

Die beiden Weltergewichte lieferten sich bis zur letzten Minute der dritten Runde einen packenden Schlagabtausch im Stand, wobei jeder Kämpfer einige gute Treffer erzielte. Kurz vor Schluss setzte Hardy zum Takedown an – und Lytle konterte mit einem Guillotine Choke, in dem Hardy aufgeben musste.

Wie bei seinen anderen UFC-Kämpfen auch, tat Lytle alles, um die Fans zu begeistern. Dafür erhielt er am Ende noch zwei weitere Boni.

UFC Fight Night: Joe Lauzon vs. Jamie Varner (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Joe Lauzon und Jamie Varner lieferten bei der „UFC Fight Night“ in Los Angeles einen der allerbesten Kämpfe des Jahres 2012 ab.

Es war einer dieser Kämpfe, in denen es von Anfang bis Ende hin und her geht. Varner fand besser in den Kampf, dann übernahm Lauzon die Kontrolle, wurde aber niedergeschlagen. Ebbe und Flut. Angriff und Verteidigung. Du bist dran. Ich bin dran.

Mitte der letzten Runde erzielte Varner ein zeitlich perfekt abgestimmtes Takedown, aber Lauzon führte einen Sweep aus und nutzte das Gerangel, um einen Triangle Choke anzusetzen.

Dieser Kampf erfährt nicht dieselbe Wertschätzung wie Lauzons nächster Kampf, das epische Duell mit Jim Miller, aber es war eine packende Auseinandersetzung zweier Veteranen der Leichtgewichtsklasse.

UFC Fight Night: Travis Browne vs. Alistair Overeem (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Vor der „UFC Fight Night“ in Boston war allen klar, dass das Schwergewichtsduell zwischen Travis Browne und Alistair Overeem vorzeitig enden würde – nur der Weg dorthin schien offen.

Overeem erwischte einen guten Start. Er presste Browne gegen den Zaun des Octagons und attackierte ihn mit Kniestößen zum Körper. Nach etwa einer Minute holte er Browne mit einem weiteren Kniestoß von den Beinen. Overeem setzte mit Schlägen nach, aber Brownes Deckung hielt. Er kassierte noch mehr Kniestöße, kam aber auf die Beine zurück.

Nach seinem Angriffssturm brauchte Overeem eine kurze Verschnaufpause. Die nutzte Browne und antwortete mit heftigen Schlägen. Overeem ging aber weiter nach vorne und machte sich dabei um die Kicks seines Gegners keine Sorgen.

Weniger als eine Minute vor Schluss der Runde knockte Browne den Niederländer mit einem dieser Kicks aus – ein Frontkick zum Kiefer wurde Overeem zum Verhängnis.
Ronda Rousey and Bethe Correia face-off at the UFC 190 weigh-in
UFC 190: Ronda Rousey vs. Bethe Correia (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Nach ihrem Kampf gegen Jessamyn Duke bei UFC 172 streckte Bethe Correia vier Finger in die Höhe – die Geste der legendären Profi-Wrestling-Truppe „Four Horsemen“, denen die Weltmeisterin im Bantamgewicht, Ronda Rousey, und ihre Trainingspartnerinnen/Mitbewohnerinnen Duke, Shayna Baszler und Marina Shafir – alle vier Wrestling-Fans – nacheiferten.

Als das Ergebnis des Kampfes verkündet wurde, knickte Correia einen Finger um und streckte nur noch drei in die Höhe. Diese Geste wiederholte sie vier Monate später nach ihrem Sieg über Baszler. Sie streckte vier Finger in die Höhe und knickte dann zwei ein, ehe sie die Anführerin der Gruppe herausforderte.

Ein großartiger Plan der Brasilianerin, um Rousey zu einem Titelkampf zu bewegen und die Fans auf sie aufmerksam zu machen. Rousey willigte ein, ihren Gürtel bei UFC 190 in Rio de Janeiro gegen Correia zu verteidigen. Aber deren Plan hatte einen Haken.

Rousey reiste nach Rio und vermöbelte Correia in wenigen Sekunden. Sie setzte der Titelherausforderin im Stand mit Schlägen zu und knockte sie dann mit einer Rechten aus.
Conor McGregor and Nate Diaz embrace after their rematch at UFC 202
UFC 202: Conor McGregor vs. Nate Diaz 2 (Auf UFC FIGHT PASS ansehen)

Am 5. März 2016 überraschte Nate Diaz jeden außer ihm selbst, als er Conor McGregor im Hauptkampf von UFC 196 in der zweiten Runde mit einem Rear Naked Choke zur Aufgabe zwang.

Diaz hatte den Kampf kurzfristig angenommen. McGregor rüttelte ihn in der ersten Runde mit Schlägen durch, aber davon lässt sich ein Diaz nicht beeindrucken. In der zweiten Runde klingelte er den irischen Superstar im Stand an. Das veranlasste McGregor zu einem Takedown. Auf dem Boden hatte BJJ-Schwarzgurt Diaz dann keine Schwierigkeiten, McGregor in den Würgegriff zu nehmen.

Nach seiner ersten und einzigen Niederlage im Octagon forderte McGregor umgehend einen Rückkampf. Bei UFC 202 standen sie sich erneut gegenüber.

McGregor kämpfte diesmal effizienter und setzte nun auch Lowkicks ein, aber der zähe Diaz ließ sich einfach nicht kleinkriegen. In der Anfangsphase war McGregor sehr erfolgreich, aber dann übernahm Diaz die Kontrolle und er setzte McGregor wieder heftig im Stand zu.

Im Gegensatz zum ersten Kampf brach McGregor diesmal nicht ein. Er überstand die Attacken von Diaz und kam noch einmal stark zurück, sodass am Ende ein einstimmiger Punktsieg für ihn heraussprang.

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