Rashad Evans' zehn beste Momente

Vergangenen Montag erklärte der frühere UFC-Halbschwergewichtsmeister Rashad Evans seinen Rücktritt als aktiver Kämpfer. Im Alter von 38 Jahren kann „Suga“ auf eine illustre Karriere zurückblicken, die wir hier noch einmal Revue passieren lassen. Das sind die zehn besten Momente aus Rashad Evans‘ Laufbahn.

Brad Imes – 5. November 2005 – The Ultimate Fighter 2 Finale (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans nach Punkten (geteilt)
Von Haus aus ein Halbschwergewicht, legte Evans an Masse zu, um in der zweiten „The Ultimate Fighter“-Staffel im Schwergewicht antreten zu können, und wühlte sich auf dem Weg ins Finale gegen Brad Imes eine Schneise durch Tom Murphy, Mike Whitehead und Keith Jardine. Genau, den Zwei-Meter-Mann Brad Imes. Zwar hatte Evans in der TUF-Show Erfolge gegen die schweren Jungs geholt, aber Imes niederzuringen schien doch buchstäblich eine Nummer zu groß zu sein.

Aber Evans schaffte es, und zwar nicht auf die Art, die man erwartet hatte – er attackierte Imes im Stand, steckte dessen Schläge ein und verteilte eine Menge eigener Treffer. Das Resultat war eine beeindruckende Drei-Runden-Schlacht, deren Höhepunkt ein später Niederschlag war, der Evans wohl den geteilten Punktsieg sicherte. Noch wichtiger war allerdings, dass man schon einen kleinen Ausblick auf das Kämpferherz des New Yorkers werfen konnte.

Sean Salmon – 25. Januar 2007 – UFC Fight Night (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans durch KO in Runde 2
Nach drei aufeinanderfolgenden Punktsiegen (Imes, Sam Hoger, Stephan Bonnar) wurde Kritik an Evans laut, weil der seine Kämpfe nicht vorzeitig beendete. Diese Kritik war leiser geworden, nachdem er mit Jason Lambert bei UFC 63 im September 2006 ein solides Halbschwergewicht ausgeknockt hatte, aber endgültig verstummt ist sie erst, als er vier Monate später gegen Sean Salmon antrat.

Nach einer unspektakulären ersten Runde, die Salmon gewonnen zu haben schien, nahm Evans die nötigen Anpassungen vor und knallte Salmon im zweiten Durchgang einen krachenden Headkick ans Kinn, der seinen Gegner ausgeknockt hatte, noch bevor dessen Körper die Matte berührte. Dieser Kick wird auf ewig Teil der UFC-Highlight-Videos bleiben, und er sendete eine Botschaft an die restliche Halbschwergewichtsklasse, dass Evans sie auch mit anderen Waffen als einem Ringer-Takedown auf den Rücken befördern konnte.

Tito Ortiz – 7. Juli 2007 – UFC 73 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Unentschieden
Dieser Kampf war Evans‘ erste echte Chance auf den Durchbruch, denn er trat gegen einen der Superstars des Sports an, und das auf dem Hauptprogramm einer Pay-per-View-Veranstaltung. Endlich rückte Evans‘ einnehmende Persönlichkeit mehr in den Vordergrund. Das Vorfeld des Kampfes entwickelte sich zum Medien-Marathon, den Evans wie ein Profi bestand.

„Bisher habe ich mich oft fehl am Platz gefühlt“, gab Evans damals zu. „Ich war ein schüchterner Kerl und habe oft diese Rolle eingenommen. Jetzt bin ich das hier aber gewohnt, es ist Alltag für mich. Ich musste jede Menge Interviews machen, viele Menschen wenden sich mittlerweile mit Fragen an mich oder wollen ein Foto oder ein Autogramm, und deshalb habe ich mich ganz gut (an die Aufmerksamkeit) gewöhnt. Gleichzeitig lasse ich mir den Rummel nicht zu Kopfe steigen.“

Evans manövrierte sich zwar geschickt durch das Vorfeld des Kampfes, im Octagon jedoch ließ er die Bedeutung der Situation an sich heran, und so erlaubte er dem früheren Weltmeister, das Duell früh in die Hand zu nehmen. Am Ende des Kampfes hatte Evans zwar die volle Kontrolle erlangt, und wäre es ein Weltmeisterschaftskampf über fünf Runden gewesen, glaubten viele, hätte Evans noch einen vorzeitigen Sieg geholt. Hier ging es aber nur über drei Runden, und nach diesen 15 Minuten werteten die Punktrichter den Kampf als Unentschieden, nachdem Ortiz ein Punkt für sein Festhalten am Zaun abgezogen worden war, der ihn letztlich den Sieg kosten sollte.

Das war ein Fleck auf Evans‘ bis dahin weißer Weste, aber auch eine wertvolle Lektion darin, wie man seine Leistung auf der großen Bühne bringt, wenn es zählt.

Chuck Liddell – 2. September 2008 – UFC 88 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans durch KO in Runde 2
Einen Monat nach Evans Sieg gegen Michael Bisping, den er im November 2007 im Hauptkampf von UFC 78 geschlagen hatte, beendete Chuck Liddell eine Niederlagenserie mit einem großen Sieg gegen seinen langjährigen Rivalen Wanderlei Silva. Der Sieg gab Liddell wieder Aufwind in der Hackordnung des Halbschwergewichts, und das zu einer Zeit, als Evans noch als Emporkömmling galt, der bald vom „Iceman“ die paar Leitersprossen wieder hinunterbefördert werden würde, die er gerade erst erklommen hatte.

