Adesanya erwartet einen vorzeitigen Sieg

PERTH, AUSTRALIA - FEBRUARY 11: <a href='../fighter/Israel-Adesanya'>Israel Adesanya</a> of Nigeria celebrates his victory over <a href='../fighter/Rob-Wilkinson'>Rob Wilkinson</a> of Australia in their middleweight bout during the UFC 221 event at Perth Arena on February 11, 2018 in Perth, Australia. (Photo by Jeff Bottari/Zuffa LLC/Zuffa LLC via Getty Images) Sieht man Israel Adesanya zum ersten Mal kämpfen, weckt er wegen seiner langen Gliedmaßen und dem unberechenbaren Kampfstil sofort Erinnerungen an einen der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten: Jon Jones.

Adesanya hat eine makellose Profibilanz von 14-0 – 3-0 in der UFC – und ist auch genauso selbstbewusst wie Jones. Einen Vergleich scheut er daher nicht.

„Als Jones seinen Aufstieg begann, wurde er mit Anderson Silva verglichen, der damals der Beste aller Zeiten werden“, sagte Adesanya. „Jones übertraf Anderson sogar. Jetzt bin ich derjenige, der seinen Aufstieg beginnt. Ich bin recht erfolgreich, daher vergleichen mich die Menschen automatisch mit dem anderen dünnen Schwarzen, der zufälligerweise eine lebende Legende ist: Jon Jones.“

„Früher oder später werde ich mich über diesen Vergleich hinwegsetzen und meinen eigenen Weg gehen“, fügte Adesanya hinzu.

Momentan befindet sich das unbesiegte Mittelgewicht auf einem guten Weg. Er gewann seine ersten zwölf Kämpfe durch Knockout oder TKO. Zuletzt bezwang er Brad Tavares, damals die Nummer 8, beim „TUF 27 Finale“ einstimmig nach Punkten. Der Kampf ging über die vollen Runden, ein Novum für Adesanya, aber danach sagte er, er sei nicht müde, sondern fühle sich „frisch“.

Vor dem Kampf gegen Tavares befürchteten manche, so ein hochkarätiger Gegner käme noch zu früh, schließlich hatte Tavares bis dato schon zwölfmal im Octagon gewonnen. Obwohl Adesanya den Kampf nicht vorzeitig beendete, bekam er einen Performance-Bonus – und das kommt in der UFC nur sehr selten vor.

„Seine Widerstandsfähigkeit hat ihn gerettet“, sagte Adesanya über Tavares. „In dem Kampf ging es nicht hin und her, das war eine einseitige Tracht Prügel.“

Mittlerweile ist Adesanya die Nummer 9 im Mittelgewicht. Samstagnacht kämpft er bei UFC 230 in New York gegen Derek Brunson, die Nummer 6. Brunson wurde zuletzt in Charlotte von Ronaldo „Jacare“ Souza ausgeknockt. Im Juli lieferte er sich mit Adesanya einige Wortgefechte in den sozialen Medien. Adesanya ist der Ansicht, dass Brunson „nicht an sich selbst glaubt“.

Ob das nun stimmt oder nicht – wer nur fünf Minuten mit Adesanya spricht, merkt schnell, dass er sich für denjenigen hält, an dem alle anderen Mittelgewichte vorbei müssen. Er braucht nur Gelegenheiten, um das zu beweisen. Je mehr Gelegenheiten er bekommt, umso mehr Menschen nehmen ihn als ernsthafte Bedrohung wahr. In seinen letzten beiden Kämpfen ging er jeweils über die volle Distanz, aber er will nicht, dass man denkt, das würde so weitergehen.

„Von meinem ersten Kampf an habe ich immer vorzeitig gewonnen“, sagte er. „Daran werde ich wieder anknüpfen, denn so langsam begreife ich, wie es hier in der UFC läuft.“

Der Neuseeländer meinte, er wüsste bereits, was in der Nacht zum 4. November im Madison Square Garden passieren wird. Auf die Frage nach Details rümpfte er nur mit der Nase.

„Ich werde ihn in der ersten oder zweiten Runde besiegen“, sagte er. „Das hängt von seinem Kinn und meinen Schlägen ab. Vielleicht zwinge ich ihn auch zur Aufgabe.“

Der 29 Jahre alte Kickboxer eröffnet bei UFC 230 zwar „nur“ das Hauptprogramm, er ist aber schon so selbstbewusst, als würde er im Hauptkampf stehen. Brunson betrachtet er lediglich als eine von vielen Hürden, die er auf dem Weg zur Weltmeisterschaft überwinden muss.

„Brunson kann selbst entscheiden, auf welche Art und Weise ich ihn aus dem Weg räumen werde“, sagte Adesanya.

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