Bei UFC 88 trafen die beiden aufeinander. Evans, der in diesem Kampf seine gewaltige Schlagkraft genauso bewies wie seinen Weltklasse-Kampf-IQ, frustrierte Liddell in der ersten Runde mit seiner Beinarbeit und wohldosierten Attacken. Als Liddell in Runde zwei zu aggressive wurde, beendete Evans den Abend mit einem einzigen Schlag.

Forrest Griffin – 27. Dezember 2008 – UFC 92 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans durch TKO in Runde 3
Danach würde Rashad Evans niemanden mehr mit seinen Fähigkeiten überraschen können. Als er bei UFC 92 Forrest Griffin um den Titel im Halbschwergewicht herausforderte, wusste jeder, wie gefährlich und wie gut der ehemalige Ringer der Michigan-State-Universität war.

Das Problem seiner Gegner: Sich auf ihn vorzubereiten, änderte nicht viel. Nach zwei weitgehend spannungslosen Runden, in denen er versuchte, Griffins Reichweitenvorteile zu überwinden, explodierte Evans im dritten Durchgang. Er schickte den baldigen Ex-Weltmeister auf die Bretter und bearbeitete ihn dort so lange, bis der Ringrichter dazwischen ging. Rashad Evans war Weltmeister in der UFC.

Lyoto Machida – 23. Mai 2009 – UFC 98 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Machida durch KO in Runde 2
In diesem Sport stehen die Chancen schlecht, mit einer unbefleckten Bilanz in Rente zu gehen, und am 23. Mai 2009 fand Rashad Evans das auf die harte Tour heraus, als er seinen Titel gegen Lyoto Machida verteidigen wollte.

Machida setzte eine perfekte Strategie um und knockte Evans in der zweiten Runde spektakulär aus. Das war nicht nur Evans erste Niederlage, sondern auch das erste Mal, dass man ihn in einem Kampf in ernsthaften Schwierigkeiten erlebt hatte. Wie würde er vom ersten großen Rückschlag seiner Karriere zurückkehren?

Thiago Silva – 2. Januar 2010 – UFC 108 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans nach Punkten (einstimmig)
Die Antwort auf die obige Frage lieferte Evans im Januar 2010. Zwar war sein Kampf gegen Thiago Silva keine leichte Aufgabe, aber es war genau die, die er brauchte. Evans ging zurück zu seinen Wurzeln, entdeckte sein Ringen neu und kontrollierte den Großteil der drei Runden.

In der dritten Runde allerdings musste er zeigen, was in ihm steckt und einen harten Treffer des brasilianischen K.o.-Experten überstehen, der nur einen weiteren Schlag von einem Sieg entfernt zu sein schien, bevor „Suga“ wieder einen klaren Kopf gewann und sich nach drei Runden den Sieg holte. Als nächstes stand „Rampage“ Jackson an.

Quinton “Rampage” Jackson – 29. Mai 2010 – UFC 114 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans nach Punkten (einstimmig)
“Rampage” vs. Rashad war ein Kampf, der jahrelang in der Mache war. Und nachdem die beiden ihre gegnerischen Teams bei „The Ultimate Fighter” gegeneinander antreten lassen hatten, bekamen sie schlussendlich die Chance, in einem heiß erwarteten Duell zweier früher Weltmeister und erbitterter Rivalen selbst die Fäuste fliegen zu lassen.

Es wurde ein klarer Punktsieg für Evans, der gegen Ende allerdings einige schwere Attacken Jacksons überstehen musste, bevor ihm nach drei Runden der Sieg zugesprochen wurde. Der Kampf brachte ihm einen Titelkampf gegen Mauricio “Shogun” Rua ein, bevor diese Chance – und der Gürtel – später an Evans‘ damaligen Teamkollegen Jon Jones gingen.

Phil Davis – 28. Januar 2012 – UFC on FOX (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans nach Punkten (einstimmig)
Während er auf seine Chance gegen Jones wartete, bezwang Evans Tito Ortiz in ihrem Rückkampf und stellte sich anschließend dem ungeschlagenen Top-Talent Phil Davis. Im Duell zweier ehemaliger College-Ringer-Asse war es Evans Überlegenheit im Bodenkampf an jenem Abend in Chicago, die ihm nach fünf Runden einen klaren Punktsieg gegen „Mr. Wonderful“ einbrachte.

Chael Sonnen – 16. November 2013 – UFC 167 (AUF UFC FIGHT PASS ANSEHEN)
Ergebnis – Evans durch TKO in Runde 1
Damals wusste es niemand, aber dieser Kampf sollte Evans‘ letzter Sieg sein. Und es war wirklich kein schlechter, denn Evans präsentierte sich in Top-Form und bezwang Sonnen in Runde eins, der gerade erst „Shogun“ Rua besiegt hatte, bevor er bei UFC 167 in Las Vegas zum 25-jährigen Jubiläum der UFC auf Evans traf.

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